Microsoft hat die Version 0.3 seines Softwareprojekts Intelligent Terminal bereitgestellt. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die bislang umfangreichste Aktualisierung seit dem Beginn der Entwicklung. Die neue Version führt tiefgreifende Anpassungen der Benutzeroberfläche ein, darunter eine standardmäßig aktive vertikale Menüleiste, erweiterte Steuerungsmöglichkeiten für KI-Agenten sowie eine fensterübergreifende Suchfunktion.
Vertikale Navigation und detaillierte Statusanzeigen
Zentraler Bestandteil des Updates auf Version 0.3.3083.0 ist eine neu gestaltete Seitenleiste mit vertikalen Tabs, welche die bisherige horizontale Leiste standardmäßig ablöst. Nutzer können die Leiste über die Tastenkombination Strg+Umschalt+S ein- und ausblenden.
Ein Wechsel zurück zu horizontalen Reitern ist weiterhin über das Kontextmenü per Rechtsklick oder über die Programmeinstellungen im Bereich Darstellung unter Tab-Layout möglich. Zudem lassen sich geöffnete Tabs nun über das Kontextmenü dauerhaft anheften.
Innerhalb dieser Seitenleiste visualisiert die Anwendung den aktuellen Arbeitszustand aktiver KI-Agenten. Ein Hinweispunkt signalisiert, sobald ein Agent auf Eingaben wartet.
Zudem blendet die Übersicht weiterführende Kontextdaten ein, darunter das gegenwärtige Arbeitsverzeichnis, das verknüpfte Git-Repository, der gewählte Branch sowie ungespeicherte Änderungen. Für die parallele Arbeit unterstützt das Terminal innerhalb einzelner Tabs verschachtelte geteilte Ansichten.
Wer sich mit Software-Shortcuts und effizienten Arbeitsweisen befasst, kann durch gezielte Befehle täglich wertvolle Minuten sparen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt, wie Sie mit Tastenkombinationen in gängigen Anwendungen sofort schneller zum Ziel kommen. Bis zu 30 Minuten täglich sparen: Die besten Office-Tastenkombinationen im kostenlosen PDF
Hintergrundausführung und erweiterte Agenten-Anbindung
Mit dem Update führt Microsoft zudem einen sogenannten Headless-Modus ein. Über das Kontextmenü eines Tabs lässt sich festlegen, dass ausgewählte Prozesse nach dem Schließen des eigentlichen Programmfensters im Hintergrund weiterarbeiten. Diese Ausführung bleibt aktiv, solange die Systemumgebung läuft. Wird das Betriebssystem neu gestartet oder der Prozess explizit beendet, stoppt auch die Hintergrundaufgabe.
Darüber hinaus erkennt das System installierte Befehlszeilen-Agenten künftig automatisch und bindet sie direkt in das Auswahlmenü für neue Reiter ein. Zu den unterstützten Schnittstellen gehören unter anderem die GitHub Copilot CLI, Claude, Codex, Gemini, OpenCode sowie neu Google Antigravity.
Über einen separaten, einklappbaren Bereich können Anwender zurückliegende Agenten-Sitzungen einsehen, wobei auch Instanzen aus parallel geöffneten Fenstern erfasst werden. Eine globale Suchfunktion ermöglicht das Durchsuchen offener Tabs und vergangener Sitzungen und lässt sich über spezifische Filter eingrenzen.
Moderne Software-Anwendungen wie das Intelligent Terminal zeigen, wie stark KI-Systeme bereits in unseren Arbeitsalltag integriert werden. Welche rechtlichen Anforderungen und Fristen Unternehmen beim Einsatz solcher Technologien künftig beachten müssen, erklärt dieser kompakte Leitfaden. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Quelloffene Basis und Systemvoraussetzungen
Intelligent Terminal ist als experimenteller Ableger des regulären Windows Terminals konzipiert und bietet eine native Unterstützung für automatisierte Agentenabläufe. Die Codebasis setzt sich aus C++ und Rust zusammen und steht auf GitHub unter der Open-Source-Lizenz MIT zur Verfügung.
Die Software wird über den Microsoft Store sowie über das Projekt-Repository auf GitHub verteilt. Als Betriebssystem vorausgesetzt werden Windows 11 oder Windows 10 ab Version 2004. Für den weiteren Verlauf der experimentellen Phase konzentrieren sich die Entwickler laut Microsoft auf die Behebung von Fehlern und die Implementierung von Funktionswünschen der Anwender.
Mehr zum Thema bei Neowin: „Microsoft releases major Intelligent Terminal update to improve multitasking“

