Microsoft hat mit dem Service Release 2607 für die IT-Verwaltungsplattform Intune eine zentrale Neuerung für Administratoren veröffentlicht: die native Unterstützung eines Registry Inventory. Diese Funktion ermöglicht es IT-Abteilungen unter Windows 11, Registrierungsschlüssel direkt zu überwachen, ohne wie bisher auf zusätzliche Skripte angewiesen zu sein.
Die Neuerung ist Bestandteil des Intune-Abonnements Plan 1 und zielt darauf ab, die Validierung von Konfigurationen sowie die allgemeine Fehlerbehebung und Compliance-Prüfungen zu vereinfachen. Innerhalb der IT-Community wird die Einführung bereits als maßgebliche Erleichterung für die täkliche Administrationsarbeit bewertet. Ergänzend zu den Inventarisierungs-Tools enthält das Juli-Update für Intune zudem erweiterte Unterstützung für Firmware-Updates von Samsung-Geräten.
Überarbeitung der Photos-App und Leistungssteigerung
Parallel zu den Verbesserungen im Administrationsbereich hat Microsoft eine umfassend überarbeitete Version der Photos-App im Insider-Programm veröffentlicht. Die Version 2026.11070.23001.0 wird derzeit als experimentelle Fassung getestet. Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Bereinigung der Benutzeroberfläche: Die Symbolleiste sowie das Kontextmenü wurden von Werbe-Verknüpfungen für Dienste wie Designer, Clipchamp und OneDrive befreit.
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Technisch basiert die neue Version auf einer WASDK-Multiprozess-Architektur, wodurch die Startzeit der Anwendung laut Berichten um das 2,1-Fache beschleunigt werden konnte. Während das HEIC-Format für die Bildbearbeitung erhalten bleibt, bietet die App nun zusätzlich Unterstützung für SVG-Dateien. Zu den weiteren optischen Anpassungen zählen ein gekürztes Rechtsklick-Menü sowie ein informationsreicheres Info-Panel für Bildmetadaten.
Neue Galerie-Anwendung und OneDrive-Integration
Neben der regulären Photos-App verteilt Microsoft derzeit eine weitere, WebView2-basierte Galerie-Anwendung im Rahmen von OneDrive-Updates an Windows-11-Nutzer. Diese „Photos (Preview)“ fungiert als Web-Wrapper für Cloud-basierte Fotos und greift auf Microsoft Graph zu. Die Anwendung wird pro Benutzerprofil installiert und unterteilt sich in Sektionen wie Galerie, Personen, Alben und Favoriten.
Die neue App umfasst Funktionen wie eine KI-gestützte Gesichtserkennung im Personen-Tab sowie eine Texterkennung (OCR). In Bezug auf den Datenschutz betonte Microsoft, dass die für die Gesichtserkennung genutzten Daten nicht für das Training von KI-Modellen verwendet werden. Nutzer haben zudem die Möglichkeit eines Opt-outs; in diesem Fall werden die entsprechenden Daten nach einer Frist von 30 Tagen gelöscht.
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Branchenbeobachter äußerten unterdessen Bedenken hinsichtlich einer möglichen Funktionsduplizierung und zusätzlichem System-Ballast („Bloat“), da sich die App parallel zur Standard-Galerie installiert. Eine separate Deinstallation über die herkömmliche Systemsteuerung ist nicht vorgesehen. Die Entfernung der App ist laut Experten nur durch eine vollständige Deinstallation von OneDrive oder mittels spezifischer PowerShell-Befehle möglich.
Weitere Anpassungen im Systemumfeld
Im Zuge der laufenden Systemaktualisierungen ergeben sich zudem Änderungen für Nutzer von Samsung-Geräten: Die Synchronisierung zwischen der Samsung-Galerie und OneDrive wird zum 30. September 2026 eingestellt.
Abgerundet werden die Neuerungen durch ein Update für den Datei-Explorer (KB5101684). Dieses sorgt dafür, dass Dateigrößen künftig flexibel in KB, MB oder GB angezeigt werden, statt wie bisher ausschließlich die Angabe in Kilobyte zu nutzen. Dies soll die Lesbarkeit und Handhabung bei großen Datenmengen verbessern.

