iOS 26.5: Apple erweitert Datenkontrolle und Sicherheit

Apples Update bringt selektive Chat-Migration, RCS-Verschlüsselung und über 50 Sicherheitspatches. EU-Nutzer erhalten exklusive Freiheiten.

5 ein umfangreiches Update veröffentlicht, das Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten gibt. Die Aktualisierung, die zwischen dem 11. und 16. Mai ausgerollt wurde, bringt vor allem Verbesserungen bei der plattformübergreifenden Kommunikation und der Datenübertragung. Rund 1,6 Gigabyte groß ist das Paket mit der Build-Nummer 23F77 – und es stopft Dutzende Sicherheitslöcher.

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Neue Freiheit beim Wechsel zu Android

Bislang standen iPhone-Nutzer vor einer alles-oder-nichts-Entscheidung, wenn sie ihre Chat-Verläufe auf ein Android-Gerät mitnehmen wollten. Das ändert sich jetzt: iOS 26.5 führt ein selektives Migrationswerkzeug für Nachrichtenanhänge ein. Nutzer können wählen, ob sie Daten der letzten 30 Tage, des letzten Jahres oder den gesamten Verlauf übertragen möchten.

Parallel dazu startet Apple eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte RCS-Kommunikation zwischen iPhone und Android. Die Funktion, die auf dem MLS-Protokoll und GSMA-Standards basiert, befindet sich noch in der Beta-Phase und ist vom jeweiligen Netzbetreiber abhängig. In Deutschland haben die Telekom, O2 und 1&1 den Dienst bereits freigeschaltet. Ein Schloss-Symbol in der Nachrichtenoberfläche zeigt an, ob die Unterhaltung geschützt ist.

Sicherheitsoffensive mit über 50 Patches

Die Aktualisierung schließt zwischen 50 und 61 Sicherheitslücken – darunter den kritischen Exploit mit dem Codenamen „DarkSword“. Hinzu kommen verbesserte Datenschutzeinstellungen, Absturzschutz und transparentere Zustimmungsdialoge für die Datennutzung.

Doch das Update offenbart auch Apples restriktive Hardware-Politik. Wer den Akku seines iPhones (ab Modell XR) von einem nicht autorisierten Dienst austauschen lässt, erhält eine „Service“-Warnung angezeigt – selbst dann, wenn ein Originalteil verbaut wurde. Die Batterie-Statusdaten bleiben in diesem Fall verborgen. Apple begründet dies mit dem Schutz vor minderwertigen Komponenten. Kritiker sehen darin einen weiteren Angriff auf das Recht auf Reparatur.

EU-Sonderweg: Mehr Freiheit für Drittanbieter

Erstmals zeigt sich eine deutliche Fragmentierung des Betriebssystems nach regionalen Vorgaben. Um den Digital Markets Act (DMA) der EU zu erfüllen, schaltet Apple für europäische Nutzer Funktionen frei, die anderswo blockiert bleiben. Dazu gehören „Proximity Pairing“ und „Live Activities“ für Zubehör von Drittanbietern.

Konkret bedeutet das: Fitnessuhren von Garmin oder Samsung lassen sich künftig mit einem ähnlichen Komfort wie AirPods mit dem iPhone koppeln. Auch die Benachrichtigungsweiterleitung und die Live-Aktivitäten auf dem Sperrbildschirm stehen nun für Geräte anderer Hersteller offen. Analysten sehen darin einen Präzedenzfall – ähnliche Regelungen könnten bald auch in Großbritannien oder China folgen.

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In Nordamerika wiederum führt Apple Maps die Funktion „Suggested Places“ ein. Sie nutzt Standort, Suchverlauf und Trends, um Ziele zu empfehlen – und schaltet erstmals Werbung über Apple Business in die Navigation.

WhatsApp zieht nach: Neue Privatsphäre-Features

Auch der Messenger-Dienst WhatsApp hat diese Woche nachgelegt. Am 15. Mai begann der Test neuer Datenschutzfunktionen für iOS. Ein „Nach dem Lesen“-Timer für verschwindende Nachrichten erlaubt Countdowns zwischen fünf Minuten und zwölf Stunden – die Frist beginnt erst, wenn der Empfänger die Nachricht geöffnet hat. Bleibt sie ungelesen, löscht sie sich automatisch nach 24 Stunden.

Zudem führt WhatsApp einen „Inkognito-Modus“ für seine Meta-KI ein. Gespräche werden in sogenannten „Trusted Execution Environments“ verarbeitet – die Daten bleiben unsichtbar für Meta und werden nicht gespeichert. Ein klarer Hinweis darauf, wie sensibel das Thema KI und Chatdaten in der Branche inzwischen behandelt wird.

Optisch erhält WhatsApp das „Liquid Glass“-Design, das bereits Ende 2025 vorgestellt wurde. Die überarbeiteten Navigationsleisten und Chat-Oberflächen verleihen der App einen moderneren Look. Insidern zufolge könnte dieses Design auch Einfluss auf das kommende iOS 27 haben, dessen Vorschau für Anfang Juni erwartet wird.

Batterie-Probleme: Nicht alle iPhones profitieren

Nicht alles läuft rund mit dem Update. Erste Tests vom 12. Mai zeigen uneinheitliche Ergebnisse bei der Akkulaufzeit. Während das iPhone 16 von der Aktualisierung profitiert und länger durchhält, verzeichnet das iPhone 15 unter bestimmten Bedingungen deutliche Einbußen. Wer ältere Modelle nutzt, sollte das Update möglicherweise erst nach weiteren Erfahrungsberichten installieren.

Ausblick: WWDC und iPhone 18

Die nächsten Wochen versprechen weitere Bewegung. Am 8. Juni 2026 beginnt die Worldwide Developers Conference (WWDC), auf der Apple die erste Vorschau auf iOS 27 zeigen dürfte. Gerüchten zufolge wird der Fokus auf tiefer integrierter Künstlicher Intelligenz unter dem Namen „Apple Intelligence“ liegen – möglicherweise mit einem Speicherbedarf von bis zu 12 Gigabyte.

Im Herbst 2026 soll dann die iPhone-18-Serie mit Apples hauseigenen C2-Modems erscheinen. Diese versprechen erweiterte Privatsphäre-Funktionen wie die „Limit Precise Location“-Einstellung, die die Standortermittlung durch Netzbetreiber auf Stadtteilebene beschränkt – statt auf die genaue Adresse. Apples Weg zur vertikalen Integration von Hard- und Software schreitet damit weiter voran. Die Verwaltung von Nutzerdaten und Geräte-Backups bleibt dabei der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Strategie.