iOS 26.5: Apple bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS zurück

Apple integriert in der dritten Beta von iOS 26.5 die RCS-Verschlüsselung und erweitert Maps um Werbung sowie den App Store um neue Abomodelle.

5 veröffentlicht – und damit eine lang vermisste Sicherheitsfunktion für die Kommunikation zwischen iPhone und Android wiederbelebt. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten soll endlich für Sicherheitsparität zwischen den Plattformen sorgen.

Verschlüsselung für alle: Was die neue Beta bringt

Seit dem 21. April 2026 können Tester die aktualisierte Software ausprobieren. Der Fokus liegt klar auf der Sicherheit: In den Einstellungen findet sich nun ein Schalter für „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (Beta)“. Ist er aktiviert, sind Nachrichteninhalte nur für die Teilnehmer einer Unterhaltung lesbar – egal ob Einzel- oder Gruppenchat zwischen iPhone und Android.

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Ein kleines Schloss-Symbol im Nachrichtenverlauf zeigt an, wenn die Unterhaltung geschützt ist. Möglich macht das der Messaging Layer Security (MLS)-Protokoll, ein IETF-Standard, den die GSMA in das RCS Universal Profile 3.0 integriert hat.

Der steinige Weg zur sicheren Kommunikation

Bereits im Februar 2026 testete Apple erste Verschlüsselungsansätze in der iOS 26.4 Beta. Damals entfernte der Konzern die Funktion jedoch vor der öffentlichen Version wieder. Der Grund: Die Abstimmung mit globalen Mobilfunkanbietern und die Verfeinerung des Protokolls benötigten mehr Zeit.

Die Herausforderung bleibt das weltweite Mobilfunk-Ökosystem. Apples eigene Release-Notes warnen: Die Verschlüsselung funktioniert derzeit nur mit bestimmten Geräten und Netzbetreibern. Während große US- und europäische Anbieter die Umstellung anführen, könnten kleinere regionale Provider länger brauchen.

Mehr als nur Sicherheit: Neue Funktionen im Überblick

Universal Profile 3.0 bringt noch weitere Verbesserungen für plattformübergreifende Chats:

  • Nachrichten bearbeiten und zurücknehmen
  • Umfangreiche Tapback-Reaktionen
  • Hochauflösende Medien und Schreibanzeigen
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Diese Funktionen schließen die Lücke zwischen dem „blauen Blasen“-Erlebnis (iMessage) und den „grünen Blasen“ (RCS) – ein Unterschied, der die Mobile-Welt über ein Jahrzehnt geprägt hat.

Apple Maps und App Store: Neue Monetarisierung

Neben der Sicherheit führt iOS 26.5 auch Änderungen in Apples Dienste-Ökosystem ein. In Apple Maps erscheint ein neuer Begrüßungsbildschirm, der Werbung innerhalb der App ankündigt. Die Funktion „Vorgeschlagene Orte“ zeigt künftig zwei Standorte an – einer davon könnte für bezahlte Platzierungen genutzt werden.

Der App Store erhält ein neues Abrechnungsmodell: „Monatlich mit 12-Monats-Bindung“. Entwickler können so Jahresabos anbieten, bei denen Nutzer den Rabatt über zwölf monatliche Zahlungen verteilen.

Marktauswirkungen und Ausblick

Die vollständige RCS-Verschlüsselung könnte die Dynamik des Messaging-Marktes verändern. Jahrelang fehlte plattformübergreifenden Chats der Schutz, den iMessage bot – ein Grund für viele Nutzer, bei Drittanbieter-Apps wie WhatsApp oder Signal zu bleiben.

Apple hat noch keinen konkreten Termin für die finale Version von iOS 26.5 genannt. Die dritte öffentliche Beta deutet jedoch auf einen Start in den kommenden Wochen hin. Parallel erscheinen Updates für iPadOS 26.5, watchOS 26.5 und macOS Tahoe 26.5, die ein einheitliches Sicherheitsniveau über alle Apple-Geräte hinweg gewährleisten sollen.

Für Beta-Tester gilt: Am besten auf Zweitgeräten installieren – die Software wird noch für Akkulaufzeit und Systemstabilität optimiert.