iOS 26.4.2: Apple stopft FBI-Exploit für gelöschte Nachrichten

Apple veröffentlicht mehrere iOS-26-Updates mit verbesserten Ortungsdiensten und einem kritischen Sicherheitspatch gegen FBI-Exploit.

Die Versionen 26.3, 26.4 und 26.4.2 bringen verbesserte Ortungsdienste, neue Funktionen – und vor allem einen wichtigen Sicherheitspatch.

Neue Ortungs-Features: Weniger Präzision für mehr Privatsphäre

Mit iOS 26.3, das heute auf den Markt kam, führt Apple eine Funktion namens „Limit Precise Location“ ein. Sie erlaubt Nutzern, die Standortweitergabe auf Stadtteilebene zu beschränken – statt genaue Koordinaten preiszugeben. Das ist ein deutlicher Gewinn für die Privatsphäre.

Allerdings: Die Funktion funktioniert nur mit Geräten, die über die neuen C1- oder C1X-Modems verfügen. Dazu gehören das iPhone Air, das iPhone 16e und die Mobilfunk-Versionen des iPad Pro M5. Erste Mobilfunkanbieter in den USA, Großbritannien, Deutschland und Thailand haben die Unterstützung bereits aktiviert.

Kritische Sicherheitslücke: FBI las gelöschte Nachrichten mit

Parallel dazu stopft Apple mit iOS 26.4.2 eine Sicherheitslücke, die für Aufsehen gesorgt hatte. Die als CVE-2026-28950 bekannte Schwachstelle steckte in den Benachrichtigungsdiensten des Systems. Spezielle Tools von Strafverfolgungsbehörden konnten damit Fragmente gelöschter Push-Benachrichtigungen wiederherstellen.

Besonders brisant: Das FBI soll diesen Exploit genutzt haben, um gelöschte Signal-Nachrichten in einem Bundesverfahren in Texas auszulesen. Das Update löscht diese Überreste nun rückwirkend aus dem lokalen Speicher. Betroffen waren vor allem ältere Geräte, doch selbst das aktuelle iPhone 17 Pro Max erhielt den Patch.

Die Führung von Signal reagierte prompt: Sie empfahl Nutzern, die Anzeige von Nachrichteninhalten in Benachrichtigungen komplett zu deaktivieren.

iOS 26.4: Zehn neue Features im Paket

Anzeige

Der FBI-Exploit für gelöschte Signal-Nachrichten zeigt: Selbst iOS-Nutzer sind nicht automatisch geschützt. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung optimieren Sie alle Datenschutzeinstellungen auf Ihrem iPhone – inklusive Deaktivierung von Nachrichteninhalten in Benachrichtigungen. Jetzt kostenlosen Datenschutz-Guide anfordern

Bereits Anfang der Woche, am 9. Juli, hatte Apple iOS 26.4 ausgerollt. Die Liste der Neuerungen ist lang:

  • Apple Music: Vollbild-Kunstwerke und ein neuer Tab „Bevorstehende Konzerte“
  • Apple Podcasts: Unterstützung für HLS-Video
  • Sicherheit: „Gestohlener Geräteschutz“ ist nun standardmäßig aktiviert
  • Gesundheit: Die Blutsauerstoff-Messung kehrt in die „Vitals“-Sektion zurück, dazu kommt eine Schlaf-Highlight-Funktion
  • Emojis: Acht neue Symbole, darunter ein verzerrtes Gesicht, eine Balletttänzerin und ein Schwertwal

Neue AirTags: Lauter und sicherer

Am Wochenende brachte Apple zudem iOS 26.2.1 für die zweite Generation der AirTags heraus. Die neuen Tracker verfügen über einen Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation, einen 50 Prozent lauteren Signalton und kindersichere Batteriefächer.

Der Haken an der Sache

Trotz des Fokus auf Privatsphäre: iOS 26 enthält eine Standardeinstellung namens „Apple bei der Suche helfen“. Sie gibt Suchanfragen, App-Nutzung und Standortdaten an Apple weiter – und das nicht im Privatsphäre-Menü, sondern versteckt unter den Sucheinstellungen. Wer das nicht will, muss manuell widersprechen.

Anzeige

Wussten Sie, dass Apple unter den Sucheinstellungen standardmäßig Ihre Daten weitergibt? Der „Apple bei der Suche helfen“-Schalter ist leicht zu übersehen. Unser Guide zeigt Ihnen, wie Sie diese und weitere versteckte Einstellungen finden und abschalten. Datenschutz-Guide jetzt sichern

Ausblick: iOS 27 in den Startlöchern

Bereits am 11. Juli wurde die erste Entwickler-Beta von iOS 27 gesichtet. Auffällig: Sie verzichtet auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten – eine Funktion, die in der aktuellen iOS-26.5-Version noch standardmäßig aktiv ist. Die ersten öffentlichen Betas für iOS 27 und macOS 27 sollen Mitte Juli erscheinen. Erwartet werden KI-Funktionen auf Siri-Basis für das iPhone 15 Pro und neuere Modelle sowie verbesserte Kindersicherheitsfunktionen, die bereits im Juni angekündigt wurden.