iOS 26.5.1: Apple stopft 52 Sicherheitslücken im Mai

Apple kündigt kurzfristiges iOS-Update 26.5.1 an, um weit verbreitete Stabilitätsmängel zu beheben. Besonders betroffen ist das iPhone 17 Air.

Grund sind massive Stabilitätsprobleme, die nach der Installation der aktuellen Version 26.5 aufgetreten sind. Die korrigierte Version 26.5.1 soll noch im Mai erscheinen.

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Kalender-App und Netzprobleme: Das läuft schief

Rund 77 Prozent der Nutzer berichten von Fehlfunktionen in der Kalender-App. Synchronisationsfehler und Abstürze bei der Terminverwaltung sind die häufigsten Beschwerden. Besonders betroffen ist das iPhone 17 Air: Hier verliert das Gerät offenbar regelmäßig den Kontakt zum Mobilfunknetz. Der „Kein Netz“-Fehler schränkt die Kernfunktionen massiv ein.

Das Problem: Apple hatte mit iOS 26.5 zwar 52 Sicherheitslücken geschlossen und das PQ3-Protokoll für Post-Quanten-Kryptografie eingeführt. Doch die funktionalen Mängel überschatten den Sicherheitsgewinn. Experten fordern ein schnelles Patch.

Sicherheit versus Stabilität – ein schwieriger Balanceakt

Die Notwendigkeit solcher Updates wird durch aktuelle Zahlen untermauert. Für 2026 prognostizieren Analysten einen wirtschaftlichen Gesamtschaden durch mobile Cyberkriminalität von rund 442 Milliarden Euro. Rund 86 Prozent aller Phishing-Kampagnen laufen inzwischen KI-gesteuert – täglich verschicken Kriminelle etwa 3,4 Milliarden betrügerische Nachrichten.

Allein im ersten Quartal 2026 stiegen die Fallzahlen von Banking-Trojanern um 196 Prozent auf 1,24 Millionen. Die Malware „Mamont“ ist dabei für mehr als 70 Prozent der Angriffe auf Android-Systeme verantwortlich.

Branche reagiert: Microsoft stellt SMS-2FA ein

Microsoft hat in den vergangenen Tagen die SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung eingestellt. Der Grund: SMS-Verfahren gelten als Hauptquelle für Betrug und lassen sich leicht abfangen. Stattdessen setzt Microsoft auf biometrische Passkeys – über fünf Milliarden davon sind bereits aktiv.

Die SMS-Nutzung in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert. Messenger wie WhatsApp werden dagegen täglich von rund 60 Millionen Menschen im Bundesgebiet genutzt.

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Politische Weichenstellung: Digital-Identitäts-Gesetz beschlossen

Der Bundestag verabschiedete in der vergangenen Woche das Digital-Identitäts-Gesetz. Es bildet die Grundlage für die EUDI-Wallet, die ab dem 2. Januar 2027 starten soll. Bürger erhalten damit eine sichere digitale Identität für Behördengänge und private Dienstleistungen.

Gleichzeitig erhöhen staatliche Stellen den Druck auf Plattformbetreiber. In Texas wurde eine Klage gegen Meta eingereicht. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe Nutzer über die Sicherheit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp getäuscht. Mitarbeiter könnten theoretisch private Nachrichten einsehen – Meta weist das zurück.

Ausblick: iOS 27 kommt Anfang Juni

Parallel zum Notfall-Update arbeitet Apple bereits an iOS 27. Die nächste große Iteration soll Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt werden. Schwerpunkt: lokaler KI-Datenschutz.

Für Verbraucher bleibt die Lage angespannt. Neue Betrugsmethoden wie „Quishing“ – Betrug via QR-Code – stiegen um 150 Prozent auf 18 Millionen Fälle. Die technologische Souveränität wird künftig davon abhängen, wie schnell Hersteller auf Fehlentwicklungen reagieren, ohne neue Einfallstore für Angreifer zu öffnen.