Das neue Betriebssystem-Update bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten zwischen iPhone und Android – und verändert die Art, wie Nutzer ihre Geräte steuern.
Seit dem 13. Mai 2025 ist iOS 26.5 verfügbar, und die Neuerungen haben es in sich. Während Apple-Nutzer von erweiterten Automatisierungsmöglichkeiten profitieren, steht vor allem eine Funktion im Mittelpunkt: die lang erwartete Verschlüsselung von RCS-Chats zwischen iPhone und Android. Das Update markiert einen Wendepunkt in der Art, wie Nutzer ihre Geräte kontrollieren und ihre Privatsphäre schützen können.
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Automatisierung wird zum Standardwerkzeug
Die Shortcuts-App hat sich in den vergangenen Jahren vom Nischen-Tool zum unverzichtbaren Helfer gemausert. Mit iOS 26.5 wird sie noch mächtiger. Besonders gefragt: Automatisierungen, die das Systemverhalten dauerhaft außer Kraft setzen.
Ein Beispiel: Wer über das Kontrollzentrum das WLAN ausschaltet, erlebt oft eine böse Überraschung. iOS aktiviert die Verbindung nach 24 Stunden automatisch wieder. Mit Shortcuts lässt sich das umgehen. Ein einfaches Skript schaltet WLAN dauerhaft aus – bis der Nutzer selbst eingreift. Kein lästiges Reaktivieren mehr.
Das Update selbst bringt allerdings auch einige Tücken mit sich. Experten raten, nach der Installation folgende Punkte zu prüfen:
- Beta-Updates deaktivieren
- Tastaturwörterbuch zurücksetzen
- Bluetooth-Geräte neu koppeln
- Netzbetreibereinstellungen manuell aktualisieren
Treten Probleme mit mobilen Daten oder dem persönlichen Hotspot auf, hilft oft ein simpler Trick: Flugmodus vier- bis fünfmal ein- und ausschalten. Reicht das nicht, müssen die Netzwerkeinstellungen komplett zurückgesetzt werden.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle
Der wohl wichtigste Meilenstein des Updates: RCS-Chats zwischen iPhone und Android sind jetzt Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Die bisher ungeschützten „grünen Blasen“ – Chats zwischen iMessage und Google Messages – sind damit abgesichert.
Seit dem 14. Mai 2025 unterstützen die großen deutschen Netzbetreiber die Funktion:
- Telekom
- O2
- 1&1
Nur Vodafone hinkt noch hinterher. Erkennbar sind sichere Unterhaltungen an einem kleinen Schloss-Symbol in der Chat-Oberfläche. Die Funktion befindet sich zwar noch im Beta-Stadium, doch das Prinzip ist klar: Plattformübergreifende Sicherheit wird endlich Realität.
WhatsApp öffnet sich – unter EU-Druck
Auch bei WhatsApp tut sich einiges. Meta hat unter dem Druck der Europäischen Kommission begonnen, konkurrierenden KI-Chatbots für einen Monat kostenlosen Zugang zu gewähren. Hintergrund: Die EU drohte mit Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Beschwerden von Wettbewerbern wie The Interaction Company hatten den Stein ins Rollen gebracht.
Gleichzeitig führt WhatsApp neue Funktionen für iPhone-Nutzer ein. Seit dem 13. Mai gibt es ein visuelles Redesign im „Liquid-Glass“-Stil, das sich nahtlos in iOS einfügt. Einen Tag später folgte der „Incognito Chat“ für Meta AI. Die Funktion nutzt private Verarbeitungstechnologie – Meta kann die Fragen und Antworten nicht einsehen. Die Chats sind versteckt, biometrisch gesperrt und verschwinden nach Ende der Sitzung. Ideal für sensible Themen wie Gesundheit oder Finanzen.
Wer noch mehr will, kann seit dem 12. Mai das WhatsApp Plus-Abo buchen. Für rund 2,49 Euro im Monat gibt es 18 Akzentfarben, benutzerdefinierte App-Symbole und die Möglichkeit, bis zu 20 Chats anzuheften.
Nach dem Update ist vor dem Sicherheitscheck – viele iPhone-Nutzer übersehen nach der Installation gefährliche Standardeinstellungen. Apple-Experte Detlef Meyer verrät im kostenlosen Leitfaden, wie Sie Ihre Privatsphäre mit wenigen Klicks wirklich schützen. Apple-Sicherheitscheck jetzt kostenlos sichern
Privatsphäre auf einen Blick
Die altbekannten orangenen und grünen Statusanzeigen – eingeführt mit iOS 14 – bleiben ein zentrales Element. Sie zeigen an, wann Mikrofon (orange) oder Kamera (grün) aktiv sind. Ein einfaches, aber effektives Werkzeug für mehr Transparenz.
Der Blick nach vorn
Die Entwicklung hin zu mehr Automatisierung und plattformübergreifender Sicherheit wird sich fortsetzen. In den kommenden Monaten sollen KI-gesteuerte „Side Chats“ kommen – private KI-Fragen innerhalb von Gruppenchats, ohne die Privatsphäre der gesamten Unterhaltung zu gefährden.
Für iPhone-Nutzer gilt: Wer die Shortcuts-App beherrscht und die neuen Privatsphäre-Funktionen versteht, ist für die Zukunft gerüstet. Die Zeiten, in denen man sich zwischen Komfort und Sicherheit entscheiden musste, sind vorbei. iOS 26.5 macht beides möglich.

