Trotz großer Begeisterung für künstliche Intelligenz setzt die Branche weiter auf Excel-Tabellen. Eine aktuelle Studie zeigt die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
KI gewünscht, aber nicht bezahlt
81 Prozent der Fachleute wollen KI in ihre Lager- und Inventarprozesse integrieren – doch nur 11 Prozent tun es tatsächlich. Das ist das zentrale Ergebnis des Reports „State of Inventory Management 2026“, für den im März 400 Branchenvertreter befragt wurden. Besonders gefragt sind KI-Anwendungen für die Bedarfsprognose und die automatisierte Nachbestellung. Die Realität sieht anders aus: 85 Prozent der Unternehmen nutzen weiterhin Tabellenkalkulationen als ihr wichtigstes Inventarwerkzeug, 74 Prozent sogar als einziges oder primäres System.
Der Hauptgrund: die Kosten. 62 Prozent der Befragten nennen den finanziellen Aufwand als größte Hürde für neue Technologien. Dabei wäre der Bedarf riesig: 49,5 Prozent sehen Verbesserungsbedarf bei der Inventargenauigkeit, 44 Prozent melden mindestens einmal im Monat einen Lieferengpass. Und 52 Prozent kämpfen mit unzuverlässigen Lieferanten.
Neue Excel-Tools als Brückentechnologie
Weil die Umstellung auf teure KI-Systeme ausbleibt, schießen seit Ende Juli 2026 neue Vorlagen und automatisierte Lösungen für Excel, Google Sheets und Smartsheet aus dem Boden. Sie wollen die lücke zwischen simpler Dateneingabe und professionellem Management schließen.
Während viele Unternehmen noch vor den Kosten großer Software-Umstellungen zurückschrecken, lassen sich Effizienzgewinne oft schon mit den vorhandenen Programmen erzielen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Formeln und Tabellen in Excel endlich kinderleicht meistern und im Büroalltag Zeit sparen. Excel-Starterpaket jetzt kostenlos herunterladen
Spezielle Vorlagen für die Rohstoffverwaltung in der Fertigung berechnen automatisch die aktuellen Lagerbestände und ermitteln, wie viele Einheiten noch produziert werden können. Verknüpfte Registerkarten tracken Teile, Herstellungskosten und liefern ein Dashboard zum Lagerstand. Bei der Ersatzteilverwaltung gibt es jetzt automatisierte Systeme mit Echtzeit-Überwachung und farbcodierten Alarmen für kritische Teile – das reduziert die manuelle Erfassung von Wareneingängen und Verbräuchen drastisch.
Auch das IT-Anlagenmanagement profitiert: Neue Vorlagen richten sich nach den CIS-Sicherheitsstandards und erfassen Hardware, Software, Seriennummern und Garantien über den gesamten Lebenszyklus.
Barcode und Automatisierung per Mausklick
Um die Genauigkeit zu verbessern, setzen die neuen Systeme auf Barcode-Integration. Seit dem 29. Juli 2026 können Anwender Artikel direkt per Scanner in Excel oder Google Sheets erfassen – von der Barcode-Erstellung bis zur Scanner-Einrichtung.
Viele Anwender nutzen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten ihrer Tabellenkalkulation und verschwenden so täglich wertvolle Arbeitszeit durch manuelle Prozesse. Deutschlands führender Computer-Fachverlag enthüllt in diesem Gratis-Report die wichtigsten Funktionen, die Ihnen Stunden an Arbeit pro Woche ersparen können. Diese Excel-Tricks sparen sofort Zeit
Die Automatisierung wird für Tabellen-Nutzer zunehmend zugänglich:
- VBA und Makros: Neue Makros erledigen automatische Datenbereinigung, das Zusammenführen mehrerer Tabellenblätter und den Versand von E-Mail-Berichten.
- Power Query und Benutzerformulare: Branchen-Guides zeigen, wie sich Verkaufs- und Einkaufstransaktionen mit minimalem manuellem Aufwand abwickeln lassen.
- KPI-Dashboards: Professionelle Übersichten tracken Lagerwert, Umschlagshäufigkeit und Altersstruktur der Bestände. KPI-Karten und Donut-Diagramme ermöglichen eine proaktive Steuerung.
Mit diesen erweiterten Funktionen versuchen Unternehmen, die Genauigkeit und Nachbestellungszyklen zu verbessern – ohne die Millioneninvestitionen, die vollwertige KI-Plattformen erfordern würden. Ein deutscher Mittelständler, der auf SAP setzt, steht vor ähnlichen Herausforderungen: Die teure Unternehmenssoftware kann oft nicht das, was eine clevere Excel-Lösung für einen Bruchteil der Kosten leistet.

