iOS 26.4: Apples Nachrichten-App erhält Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Android-Chats

Das kommende iOS-Update führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS ein und erweitert die Nachrichten-App um KI-Funktionen wie kontextbezogene Siri-Aktionen.

Apples nächster iOS-Update-Schub macht die Nachrichten-App sicherer und intelligenter. Die Beta-Version von iOS 26.4 soll noch im Februar erscheinen und bringt lang erwartete Verbesserungen für die Kommunikation zwischen iPhone- und Android-Nutzern sowie tiefere KI-Integration.

Ende der „grünen Blasen“-Lücke: Volle Verschlüsselung für RCS

Der wichtigste Fortschritt ist die Einführung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Konversationen. Bislang fehlte dieser Sicherheitsstandard für Chats über die Betriebssystem-Grenze hinweg. Mit iOS 26.4 implementiert Apple den „Universal Profile 2.7“-Standard, der diese Lücke schließt. Damit reagiert der Konzern auch auf regulatorischen Druck aus der Europäischen Union, der gleiche Privatsphären-Standards für alle Nutzer fordert.

Doch es geht nicht nur um Sicherheit. Die Update soll auch für mehr Funktionsparität sorgen. Künftig sollen in gemischten Gruppenchats ordentliche Inline-Antworten und hochwertige Reaktionen möglich sein, ohne störende Textbeschreibungen. Sogar das nachträgliche Bearbeiten und Widerrufen von Nachrichten – ein iMessage-Standard – wird für RCS getestet. Die finale Einführung hängt jedoch von der Unterstützung der Mobilfunknetze ab.

Siri wird kontextbewusst: KI greift direkt in Chats ein

Parallel wird die Nachrichten-App zum Herzstück von Apple Intelligence. Eine neue „Persönlicher Kontext“-Funktion erlaubt es Siri, gesamte Chat-Verläufe nach spezifischen Informationen zu durchsuchen – etwa Flugnummern oder Restaurant-Empfehlungen. Die KI agiert dabei komplett auf dem Gerät, was die Privatsphäre schützt.

Noch smarter ist die geplante „Bildschirm-Wahrnehmung“. Ist ein Restaurant-Vorschlag in einem Chat sichtbar, kann der Nutzer Siri einfach bitten: „Mach dort eine Reservierung für vier Personen.“ Die KI erkennt den Kontext und öffnet automatisch die entsprechende Buchungs-App. Diese Features benötigen die Rechenpower der A19- und A20-Chips in aktuellen iPhones.

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Verfeinerte Optik und neue Ausdrucksmittel

Visuell verfeinert das Update das „Liquid Glass“-Design. Ein dynamisches Hintergrundsystem passt die Chat-Farben subtil an Tageszeit und den aktiven Fokus-Modus an. Das soll die Lesbarkeit verbessern und visuelle Hinweise auf den Kontext geben – im Arbeitsmodus wirken die Nachrichten-Blassen dezent-professionell.

Für mehr Ausdruck sorgt ein neuer Satz an Emojis, darunter eine Schatztruhe und ein Apfelgehäuse. Die „Genmoji“-Funktion, die per KI individuelle Sticker erzeugt, soll zudem schneller und in höherer Auflösung arbeiten.

Strategisches Timing für das Ökosystem

Das Update fällt nicht zufällig mit den Gerüchten um ein neues iPhone 17e zusammen, das Mitte Februar vorgestellt werden könnte. Das wahrscheinlich mit iOS 26.3 ausgelieferte Einsteigermodell wäre perfekt auf die neuen Features in 26.4 vorbereitet. Für Apple ist das ein geschickter Schachzug: Die verbesserte RCS-Unterstützung macht den Wechsel von Android attraktiver und stärkt die Bindung an das eigene Ökosystem.

Die Entwickler-Beta von iOS 26.4 soll in der Woche ab dem 23. Februar erscheinen, die öffentliche Beta folgt voraussichtlich im März. Der finale Rollout für alle Nutzer ist für Ende März oder Anfang April geplant. Die neuen „Persönlicher Kontext“-Features gelten als Grundstein für iOS 27, das auf der WWDC im Juni vorgestellt werden dürfte. Dann sollen sie auch auf Mail, Notizen und Kalender ausgeweitet werden.