Mit iOS 26.5 hat Apple ein umfassendes Sicherheitsupdate ausgerollt – ein kleineres Folge-Update steht kurz bevor.
Der kalifornische Konzern hat Anfang Mai mit iOS 26.5 ein Update veröffentlicht, das insgesamt 52 Sicherheitslücken schließt. Besonders kritisch: der Fehler CVE-2026-28950, der mehrere Kernkomponenten des Systems betraf. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf die zunehmende Bedrohungslage – allein im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der Banking-Trojaner um 196 Prozent.
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Zweites Update in der Pipeline
Bereits am 22. Mai deuten Server-Logs auf interne Tests für iOS 26.5.1 hin. Das kleinere Wartungsupdate soll verbliebene Fehler beheben und die Sicherheit weiter erhöhen. Neue Funktionen sind nicht zu erwarten – die Veröffentlichung könnte bereits Ende nächster Woche erfolgen. Ziel ist es, die Systemstabilität vor dem Wechsel zum nächsten großen Softwarezyklus zu gewährleisten.
Apple hat im vergangenen Jahr rund zwei Milliarden Euro an betrügerischen Zahlungen verhindert – kumuliert über sechs Jahre sind es sogar über zehn Milliarden Euro. Zudem wurden 2024 rund zwei Millionen Apps aus dem Ökosystem ausgeschlossen, um Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu wahren.
Mehr Kontrolle für Datenschutzbewusste
Die aktuelle Softwareversion bringt feinere Einstellungen für den Umgang mit Web-Links und Tracking-Mechanismen. Nutzer können nun festlegen, ob Safari Links im Hintergrund öffnet – das reduziert Unterbrechungen im Arbeitsfluss. Eine neue Datenschutzfunktion lehnt Tracking-Anfragen von Drittanbieter-Apps automatisch ab.
Für EU-Nutzer hat sich die Konfigurationslandschaft durch regulatorische Vorgaben grundlegend geändert. Das Update vereinfacht die Kopplung von Bluetooth-Zubehör und ermöglicht die Weiterleitung von Systembenachrichtigungen an Nicht-Apple-Smartwatches. Auch der NFC-Chip steht nun Drittanbietern offen – das erweitert die Möglichkeiten für Zahlungen und Identifikationslösungen.
Privatsphäre-orientierte Anwender profitieren von verbesserten App-Management-Tools: Bestimmte Anwendungen lassen sich hinter Face ID verstecken, und ein neues Tool entfernt Metadaten wie Standort- und Geräteinformationen aus Fotos vor dem Teilen.
Versteckte Diagnosefunktionen
Neben den offensichtlichen Einstellungen unterstützt iOS weiterhin Diagnose-Schnittstellen via USSD-Codes. Der „Field Test Mode“ zeigt etwa die exakte Signalstärke (RSRP) an – erreichbar über die Eingabe 3001#12345#. Weitere Codes geben die IMEI-Nummer preis oder konfigurieren Anklopfen und Rufnummernunterdrückung.
Forscher des MIT Media Lab haben zudem gezeigt, dass die LiDAR-Sensoren moderner High-End-Smartphones für Nicht-Sichtlinien-Bildgebung genutzt werden können. Mit öffentlich zugänglichem Code lassen sich Objekte außerhalb des direkten Sichtfelds verfolgen – ein möglicher Durchbruch für Navigation und Sicherheitsanwendungen.
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Bedrohungslage treibt Regulierung
Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen sind eine Reaktion auf die zunehmende Bedrohung. Branchenprognosen zufolge könnten Smartphone-Angriffe 2026 Schäden in Höhe von 442 Milliarden Euro verursachen. In Deutschland hat der Gesetzgeber mit dem Digital Identity Act reagiert, der den Start der EUDI-Wallet bis 2027 ermöglichen soll.
Während Europa auf Interoperabilität und offene Schnittstellen setzt, gehen andere Regionen restriktiver vor. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde etwa die Nutzung bestimmter Messaging-Dienste für Bankgeschäfte verboten. In Nordamerika wiederum sind rechtliche Auseinandersetzungen um Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in populären Messaging-Apps anhängig.
Apple hat auf den Druck mit der Integration robusterer Nachrichtenstandards reagiert. iOS 26.5 enthält eine Beta-Version der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten – das schließt Sicherheitslücken bei der Kommunikation mit Android-17-Geräten.
Ausblick: KI-gesteuerte Systeme
Während der Wartungszyklus für die aktuelle Version ausläuft, richtet sich der Blick auf die Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026. Dort soll iOS 27 offiziell vorgestellt werden – Berichten zufolge mit einem radikalen Wechsel von traditionellen Menüs hin zu KI-gesteuerter, sprachbasierter Bedienung.
Erwartet werden „Accessibility Reader“-Funktionen zur Zusammenfassung komplexer Informationen sowie eine „Voice Control“ auf Basis natürlicher Sprachverarbeitung. Die neue Generation soll Grammatikprüfungen, Shortcut-Erstellung und sogar die Generierung von Hintergrundbildern per KI ermöglichen.
Bis dahin müssen Nutzer noch mit klassischen Menüs arbeiten – etwa für die Verwaltung von Safari-Hintergrundlinks oder die Überprüfung von Mikrofon- und Kameraindikatoren (orange und grüne Punkte auf dem Display). Die sorgfältige Installation von Wartungsupdates wie iOS 26.5.1 bleibt vorerst der beste Schutz in einer zunehmend riskanten digitalen Umgebung.

