Intels neue Panther-Lake-Prozessoren mit der Arc B390 Grafik liefern eine überraschende Gaming-Leistung in schlanken Laptops. Die ersten Tests zeigen einen klaren Vorsprung gegenüber AMD und sogar Vergleiche mit Spielekonsolen.
Die Landschaft der mobilen Computer hat sich diese Woche spürbar verändert. Grund sind die ersten umfassenden Leistungsdaten für Intels Core Ultra Serie 3 „Panther Lake“. Angetrieben vom neuen 18A-Fertigungsprozess, sorgt vor allem die integrierte Grafikeinheit Arc B390 für Aufsehen. Tests deuten darauf hin, dass sie nicht nur AMDs Konkurrenz übertrifft, sondern in manchen Szenarien sogar dedizierte Heimkonsolen herausfordert.
Leistungssprung: Bis zu 20 Prozent vor AMD
Im Fokus steht der Flaggschiff-Prozessor Intel Core Ultra X9 388H, der etwa im neuen ASUS Zenbook Duo (2026) verbaut ist. Die jetzt veröffentlichten Benchmarks sind eindeutig: Die Arc B390, basierend auf der neuen Xe3-„Celestial“-Architektur, liegt in synthetischen Tests etwa 16 bis 20 Prozent vor AMDs aktueller Radeon 890M.
Die praktischen Auswirkungen sind erheblich. In anspruchsvollen Spielen wie Cyberpunk 2077 oder Alan Wake 2 soll die iGPU nun spielbare Bildraten in 1080p ohne separate Grafikkarte liefern. Eine Leistung, die bisher sperrigen Gaming-Laptops vorbehalten war. Damit durchbricht Intel eine wichtige Schallmauer für ultradünne Business- und Creator-Notebooks.
ASUS Zenbook Duo: Der Vorreiter setzt auf reine iGPU-Kraft
ASUS positioniert sein Zenbook Duo (2026) bewusst als Vorzeigegerät für die neue Technik. Der Clou: Das Gerät mit seinen beiden 14-Zoll-3K-OLED-Displays verzichtet komplett auf eine dedizierte Grafikkarte und verlässt sich nur auf die Panther-Lake-iGPU.
Die Effizienzgewinne des 18A-Prozesses zahlen sich aus. Erste Berichte verzeichnen eine bis zu 55 Prozent verbesserte Akkulaufzeit im Vergleich zu Vorgängermodellen. Gleichzeitig meistert die verbesserte Media-Engine der Xe3-Architektur anspruchsvolle Video-Bearbeitung und AV1-Kodierung effizient. Für kreative Berufe unterwegs wird so ein neues Leistungsniveau möglich.
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Die iGPU als heimlicher Konsolen-Herausforderer?
Die spektakulärste These der Woche: Die Arc B390 könnte in manchen Titeln die Leistung einer Xbox Series S erreichen. Technische Analysen, die seit Anfang Februar diskutiert werden, legen dies für Alan Wake 2 bei niedrigen Details nahe.
Diese Entwicklung bestätigt ASUS‘ Strategie, in Modellen wie dem Zenbook Duo oder S14 auf NVIDIA-GPUs zu verzichten. Die Folge: weniger Hitzeentwicklung, geringerer Stromverbrauch und ein leiserer Laptop auch unter Last. Die iGPU unterstützt zudem Intels XeSS 3-Technologie, die über die eingebaute NPU 5 zusätzliche Bilder generiert und so flüssigeres Gameplay ermöglicht.
Marktkontext: Handheld-Chips verzögert, Preise noch unklar
Während die Laptop-Chips wie geplant im ersten Quartal 2026 starten, gibt es bei anderen Segmenten Verzögerungen. Wie bereits am 9. Februar bekannt wurde, hat Intel die speziellen „Core G3“-Panther-Lake-Chips für Handheld-Spielegeräte wie die ASUS ROG Ally auf das zweite Quartal verschoben.
Unklar bleibt die Preisfrage. Leaks deuten darauf hin, dass die hohen Herstellungskosten der 18A-Fertigung Flaggschiff-Modelle wie das Zenbook Duo in eine Preisklasse von 2.300 bis 2.400 Euro drücken könnten. Der endgültige Straßenpreis in allen Regionen steht jedoch noch aus.
Ausblick: Ein Wendepunkt für den „AI PC“-Markt
Das Erscheinen der Panther-Lake-iGPU markiert einen Wendepunkt. Integrierte Grafiklösungen können nun erstmals wirklich einfache dedizierte GPUs ersetzen. Das verändert den Wertversprechen von Premium-Ultrabooks grundlegend.
Mit dem ASUS Zenbook Duo an der Spitze wird in den kommenden Wochen eine Welle von 18A-basierten Laptops den Markt erreichen. Der Erfolg der Arc B390 dürfte die Roadmaps von Wettbewerbern wie AMD und NVIDIA beschleunigen. Der Kampf um die beste mobile Grafikleistung ist damit neu entfacht.





