Intel hat mit einem neuen Treiber die Leistung seiner gesamten Arc-Grafikpalette massiv gesteigert. Die Software bringt die bisherige Spitzentechnologie XeSS 3 mit Multi-Frame Generation auf alle aktuellen und sogar älteren Modelle – und verändert damit das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem hart umkämpften Grafikkartenmarkt fundamental.
Leistungsschub per Software-Update
Der neue, zertifizierte Treiber (Version 32.0.101.8509) demokratisiert Intels modernste Grafiktechnologie. Bisher exklusiv für die neuesten „Panther Lake“-Prozessoren, ist XeSS 3 MFG nun für alle Arc-Grafikkarten verfügbar. Das betrifft die aktuellen B-Series „Battlemage“– und die älteren A-Series „Alchemist“-Modelle sowie integrierte Arc-Grafik in Core Ultra-Prozessoren. Der Clou: Nutzer erhalten einen erheblichen Leistungsschub, ohne neue Hardware kaufen zu müssen.
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Die KI-gestützte Technologie erhöht die Bildrate, indem sie künstlich generierte Zwischenbilder einfügt. Das Ergebnis sind deutlich flüssigere Spielerlebnisse.
Bis zu 205 Prozent mehr Leistung in Spielen
Unabhängige Benchmarks bestätigen den Durchbruch. Tests des deutschen Fachportals PC Games Hardware zeigen bei der aktuellen Arc B580 und der älteren Arc A770 Leistungssprünge, die teils atemberaubend sind.
In Titeln wie Battlefield 6 und Dying Light: The Beast stiegen die Bildraten in 1440p-Auflösung mit aktivierter Multi-Frame Generation um über 200 Prozent. Konkret verbuchte die Arc B580 in Battlefield 6 einen Zuwachs von 205 Prozent. Die ältere A770 lag mit 183 Prozent mehr Leistung kaum dahinter. Die oft kritisierte höhere Eingabelatenz bei Frame-Generation soll Intels eigene XeLL-Technologie (Xe Low Latency) effektiv ausgleichen.
Zweite Chance für Alchemist, Trumpfkarte für Battlemage
Das Update wirkt wie ein „zweiter Frühling“ für Besitzer von Alchemist-Karten wie der beliebten Arc A770. Die Ende 2022 eingeführte Hardware gewinnt über Nacht an Relevanz für moderne Spiele. In Kombination mit dem oft großzügigen 16 GB Videospeicher wird sie auf dem Gebraucht- und Budgetmarkt wieder zu einer interessanten Option.
Für die aktuelle Battlemage-Serie festigt das Update die starke Marktposition. Die mit der NVIDIA RTX 5060 konkurrierende Arc B580 wird im Preis-Leistungs-Verhältnis noch attraktiver. Analysten weisen darauf hin, dass die B580 oft günstiger ist als der direkte Konkurrent, dabei mehr VRAM bietet und durch XeSS 3 MFG ihren Vorteil in unterstützten Spielen weiter ausbaut. Diese Strategie, Spitzentechnologie für preiswertere Produkte zu öffnen, unterscheidet Intel von Wettbewerbern.
Strategiewechsel bei High-End und Fokus auf Software
Der kraftvolle Software-Schub fällt in eine dynamische Phase für Intels Grafikambitionen. Während das Unternehmen im Mainstream- und Integriert-Segment Erfolge feiert, scheint sich die High-End-Strategie zu verschieben. Berichten vom Anfang Februar zufolge wurde die erwartete High-End-Gaming-GPU Arc B770 wohl gestrichen. Grund seien schwierige Marktbedingungen und hohe Speicherkosten.
Stattdessen konzentriert Intel seinen leistungsstärkeren „BMG-G31“-Chip wohl auf die professionelle und KI-fokussierte Arc Pro-Serie. Der Fokus liegt künftig auf der Verfeinerung der Treiber und der Ausweitung der Spielunterstützung für XeSS. Die erfolgreiche Einführung der Multi-Frame Generation zeigt jedoch: Intels Software-Kompetenz wächst – und mit ihr der Wille, sich im Wettbewerb um Grafikkarten nachhaltig zu behaupten.





