Intel-Macs verlieren Support: Apple stellt Rosetta 2 nach macOS 27 ein

Apple erlaubt reine Apple-Silicon-Apps und stuft drei Intel-MacBooks als obsolet ein. Für Nutzer enden Updates und Reparaturleistungen.

Apple hat Entwicklern von Mac-Apps offiziell gestattet, den Support für Intel-Macs einzustellen. Universelle Apps im Mac App Store, die macOS 13 oder neuer voraussetzen, können künftig ausschließlich für die arm64-Architektur von Apple Silicon gebaut werden. Damit setzt Apple einen weiteren Meilenstein im mehrjährigen Übergang weg von Intel-Prozessoren.

Was sich für Nutzer ändert

Wer noch einen Intel-Mac nutzt, verliert dadurch keine bereits installierten Programme. Die letzte kompatible Version einer App bleibt nutzbar, neue Updates wird es für diese Geräte jedoch nicht mehr geben. Entwickler können sich künftig darauf konzentrieren, ihre Software allein für Apple-Silicon-Chips zu optimieren, statt weiterhin zwei Architekturen parallel zu pflegen.

Einbettung in macOS 27 Golden Gate

Die Entscheidung steht im direkten Zusammenhang mit dem kommenden Betriebssystem macOS 27 Golden Gate, das die Intel-Unterstützung endgültig fallen lässt. Auch die Kompatibilitätsschicht Rosetta 2, die bislang Intel-Programme auf Apple-Silicon-Rechnern lauffähig macht, wird nach macOS 27 eingestellt. Damit ist macOS 27 die letzte Version, die Rosetta noch unterstützt.

Reine Intel-Apps werden danach auf Apple-Silicon-Geräten grundsätzlich nicht mehr funktionieren – eine Ausnahme bilden lediglich ältere, nicht mehr gepflegte Spiele.

Nutzer, die bereits macOS 26.4 oder neuer installiert haben, erhalten beim Start solcher Intel-only-Anwendungen bereits jetzt einen entsprechenden Warnhinweis. Entwicklern wird empfohlen, ihre Software als Universal Binary anzubieten, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.

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Auch Hardware wird ausgemustert

Der Rückzug von der Intel-Architektur zeigt sich nicht nur auf Software-, sondern auch auf Hardware-Ebene. Apple hat drei Intel-MacBook-Modelle offiziell als obsolet eingestuft: das 13-Zoll-MacBook Pro von 2017 mit zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen, das 13-Zoll-MacBook Pro von 2018 mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen sowie das Retina MacBook Air von 2018. Für diese Geräte endet damit praktisch jeder offizielle Hardware-Support – lediglich Batterie-Reparaturen bleiben laut Unternehmensangaben bis zu zehn Jahre nach Einstellung des Verkaufs möglich. Nutzer sind für weitergehende Reparaturen künftig auf Drittanbieter angewiesen.

Mit dieser Einstufung sind sämtliche Intel-MacBooks inzwischen entweder als „vintage“ oder „obsolet“ klassifiziert. Lediglich der Intel Mac mini und der Intel Mac Pro werden derzeit noch weiter unterstützt. Die letzten von den drei betroffenen Modellen unterstützten macOS-Versionen sind macOS Ventura für das MacBook Pro von 2017, macOS Sequoia für das MacBook Pro von 2018 und macOS Sonoma für das MacBook Air von 2018.

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Rechtliche Grenzen des Support-Endes

Auch wenn Apple den offiziellen Reparaturservice für obsolete Geräte einstellt, gelten in einzelnen Ländern gesetzliche Mindestfristen. In Frankreich etwa schreibt das Gesetz eine Service-Pflicht von sieben Jahren vor, in anderen Märkten liegen die Fristen je nach Verfügbarkeit von Ersatzteilen zwischen fünf und sieben Jahren.

Insgesamt fügt sich die Freigabe für Entwickler nahtlos in Apples langfristige Strategie ein, die Intel-Ära endgültig zu beenden – sowohl auf Ebene der Software-Kompatibilität als auch beim Hardware-Support für ältere Mac-Modelle.