Intel Panther Lake: Mehr Kerne, aber schwache Grafik im Mittelklasse-Chip

Frühe Benchmarks für Intels neuen Mittelklasse-Chip zeigen deutlichen Sprung bei Multi-Core-Aufgaben, während die integrierte Grafik hinterherhinkt. Die Wahl des richtigen Laptops wird komplexer.

Erste Benchmarks für Intels kommenden Core Ultra 7 356H zeigen starke Multi-Core-Leistung, doch die integrierte Grafik enttäuscht. Für Verbraucher wird die Wahl komplizierter.

Intels neuer Mittelklasse-Prozessor Core Ultra 7 356H setzt deutlich auf Multi-Core-Stärke, wie jetzt veröffentlichte, noch unbestätigte Benchmarks belegen. Die im „Panther Lake“-Design gefertigte CPU erreicht in Multi-Core-Tests beachtliche Werte. Doch gerade bei der integrierten Grafikleistung und im Single-Core-Bereich hinkt dieser spezifische Chip hinterher – ein strategischer Schritt des Konzerns, der Käufer vor neue Herausforderungen stellt.

CPU-Leistung: Stärke liegt in der Vielzahl

Die geleakten Daten zum Core Ultra 7 356H zeigen ein klares Bild: Intel treibt die Performance bei parallelisierbaren Aufgaben voran. Der Mobile-Chip mit 16 Kernen (4 Performance- und 12 Effizienz-Kerne) erzielte im Benchmark Cinebench R23 einen Multi-Core-Score von 20.721 Punkten. Das ist ein spürbarer Sprung gegenüber dem Vorgänger Core Ultra 7 255H, der bei etwa 18.679 Punkten lag. Für Anwendungen wie Videobearbeitung oder wissenschaftliche Simulationen verspricht das deutliche Geschwindigkeitsvorteile.

Doch wo liegt der Haken? Die Single-Core-Leistung bleibt nahezu gleich. Mit 2.013 Punkten liegt der neue Chip auf dem Niveau seines Vorgängers (ca. 2.060 Punkte). Für viele Alltagsanwendungen und Spiele, die oft von der Geschwindigkeit eines einzelnen Kerns abhängen, dürfte der spürbare Nutzen daher begrenzt sein. Diese Werte stammen allerdings von frühen Engineering-Samples – die finale Performance könnte sich noch ändern.

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Die Grafik-Lücke: „Intel Graphics“ vs. „Intel Arc“

Die größte Überraschung offenbart der Blick auf die integrierte Grafik (iGPU). Der getestete Core Ultra 7 356H im Samsung Galaxy Book6 Ultra verfügt nur über eine Einheit namens „Intel Graphics“. Im Grafik-Benchmark 3DMark Time Spy erreichte sie lediglich 3.013 Punkte. Zum Vergleich: Die höherwertige „Intel Arc B390“-Grafik im Top-Modell Core Ultra X9 388H kam auf 6.267 Punkte – mehr als das Doppelte.

Auch gegen den Vorgänger schneidet die Grafik schlecht ab. Im Test „Steel Nomad Light“ (2.110 Punkte) liegt sie deutlich hinter den Werten der letzten Generation (3.279–3.532 Punkte). Verantwortlich für diese Kluft ist offenbar eine neue Marketing-Strategie Intels. Berichten zufolge dürfen nur Geräte mit sehr schnellem LPDDR5X-Arbeitsspeicher (ab 7.467 MT/s) das leistungsstarke „Intel Arc“-Label tragen. Bei langsameren Speicherkonfigurationen heißt es nur noch „Intel Graphics“. Die Grafikleistung hängt damit stärker denn je von der Entscheidung des Laptop-Herstellers ab.

Strategie und Marktausblick

Mit der Panther-Lake-Generation verfolgt Intel einen differenzierten Kurs. Die neuen „Cougar Cove“- und „Darkmont“-Kerne versprechen Effizienzsteigerungen. Die starke Multi-Core-Leistung des 356H zeigt, dass dieses Ziel für rechenintensive Aufgaben erreicht wird. Gleichzeitig baut der Konzern aber eine deutliche Hierarchie bei der Grafikleistung auf.

Während Top-Modelle wie der Core Ultra X9 388H mit ihrer iGPU sogar Einsteiger-Grafikkarten herausfordern können, muss die Mittelklasse zurückstecken. Intel konzentriert die hochwertige Grafik offenbar auf die premium-gekennzeichneten „Core X“-Modelle. Für Verbraucher bedeutet das: Wer Wert auf Gaming oder grafikintensive Anwendungen legt, muss genau auf die Spezifikationen achten. Der Prozessorname allein genügt nicht mehr – entscheidend ist das explizite „Intel Arc“-Logo.

Die endgültige Performance wird sich mit fertigen Treibern und optimierter Hardware noch zeigen. Klar ist jedoch: Intel setzt mit Panther Lake auf Spezialisierung. Ob diese Strategie im hart umkämpften Markt gegen Konkurrenten wie AMD oder Apples Chips aufgeht, wird sich 2026 zeigen. Für Käufer wird die Auswahl des richtigen Laptops jedenfalls anspruchsvoller.

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