Apple hat iOS 26.5 veröffentlicht – das letzte große Update vor der Entwicklerkonferenz. Die Version bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten, öffnet das iPhone in der EU für Drittanbieter-Zubehör und schließt über 50 Sicherheitslücken. Verfügbar ist das Update ab dem iPhone 11, ältere Geräte erhalten eigene Sicherheitspatches.
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Verschlüsselte Kommunikation zwischen iPhone und Android
Das Herzstück von iOS 26.5 ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten. Die Funktion befindet sich noch in der Beta-Phase und sichert Gespräche zwischen iPhone- und Android-Nutzern ab – vorausgesetzt, der Mobilfunkanbieter unterstützt den Standard. Ein neues Schlosssymbol in der Nachrichtenanzeige zeigt den Sicherheitsstatus an.
Die Verfübarkeit hängt stark vom Netzbetreiber ab. In Deutschland können Kunden der Deutschen Telekom die verschlüsselten RCS-Funktionen bereits nutzen, während Vodafone-Kunden vorerst leer ausgehen. Ähnlich sieht es international aus: In Indien haben Airtel, Reliance Jio und Vi Unterstützung zugesagt, in der Schweiz ist die Funktion dagegen noch nicht verfügbar.
Zusätzlich hat Apple den Wechsel zwischen den Betriebssystemen vereinfacht. Nutzer können beim Umstieg von iPhone auf Android nun gezielt Nachrichtenanhänge auswählen – wahlweise aus den letzten 30 Tagen, dem vergangenen Jahr oder dem gesamten Verlauf.
EU-Öffnung: Drittanbieter-Zubehör und neue Freiheiten
Getrieben durch die EU-Regularien führt iOS 26.5 exklusiv für den europäischen Markt mehrere Neuerungen ein. Erstmals erlaubt Apple die vereinfachte Kopplung und tiefere Integration von Drittanbieter-Wearables. Dazu gehört „Proximity Pairing“ für Nicht-Apple-Kopfhörer sowie die Möglichkeit für fremde Smartwatches, iPhone-Benachrichtigungen und „Live Activities“ anzuzeigen.
Bisher waren diese Funktionen der Apple Watch vorbehalten. Voraussetzung für die Nutzung ist ein EU-basierter Account. Auch die Verbindung von Magic-Zubehör wie Tastaturen, Mäusen und Trackpads per USB-C wurde vereinfacht.
Der Update-Code deutet zudem auf weitere Öffnungen hin: In Brasilien zeichnen sich Vorbereitungen für alternative App-Stores ab, ähnlich den Änderungen, die Apple in Europa bereits umgesetzt hat. Weltweit führt der App Store zudem ein neues Abrechnungsmodell ein: Nutzer können 12-Monats-Abonnements nun monatlich bezahlen – ausgenommen sind die USA und Singapur.
Sicherheit: 52 Schwachstellen geschlossen
Apple hat mit iOS 26.5 insgesamt 52 Sicherheitslücken geschlossen. Die Bandbreite reicht von IP-Tracking über unautorisierte Screenshot-Funktionen bis hin zu Wi-Fi-basierten Denial-of-Service-Angriffen. Zwar gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung, Sicherheitsexperten raten dennoch zur sofortigen Installation.
Die Schwere der Schwachstellen zeigt sich auch in ungewöhnlichen Legacy-Updates: Apple veröffentlichte parallel iOS 18.7.9, iOS 16.7.16 und iOS 15.8.8 – selbst das iPhone 6s von 2015 erhält noch kritische Patches.
Für optimale Sicherheit empfehlen Technikexperten, in den Systemeinstellungen die „Background Security Improvements“ zu aktivieren. So können künftige Patches ohne vollständigen Neustart eingespielt werden. Datenschutzbewusste Nutzer sollten zudem die „iPhone Analytics“-Einstellungen überprüfen. Wer Speicherplatz sparen möchte, kann Apple-Intelligence-Funktionen deaktivieren – das soll bis zu 12 Gigabyte freigeben.
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App-Ökosystem im Wandel
Parallel zum Update verändert sich die Vermarktung digitaler Dienste. Apple Maps führt in den USA und Kanada „Suggested Places“ ein – eine Funktion, die als Grundlage für standortbasierte Werbung dient. Noch im Sommer soll das System um Werbeinhalte erweitert werden.
Auch Meta reagiert: Am 12. Mai startete WhatsApp Plus, ein kostenpflichtiges Abo für rund 2,49 Euro monatlich in Europa. Es bietet 18 Akzentfarben, 14 benutzerdefinierte App-Symbole und die Möglichkeit, bis zu 20 Chats zu pinnen. Die Kernfunktionen bleiben kostenlos.
Einen Tag später führte Meta „Incognito Chat“ für KI-Interaktionen ein. Temporäre, private Unterhaltungen mit Meta AI werden nicht gespeichert und verschwinden nach Schließen des Chat-Fensters. Der Schritt dient der EU-Compliance: Am 12. Mai bot Meta zudem rivalisierenden KI-Chatbots für einen Monat kostenlosen WhatsApp-Zugang an, um Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission auszuräumen.
Ausblick: iOS 27 im Herbst
Mit iOS 26.5 hat Apple die Bühne für den nächsten Software-Zyklus bereitet. Während dieses Update Sicherheit und Interoperabilität in den Fokus stellt, erwarten Analysten die großen KI-Neuerungen für iOS 27 im Herbst 2026. Die Integration intelligenterer Siri-Funktionen und möglicherweise tiefere KI-Kooperationen mit Drittanbietern bleiben Schwerpunkte für die bevorstehende Entwicklerkonferenz WWDC.
Für die Nutzer steht derweil der Umstieg auf sicherere Kommunikationsstandards im Vordergrund. Sobald die RCS-Verschlüsselung die Beta-Phase verlässt und mehr Netzbetreiber das Protokoll unterstützen, dürfte der historische Sicherheitsunterschied zwischen grünen und blauen Sprechblasen endgültig der Vergangenheit angehören.

