4.2 kämpfen tausende Nutzer mit massiven Webseiten-Problemen. Die Sicherheitslücke ist geschlossen – doch der Browser streikt.
Seit der Veröffentlichung von iOS 26.4.2 am 22. April 2026 häufen sich die Beschwerden: Webseiten lassen sich nicht laden, lokale Netzwerkdienste bleiben unerreichbar. Was als dringender Sicherheitspatch begann, entpuppt sich als Stabilitätsdesaster für den Safari-Browser.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät, was die meisten Nutzer nicht wissen und wie Sie Ihr Gerät nach einem Update optimal absichern. Welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten
Wenn der Browser einfach stehen bleibt
Besonders betroffen sind Nutzer, die auf lokale Netzwerkdienste zugreifen. Wer etwa sein NAS (Netzwerkspeicher) oder einen Medienserver wie Plex über Safari öffnen will, erlebt eine böse Überraschung: Der Ladebalken erscheint kurz, dann passiert nichts mehr. Keine Fehlermeldung, kein Hinweis – nur eine leere Seite.
Die Ursache liegt in den verschärften Sicherheitsregeln für HTTPS-Zertifikate. Selbstsignierte Zertifikate, die in Heimnetzwerken üblich sind, werden von iOS 26.4.2 offenbar nicht mehr akzeptiert. Während alternative Browser wie Brave, Chrome oder Edge auf demselben Gerät weiter funktionieren, blockiert Safari konsequent.
Auch das neue „Liquid Glass“-Design macht Probleme: Rezeptseiten und ältere Blog-Plattformen haben mit Darstellungsfehlern zu kämpfen. Der Dark Mode und die überarbeitete CSS-Verarbeitung scheinen sich gegenseitig zu stören.
Sicherheit um jeden Preis?
Das Update war als Notfallmaßnahme gedacht. Die Sicherheitslücke CVE-2026-28950 galt als kritisch: Push-Benachrichtigungen, die eigentlich gelöscht werden sollten, blieben dauerhaft auf dem Gerät. Berichten zufolge konnte das FBI auf diesem Weg Nachrichten aus verschlüsselten Apps wie Signal wiederherstellen – selbst nachdem die App gelöscht worden war.
Apple schloss diese Lücke durch verbesserte Datenbereinigung in der Benachrichtigungsdatenbank. Gleichzeitig flossen jedoch Änderungen an WebKit ein – der Engine, die nicht nur Safari, sondern alle Browser auf dem iPhone antreibt. Bereits im März hatte Apple eine Schwachstelle (CVE-2026-20643) behoben, die es bösartigen Webseiten erlaubte, Daten aus anderen Browser-Tabs auszulesen.
Die kumulierten Änderungen haben nun offenbar das Zertifikatsmanagement und die Navigation zwischen Seiten beeinträchtigt. Sicherheitsexperten sprechen von einem klassischen Zielkonflikt: Wer die Angriffsfläche minimiert, riskiert Kompatibilitätsprobleme.
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iOS 26: Eine Problemgeschichte
Die aktuellen Schwierigkeiten reihen sich ein in eine Serie von Problemen mit iOS 26. Das im September 2025 veröffentlichte Betriebssystem galt als größtes visuelles Update seit 2013. Die „Liquid Glass“-Oberfläche mit durchscheinenden Elementen und der umgestalteten Safari-Navigationsleiste stieß jedoch auf gemischte Resonanz.
Besonders auf älteren Geräten wie dem iPhone 11 und iPhone 12 kommt es immer wieder zu Rucklern und hakeliger Bedienung. Marktforscher sehen darin eine bewusste Strategie: Apple verschärft die Sicherheitsanforderungen, um die wachsende Bedrohung durch „Drive-by“-Angriffe einzudämmen – Web-Attacken, die im Hintergrund Daten stehlen, ohne dass der Nutzer etwas bemerkt.
Was jetzt hilft
Für betroffene Nutzer empfehlen Experten, zunächst nach Updates für Drittanbieter-Browser im App Store zu suchen. Viele Entwickler haben bereits Anpassungen für die neue WebKit-Version veröffentlicht.
Wer nicht warten will, kann auf ältere Geräte ausweichen: Apple hat mit iOS 18.7.8 einen Sicherheitspatch für iPhones bereitgestellt, die iOS 26 nicht unterstützen. Diese Version scheint von den aktuellen Lade-Problemen verschont zu bleiben.
Ausblick auf iOS 26.5
Die Rettung könnte aus der Beta kommen: Apple testet derzeit iOS 26.5, das voraussichtlich Ende Mai 2026 erscheinen soll. Neben neuen Funktionen wie „Vorgeschlagene Orte“ in Apple Maps und Verbesserungen am RCS-Nachrichtenstandard verspricht das Update eine robustere Lösung für die Rendering-Engine.
Ob dies die Probleme mit lokalen Netzwerkdiensten und Zertifikaten endgültig behebt, bleibt abzuwarten. Bis dahin heißt es für viele Nutzer: Browser wechseln oder geduldig warten.

