iOS 18.7.10: Apple schließt 120 Sicherheitslücken für ältere iPhones

Apple schließt mit iOS 18.7.10 rund 120 Sicherheitslücken älterer Geräte, darunter zahlreiche Fehler in WebKit und dem Kernel.

Apple hat für ältere Hardware-Generationen eine spezialisierte Aktualisierung seines Betriebssystems bereitgestellt. Mit der Veröffentlichung von iOS 18.7.10 und iPadOS 18.7.10 am 17. August 2026 adressiert das Unternehmen gezielt Sicherheitsaspekte für Geräte, die nicht mehr mit der aktuellsten Softwaregeneration betrieben werden. Das Update steht für das iPhone XS, das iPhone XS Max, das iPhone XR sowie für das iPad der siebten Generation zur Verfügung.

Fokus auf WebKit- und Kernel-Schwachstellen

Die Aktualisierung umfasst laut der begleitenden Dokumentation vom 17. August 2026 rund 120 CVE-Einträge, die Schwachstellen in über 30 Systemkomponenten beheben. Ein besonderer Schwerpunkt der Fehlerbehebungen liegt auf der Browser-Engine WebKit, für die mehr als 40 Korrekturen gelistet werden. Zudem wurden über 20 Sicherheitslücken im Kernel-Bereich geschlossen.

In den veröffentlichten Sicherheitsberichten finden sich keine Hinweise darauf, dass die behobenen Lücken bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt wurden. Zum Vergleich wies die Version iOS 26.6.1 in der Vergangenheit 29 CVE-Einträge auf, darunter eine Schwachstelle bei der IPSec-Authentifizierung im Telefonie-Bereich.

Strategische Trennung der Betriebssystem-Zweige

Apple verfolgt mit der Bereitstellung von iOS 18.7.10 eine duale Wartungsstrategie. Während der aktuelle Entwicklungszweig (Branch) bei der Version iOS 26.6.2 liegt, wird für ältere Modelle ein sogenannter Security-Only-Branch gepflegt. Dieser enthält ausschließlich sicherheitsrelevante Patches und verzichtet auf die Einführung neuer Funktionen. Ein verbindlicher Zeitplan für künftige Aktualisierungen dieses Zweigs wurde nicht kommuniziert.

Der aktuelle Sicherheitsindex des Unternehmens unterscheidet zwischen drei Support-Zuständen: Geräten auf dem neuesten Softwarestand, Geräten, die lediglich Sicherheitspatches erhalten, sowie Modellen ohne weiteren Support.

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Als ältestes Gerät im aktuellen iOS-26-Zweig gilt das iPhone 11. Für das iPad der siebten Generation ist hingegen iOS 18.7.10 die maßgebliche Legacy-Version, während neuere Modelle ab dem iPad der neunten Generation bereits für kommende Software-Generationen vorgesehen sind.

Beteiligung von KI-Forschungsteams an der Fehlersuche

Ein bemerkenswerter Aspekt der aktuellen Fehlerbehebungen ist die Herkunft der Fehlermeldungen. In den Dokumentationen zu den WebKit-Korrekturen werden vermehrt Sicherheitsforscher aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz angeführt. So entfallen mindestens 13 CVE-Meldungen auf Amy Burnett vom OpenAI Codex Security Team.

Zudem werden Teams von Anthropic, Claude sowie GLM (Z.AI) und das NVIDIA AI Red Team als Quellen für die Identifizierung von Schwachstellen genannt. Apple selbst gab zu dieser Zusammenarbeit keine ergänzende Stellungnahme ab. Am selben Tag der Veröffentlichung von iOS 18.7.10 erschien zudem macOS Tahoe 26.6.2, während bereits Anfang August Safari-Fixes für ältere macOS-Versionen wie Sequoia und Sonoma bereitgestellt worden waren.

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Einordnung in den Hardware-Lebenszyklus

Die Veröffentlichung unterstreicht Apples Bemühungen um eine langfristige Absicherung der Hardware. Das iPhone XR sowie das iPhone XS und XS Max erhielten seit ihrer Markteinführung im Jahr 2018 über einen Zeitraum von sieben Jahren Unterstützung durch neue iOS-Versionen. Seit dem 31. August 2026 führt Apple das iPhone XS und XS Max offiziell auf seiner „Vintage“-Liste.

Diese Liste umfasst zudem das iPad Air 3 sowie verschiedene iPad-Pro-Modelle. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen auch für noch ältere Betriebssysteme wie iOS 15.8.4 oder iOS 13.7 vereinzelt Patches für kritische Lücken oder neue Standards wie TLS 1.3 nachgereicht.

Für Nutzer älterer iPads empfiehlt die Fachwelt grundsätzlich die Installation über die Systemeinstellungen, sofern ein aktuelles Backup und eine ausreichende Stromversorgung gewährleistet sind.