iOS 26.5: Apple schließt 50 Sicherheitslücken und bringt RCS-Verschlüsselung

Apples jüngstes iOS-Update behebt über 50 Sicherheitslücken und führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten ein.

Apple hat mit iOS 26.5 sein bislang umfangreichstes Update des Jahres veröffentlicht – und setzt neue Maßstäbe bei der Sicherheit.

Ab heute können iPhone-Nutzer das Update herunterladen, das am 15. Mai ausgeliefert wurde. Es ist der letzte große Meilenstein vor der erwarteten Vorstellung von iOS 27 auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni. Die Update-Größe variiert je nach Gerät zwischen 1,61 und 8,73 Gigabyte.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Ein Apple-Experte erklärt im kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihre Daten mit wenigen Klicks und ohne Fachchinesisch optimal absichern. Sichere iOS-Updates: Gratis-Anleitung herunterladen

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle – auch für Android

Das Herzstück von iOS 26.5: RCS-Nachrichten (Rich Communication Services) erhalten erstmals eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Funktion befindet sich noch in der Beta-Phase und nutzt das MLS-Protokoll. Das bedeutet: iPhone-Nutzer können künftig sicher mit Android-Geräten kommunizieren – vorausgesetzt, der Mobilfunkanbieter spielt mit.

In Deutschland haben die Telekom, O2 und 1&1 den Dienst bereits aktiviert. Ist die Verschlüsselung aktiv, zeigt ein kleines Schloss-Symbol den sicheren Austausch an.

Neue Freiheiten für EU-Nutzer

Der europäische Markt bekommt besondere Aufmerksamkeit. Grund ist der Digital Markets Act (DMA). Apple führt zwei Funktionen ein, die in den USA so nicht verfügbar sind:

  • Proximity Pairing: Drittanbieter-Wearables von Garmin, Samsung oder Sony lassen sich nun direkt koppeln
  • Live Activities: Diese können auf Nicht-Apple-Geräte gespiegelt werden

Ein Novum gibt es dagegen in Nordamerika: Apple Maps zeigt dort erstmals Werbeanzeigen unter dem Namen „Suggested Places“ an. Eine Monetarisierungsstrategie, die in Europa bisher nicht eingeführt wurde.

Sicherheitsoffensive: Über 50 Schwachstellen geschlossen

Apple hat zwischen 52 und 61 dokumentierte Sicherheitslücken geschlossen. Darunter:

  • Die als „DarkSword“ bekannte Schwachstelle
  • Ein kritischer Kernel-Fehler mit der Kennung CVE-2026-28950
  • Mehrere WebKit-Lücken (CVE-2026-28906, CVE-2026-28963)

Die Patches verhinderten potenziell unbefugten Datenzugriff und Systeminstabilitäten. Auch Hardware-Probleme wurden adressiert: Das Update behebt Überhitzungsmeldungen beim iPhone 17 und iPhone Air sowie Stabilitätsprobleme bei Wi-Fi 7 und MagSafe.

WhatsApp zieht nach: Inkognito-Modus für KI-Chats

Parallel zu Apples Update hat Meta am 16. Mai neue Sicherheitsfunktionen für WhatsApp eingeführt. Der Messenger bietet nun einen „Inkognito“-Modus für KI-gestützte Chats. Die sogenannte „Private Processing“-Technologie stellt sicher, dass Nachrichten in einer sicheren Umgebung verarbeitet werden – für Meta selbst unzugänglich. Die Unterhaltungen verschwinden standardmäßig.

Zusätzlich testet WhatsApp einen „Nach dem Lesen“-Timer für verschwindende Nachrichten. Nutzer können einstellen, ob die Nachricht fünf Minuten, eine Stunde oder zwölf Stunden nach dem Öffnen gelöscht wird.

Anzeige

Apple-Fachchinesisch wie AirDrop, iCloud oder iOS macht Ihnen das Leben schwer? Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten und bietet hilfreiche Aussprachehilfen für Einsteiger. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt sichern

Produktivität: Diese versteckten Funktionen sollten Sie kennen

iOS 26.5 bringt einige clevere Neuerungen für den Alltag:

Dynamische Widgets: Ein langer Druck auf das App-Symbol verwandelt es in ein Widget – ohne die App öffnen zu müssen.

Sperrbildschirm-Freiheit: Die Haupttasten lassen sich jetzt individuell belegen. Auch „Back Tap“ – das Doppel- oder Dreifachtippen auf der Rückseite – kann eigene Aktionen auslösen.

Fotos ohne Standort: Die Fotos-App entfernt auf Knopfdruck die GPS-Daten vor dem Teilen.

Weitere praktische Neuerungen:

  • Ganze Webseiten lassen sich als PDF speichern
  • Individuelle Vibrationen für bestimmte Kontakte
  • Medien-Timer im Kontrollzentrum stoppt Musik oder Podcasts nach Ablauf
  • „App Hidden“ entfernt Apps vom Startbildschirm, ohne sie zu löschen
  • Safari bekommt eine „Distraction Control“ gegen aufdringliche Web-Elemente

Der Blick nach vorn: iOS 27 und das iPhone 18

Das Update verdeutlicht den Spagat zwischen Plattformsicherheit und Regulierung. Die DMA-konformen Änderungen in Europa sind nur ein Teil der Gleichung. Kritik bleibt: Apples „Parts Pairing“ – die Einschränkung von Ersatzteilen ab dem iPhone XR – sorgt weiter für Diskussionen in der Right-to-Repair-Bewegung.

Für den Herbst 2026 zeichnet sich ab: Das iPhone 18 soll Apples eigene C2-Modems erhalten. Diese unterstützen mmWave-5G und erweitern die Privatsphäre-Funktion „Limit Exact Position“ aus iOS 26.3.

Die Branche blickt jetzt auf die WWDC am 8. Juni. Erwartet wird die Vorschau auf iOS 27 mit einem „Liquid Glass“-Design und einer modularen Kamera-App. Vor allem aber: Siri soll als vollwertiger KI-Agent neu geboren werden – fähig, komplexe Aufgaben über mehrere Apps hinweg auszuführen. Einziger Wermutstropfen: Das iPhone 11 könnte den Sprung zu iOS 27 nicht mehr schaffen.