Intel Panther Lake: Neuer Budget-Chip für Gaming-Handhelds geleakt

Intel erweitert sein Handheld-Portfolio um einen preisgünstigen Panther-Lake-Chip mit 8 Kernen und 4 Xe3-Grafikeinheiten für Einsteiger-Konsolen.

In der Hardware-Branche verdichten sich die Hinweise auf eine strategische Erweiterung von Intels Portfolio für mobile Spielekonsolen. Aktuellen Berichten von Mitte August zufolge arbeitet der Halbleiterhersteller an einem spezifischen System-on-a-Chip (SoC) auf Basis der Panther-Lake-Architektur, der speziell für preisgünstige Einsteiger-Handhelds konzipiert ist. Damit scheint Intel eine Lücke in seinem bisherigen Angebot schließen zu wollen, die durch die leistungsstärkeren Modelle der Serie bisher unbesetzt blieb.

Spezifikationen und die Rolle im Produktportfolio

Einem jüngst bekannt gewordenen Leak zufolge wird der neue Panther-Lake-Chip über eine Konfiguration von insgesamt acht CPU-Kernen verfügen. Diese setzen sich nach dem Schema 4+0+4+4 zusammen, was vier Performance-Kerne (P-Cores) und vier Low-Power-Efficiency-Kerne (LPE-Cores) bedeutet. Ergänzt wird die Recheneinheit durch vier GPU-Kerne der neuen Xe3-Generation.

Branchenbeobachter wie der Leaker Jaykihn ordnen diesen speziellen Prozessor als eine kostengünstigere Alternative zu den leistungsfähigeren Varianten Arc G3 und Arc G3 Extreme ein.

Während die High-End-Modelle der Arc-G3-Serie für Gaming-Handhelds mit 10 oder 12 Xe3-Kernen ausgestattet sind, zielt die nun aufgetauchte 4-Kern-Variante der GPU explizit auf den Budget-Markt ab. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass es sich bei diesem Panther-Lake-Handheld-Chip um ein Rebranding des Core Ultra 5 325 handeln könnte.

Strategische Aufspaltung der Handheld-Plattform

Die Berichterstattung deutet darauf hin, dass Intel seine Handheld-Strategie künftig zweigleisig fahren möchte. Während die Panther-Lake-Serie mit bis zu 12 Xe3-Einheiten das Premium-Segment bedient, soll der kleinere Chip mit 4 Xe3-Kernen Käufer ansprechen, für die ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund steht. Marktanalysen zeigen, dass dieser Bereich bisher von den leistungsstärksten SoC-Linien für Gaming-Handhelds weitgehend ignoriert wurde.

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Durch diese Aufspaltung könnte Intel eine breitere Basis an Geräteherstellern gewinnen, die kompakte und preiswerte mobile Konsolen entwickeln wollen. Der Fokus liegt dabei auf einer effizienten Balance zwischen ausreichender Grafikleistung für weniger anspruchsvolle Titel und einer optimierten Energieaufnahme für längere Akkulaufzeiten.

Architekturdetails und Wettbewerbssituation

Hintergrundberichte zur Panther-Lake-Architektur verdeutlichen das Spektrum der geplanten integrierten Grafikeinheiten (iGPU). Die Serie soll insgesamt vier Varianten umfassen, die unter den Bezeichnungen B390, B380, B370 und B360 geführt werden.

Alle basieren auf der Xe3-Architektur, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausbaustufe. Während die Modelle B390 und B380 mit 12 Execution Units (EU) aufwarten, verfügen die Varianten B370 und B360 über 10 Einheiten.

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Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit wird prognostiziert, dass die Panther-Lake-iGPUs in der Spitze ein Niveau erreichen könnten, das mit einer dedizierten RTX 3060 vergleichbar ist. Damit tritt Intel in direkten Wettbewerb mit etablierten Lösungen wie dem AMD Ryzen Z1 Extreme, der über 8 Zen4-Kerne und 12 RDNA3-Compute-Units verfügt.

Während AMD derzeit viele der populärsten Handheld-Modelle dominiert, versucht Intel mit der differenzierten Panther-Lake-Reihe, sowohl bei der absoluten Performance als auch im preissensitiven Einsteigerbereich Marktanteile zu gewinnen.