Der neuseeländische Infrastrukturbetreiber Chorus hat am 11. August umfangreiche Störungen im Glasfasernetz der Region Auckland gemeldet. Besonders betroffen sind Gebiete an der North Shore sowie Teile der Hibiscus Coast und Papatoetoe. Die Ausfälle führten zu signifikanten Beeinträchtigungen bei mehreren großen Internetdienstanbietern und unterstreichen die Anfälligkeit regionaler digitaler Infrastrukturen gegenüber physischen Schäden und technischen Fehlern.
Weitreichende Verbindungsprobleme in Auckland
Nach Angaben von Chorus waren am 11. August über 240 Glasfaserverbindungen im Norden Aucklands unterbrochen. Betroffen waren insbesondere die Vororte Albany, Redvale, Long Bay und Rosedale. Die Störung weitete sich zudem auf die Hibiscus Coast sowie den Stadtteil Papatoetoe aus.
Infolge der Infrastrukturprobleme registrierte die Plattform Downdetector bereits vor 9 Uhr morgens einen deutlichen Anstieg von Störungsmeldungen bei namhaften Providern wie Spark, One NZ, 2degrees und Slingshot. Chorus teilte mit, dass die vollständige Wiederherstellung der Dienste voraussichtlich bis zum Morgen des 12. August abgeschlossen sein wird. Bereits am Vortag, dem 10. August, waren ähnliche Ausfälle an der North Shore gemeldet worden, die ebenfalls über 240 Anschlüsse betrafen.
Infrastrukturschäden durch externe Einwirkungen in Nordamerika
Zeitgleich zu den Ereignissen in Neuseeland kam es am 11. August auch in anderen Regionen zu massiven Netzunterbrechungen, die häufig auf physische Beschädigungen der Glasfaserleitungen zurückzuführen waren. In British Columbia (Kanada) meldete der Anbieter CityWest den bereits dritten Internetausfall in diesem Jahr für den Norden der Provinz. Eine Glasfaserleitung in der Nähe von Clinton wurde in einem aktiven Waldbrandgebiet beschädigt.
CityWest erklärte hierzu, dass die anhaltende Waldbrandaktivität die Nutzung einer geplanten Backup-Route behindere. Das Unternehmen verwies zudem auf vorangegangene Vorfälle im Mai und am 2. August, bei denen Kabeldiebstähle Tausende Kunden von der Versorgung abgeschnitten hatten. Auch der Anbieter Rogers meldete am 11. August Ausfälle in British Columbia, die unter anderem Prince George, Quesnel und Williams Lake betrafen. Als Ursache wurde eine Beschädigung der Glasfaser durch einen Dritten identifiziert; eine entsprechende Untersuchung wurde am Mittag eingeleitet. Während Rogers-Kunden mit Störungen bei Internet, TV und Telefon konfrontiert waren, blieb das Netz von Telus in der Region stabil. Die Gesundheitsbehörde Northern Health hielt den Krankenhausbetrieb aufrecht und nutzte Starlink-Verbindungen als Ausfallsicherung.
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Vandalismus und Kernfehler belasten US-Netze
In den Vereinigten Staaten kam es am 11. August ebenfalls zu signifikanten Ausfällen. Sandhill Internet berichtete von einer vollständigen Dienstunterbrechung im Marlboro County (South Carolina), nachdem ein externes Unternehmen eine Glasfaserleitung durchtrennt hatte. Aufgrund des Ausmaßes der Schäden gestalteten sich die Reparaturarbeiten als langwierig.
In Alexandria (Louisiana) führte Vandalismus an Glasfaserkabeln zu einem Ausfall beim Anbieter Optimum. Das Unternehmen erstattete Anzeige bei der Polizei und betonte, dass die zerschnittenen Kabel keinen Materialwert für Diebe besäßen und somit lediglich die Kommunikation gestört wurde. Inzwischen konnten die Dienste dort wiederhergestellt werden.
Ein technisches Problem im Kernnetz verursachte zudem massive Störungen bei CenturyLink. Millionen Kunden in mehreren US-Bundesstaaten waren von Ausfällen bei Internet, Fernsehen und Telefonie betroffen. Das Unternehmen kündigte an, den Netzwerkkern aufzurüsten und zusätzliche Redundanzen zu schaffen, um die Stabilität künftig zu erhöhen.
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Geplante Wartungsarbeiten in Deutschland
Abseits der unvorhergesehenen Störungen kam es auch im europäischen Raum zu kurzzeitigen Verfügbarkeitseinschränkungen durch geplante Infrastrukturmaßnahmen. Die TU Dresden führte am Morgen des 12. August zwischen 07:00 und 09:00 Uhr Wartungsarbeiten am Datashare-Dienst durch. Ziel der Maßnahme war ein Upgrade auf Nextcloud 32 und Collabora 26.04. Während dieses Zeitfensters stand der Dienst für Nutzer nicht zur Verfügung.

