Apple hat am 12. Mai iOS 26.5 veröffentlicht – ein Update, das vor allem in Europa für Aufsehen sorgt.
Die Aktualisierung bringt weitreichende Änderungen für den europäischen Markt. Erstmals können Drittanbieter-Wearables wie Samsung Galaxy Watch oder Fitbit auf Funktionen zugreifen, die bislang der Apple Watch vorbehalten waren. Das Update ist je nach Gerät zwischen 1,6 und 8,7 Gigabyte groß und adressiert zudem 61 Sicherheitslücken.
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Ende der Apple-Watch-Exklusivität
Der Druck der EU-Regulierungsbehörden zeigt Wirkung: Mit iOS 26.5 führt Apple Proximity Pairing für fremde Wearables ein. Das bedeutet: Smartwatches und Fitness-Tracker anderer Hersteller können nun denselben nahtlosen Kopplungsprozess nutzen wie die hauseigene Apple Watch. Auch die Live Activities – Echtzeitdaten auf dem Sperrbildschirm – stehen nun für Drittanbieter-Geräte offen.
Für bestehende Apple-Watch-Nutzer hält das Update ebenfalls Neuerungen bereit. Sie können ihr iPhone künftig direkt von der Uhr oder dem iPad aus fernsteuern – etwa um Musik zu steuern oder Fotos aus der Distanz zu schießen. Voraussetzung: gleiche Apple-ID und dasselbe WLAN-Netzwerk.
Praktische Helferlein wie die „Water Eject“-Funktion – sie nutzt Schallfrequenzen, um Wasser aus den Lautsprechern zu entfernen – sind nun fester Bestandteil des Systems. Besonders Schwimmer und Outdoor-Fans dürften sich darüber freuen. Ein neuer „Take a Break“-Button aktiviert gleichzeitig den Nicht-Stören-Modus, senkt die Bildschirmhelligkeit und startet einen Timer – ideal für konzentriertes Arbeiten.
Sicherheitsoffensive mit RCS-Verschlüsselung
Die 61 geschlossenen Sicherheitslücken betreffen unter anderem kritische Schwachstellen im Kernel und im WebKit-Framework. Besonders im Fokus: der DarkSword-Exploit. Analysten raten allen Nutzern ab iPhone 11 dringend zur Installation.
Ein Meilenstein ist die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten – also für den Austausch zwischen iPhone und Android. Die Funktion befindet sich zwar noch in der Beta-Phase und hängt vom jeweiligen Mobilfunkanbieter ab, doch das Potenzial ist enorm. Erstmals sind plattformübergreifende Chats wirklich sicher. Grundlage ist das MLS-Protokoll (Messaging Layer Security) nach GSMA-RCS-3.0-Standard.
Allerdings läuft nicht alles rund: Einige Nutzer berichten von Verbindungsabbrüchen bei mobilen Daten, WLAN und dem App Store. Experten vermuten einen Zusammenhang mit der neuen Modem-Firmware. Als erste Hilfe empfehlen sich: Flugmodus ein- und ausschalten, aktive VPNs deaktivieren oder die Netzwerkeinstellungen zurücksetzen.
Produktivität durch clevere Shortcuts
Die Kurzbefehle-App erhält mit iOS 26.5 neuen Zündstoff. Der „ETA Shortcut“ etwa versendet automatisch eine Nachricht mit der voraussichtlichen Ankunftszeit an einen Kontakt. Der „News Report AI“ wandelt RSS-Feeds in formatierte Notizen um. Und „MusicBot“ gibt erweiterte Kontrolle über die Apple-Music-Bibliothek.
Die bekannten Privatsphäre-Indikatoren – orangener Punkt für Mikrofon, grüner für Kamera – bleiben erhalten. Neu: Nutzer können nun „Wichtige Orte“ in den Systemeinstellungen komplett deaktivieren und Standortdaten aus Fotos vor dem Teilen entfernen.
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Für Power-User bleibt die „Back Tap“-Funktion erhalten – doppeltes oder dreifaches Klopfen auf die Rückseite löst Aktionen wie Screenshots oder Taschenlampe aus. CarPlay-Nutzer profitieren von „Smart Display Zoom“ für bessere Bildschirmausnutzung und anpassbaren Widget-Stapeln mit bis zu fünf Einträgen.
Blick nach vorn: iPhone 18 und iOS 27
Schon zeichnet sich ab, wohin die Reise geht. Das iPhone 18, das für Herbst 2026 erwartet wird, soll Apples eigenen C2-Modem-Chip enthalten. Dieser ermöglicht eine „Limit Precise Location“-Funktion auf Hardware-Ebene: Der Standort wird nur noch grob an den Mobilfunkanbieter übermittelt, nicht mehr auf den Meter genau. Bisher war diese Funktion nur im iPhone Air und iPhone 17e verfügbar.
Die Branche blickt bereits auf die WWDC 2026, die am 8. Juni beginnt. Dort wird Apple voraussichtlich iOS 27 vorstellen. Gerüchte sprechen von einem „Liquid Glass“-Design und einer grundlegend überarbeiteten Siri-Oberfläche. Auch ein neuer „Visual Intelligence“-Modus und eine überarbeitete Kamera-App stehen im Raum.
iOS 26.5 ist damit mehr als ein reines Sicherheitsupdate – es ist die Brücke zu einer KI-zentrierten Zukunft, die Apple Intelligence mit einem Arbeitsspeicherbedarf von 12 Gigabyte voraussetzt. Wer die KI-Funktionen nicht nutzen möchte, kann sie in den Einstellungen deaktivieren.

