Intel Wildcat Lake: 25% Vorsprung bei Rechenleistung, aber GPU-Desaster

Intels neuer Chip überzeugt bei Rechenleistung, fällt aber bei Grafik und Effizienz im Vergleich zu Apple ab.

Benchmark-Tests von Intels neuem Wildcat-Lake-Chip zeigen ein geteiltes Bild: Während der Prozessor bei rechenintensiven Aufgaben glänzt, hinkt er bei Grafik und Effizienz hinter Apple her.

Stärken und Schwächen im Test

Der Intel Core 7 350 – ausgestattet mit sechs Kernen (zwei Performance-, vier Effizienzkerne) – liefert im direkten Vergleich mit Apples A18 Pro gemischte Ergebnisse. Im Geekbench 6 Single-Core-Test liegt der Apple-Chip 21 Prozent vorn, wenn auch in alltäglichen Produktivitätsanwendungen das Rennen enger ausfiel. Seine Stärke zeigt Intel dagegen im Cinebench 2026: Hier bietet der Wildcat Lake einen 25-prozentigen Leistungsvorsprung.

Die größte Diskrepanz offenbart sich jedoch bei der Grafikleistung. Im Blender GPU-Test benötigt das Intel-betriebene Lenovo IdeaPad Slim 3i satte 2 Minuten und 50 Sekunden – das MacBook Neo erledigt dieselbe Aufgabe in nur 39 Sekunden. Auch im 3DMark Steel Nomad Lite ist Apples Notebook 43 Prozent schneller. Branchenbeobachter führen die schwache Grafikleistung auf die sparsame Ausstattung des Wildcat Lake zurück: Dem Chip stehen lediglich zwei Xe3-GPU-Kerne zur Verfügung.

Apple trotzt dem PC-Markt-Einbruch

Die Testergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem neue Marktdaten für das zweite Quartal 2026 einen schrumpfenden PC-Markt zeigen. Weltweit gingen die Auslieferungen um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Geräte zurück. Apple hingegen verzeichnet ein Wachstum von 10,1 Prozent auf 6,7 Millionen Einheiten – der Marktanteil steigt von 8,5 auf 9,9 Prozent.

Grund für den Erfolg ist vor allem der MacBook Neo, das im März 2026 auf den Markt kam. Allein in den ersten drei Wochen verkaufte Apple 1,1 Millionen Exemplare. Die Konkurrenz kämpft dagegen mit Rückgängen:

Anzeige

Das Lenovo IdeaPad Slim 3i mit Intels neuem Wildcat-Lake-Chip kostet 1.100 Euro, hat aber eine schwache Grafik – und ein Kunststoffgehäuse mit IPS-Display. Dabei gibt es bessere Windows-Laptops fürs Geld. Unser kostenloser Guide zeigt Ihnen drei Alternativen mit stärkerer GPU, darunter das IdeaPad Slim 5x mit Snapdragon X2 Plus für rund 850 Euro. Jetzt Laptop-Kauf-Guide anfordern

  • Lenovo: 16,6 Millionen Geräte (minus 2,1 Prozent)
  • HP: 13,0 Millionen (minus 9,0 Prozent)
  • Dell: 9,3 Millionen (minus 5,0 Prozent)
  • ASUS: 5,0 Millionen (plus 0,2 Prozent)

Preis-Leistungs-Dilemma bei Intel-Geräten

Das Lenovo IdeaPad Slim 3i ist derzeit für rund 1.100 Euro erhältlich – deutlich über dem von Lenovo angestrebten Zielpreis zwischen 800 und 900 Euro. Kritiker bemängeln zudem das Kunststoffgehäuse und das IPS-Display, während das MacBook Neo ursprünglich für 599 Euro (später 699 Euro) startete.

Hinzu kommt interne Konkurrenz im Windows-Lager: Das IdeaPad Slim 5x mit Snapdragon X2 Plus für rund 850 Euro gilt bei Testern als überzeugendere Alternative – sowohl zum Wildcat-Lake-Lenovo als auch zu Apples Einstiegsmodell.

Lieferkettenprobleme und Ausblick 2026

Anzeige

Intels Wildcat Lake liefert im Cinebench 25 Prozent mehr Rechenleistung, aber bei Grafik braucht der Chip für eine Blender-Aufgabe fast drei Minuten – das MacBook Neo schafft es in 39 Sekunden. Wenn Sie Windows bevorzugen, aber nicht auf flotte Grafik verzichten wollen, hilft Ihnen unser Preisvergleich: Die besten Alternativen unter 1000 Euro, getestet und verglichen. Bessere GPU-Alternativen jetzt entdecken

Die gesamte PC-Branche leidet unter einem globalen Speichermangel, der die Komponentenpreise treibt. Analysten erwarten, dass diese Entwicklung bis 2028 anhalten wird. Apples Wachstum erklären Beobachter unter anderem mit einer robusteren Lieferkette als bei der Konkurrenz.

Für das Gesamtjahr 2026 bleiben die Prognosen verhalten. Die Marktforscher rechnen mit einem Rückgang der PC-Auslieferungen um 11,3 Prozent – bedingt durch Komponentenengpässe und veränderte Konsumentennachfrage.