Intel bringt mit der Core Ultra Serie 3 die nächste KI-PC-Ära in die Läden. Ab heute rollt der unter dem Codenamen „Panther Lake“ bekannte Prozessor weltweit aus und markiert einen Wendepunkt für den Halbleiter-Riesen. Er ist der erste Consumer-Chip, der auf Intels hochmodernem 18A-Fertigungsprozess basiert. Laptops großer Hersteller mit den neuen Prozessoren versprechen deutliche Sprünge bei Leistung, Energieeffizienz und KI-Fähigkeiten direkt auf dem Gerät.
Technologischer Quantensprung mit 18A
Das Herzstück der neuen Serie ist der 18A-Prozess, eine jahrelang vorbereitete Fertigungsrevolution. Erstmals kombiniert Intel zwei Schlüsselinnovationen: RibbonFET-Transistoren und das rückseitige Stromversorgungsnetz PowerVia. Diese Architektur soll mehr Rechenleistung bei geringerem Energieverbrauch liefern – eine Kernforderung moderner Mobilgeräte.
Der Chip setzt auf eine hybride Architektur mit verschiedenen Kernen. Leistungsstarke „Cougar Cove“-P-Cores und effiziente „Darkmont“-E-Cores teilen sich die Arbeit. Ein zusätzlicher „Low-Power-Island“ übernimmt Hintergrundaufgaben und schont den Akku, während anspruchsvolle Apps die Hochleistungskerne beanspruchen. Zur Markteinführung stehen 14 verschiedene Prozessormodelle bereit.
Integrierte Grafik und KI im Fokus
Ein Schwerpunkt liegt auf der integrierten Grafik und KI-Beschleunigung. Die neuen Core Ultra 7- und 9-Modelle, sowie die leistungsstärkeren X7- und X9-Varianten, verfügen über eine verbesserte GPU mit 12 Xe3-Grafikkernen. Diese soll in schlanken Laptops Leistung auf Niveau einer dedizierten Einsteiger-Grafikkarte liefern.
Bei der künstlichen Intelligenz positioniert Intel Panther Lake als führende Plattform für den KI-PC. Das Unternehmen wirbt mit bis zu 1,9-fach höherer Leistung bei großen Sprachmodellen im Vergleich zur Vorgängergeneration. Die integrierte Neural Processing Unit (NPU) beschleunigt KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät – von Echtzeit-Übersetzung bis zu kreativen Tools. Erstmals sind die Chips auch für industrielle Anwendungen zertifiziert und eröffnen so neue Möglichkeiten in Robotik oder Smart Cities.
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Erste Geräte und Marktverfügbarkeit
Die weltweite Verfügbarkeit startet zwar heute, der Rollout wird sich aber über das erste Halbjahr 2026 erstrecken. Erste Vorbestellungen ab dem 6. Januar waren limitiert; bei begehrten Modellen von Dell oder HP reichen die Liefertermine teils bis Mitte Februar.
Dennoch kommen bereits erste Laptops auf den Markt. Partner wie ASUS, MSI, Dell und HP bringen neue oder aktualisierte Produktlinien heraus. Dazu zählen das MSI Prestige 14 Flip AI+ Evo, das HP OmniBook X sowie die Dell XPS 14 und 16. ASUS integriert die Prozessoren vom innovativen Dual-Screen-Zenbook DUO bis zur leistungsstarken ROG Zephyrus Gaming-Serie.
Die Preisspanne ist weit: Während Basismodelle wie ein HP OmniBook bei rund 999 US-Dollar starten, liegen Premium-Konfigurationen der Dell XPS-Reihe bei über 2.000 US-Dollar.
Kampf um die Vorherrschaft im KI-PC-Markt
Der Launch ist ein strategisch entscheidender Schachzug für Intel im erbitterten Wettkampf mit AMD, NVIDIA und Qualcomm. Der Fokus auf KI trifft den Nerv der Zeit: Der „KI-PC“ ist das neue Schlachtfeld der Chipindustrie. Mit einem konkreten Produkt auf seiner fortschrittlichsten Fertigungstechnologie will Intel die Führung in Technologie und Prozessorleistung zurückerobern.
Die Auswirkungen von Panther Lake werden über klassische Laptops hinausgehen. Intel kündigte bereits an, mit einer zukünftigen „Core G3“-Variante auch den Handheld-Gaming-Markt herauszufordern. Wenn Entwickler die dedizierte KI-Hardware nutzen, dürften schnellere, intuitivere und tiefer integrierte Software-Anwendungen folgen. Der Erfolg dieser breiten Plattform wird Intels Kurs in den kommenden Jahren maßgeblich bestimmen.
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