iOS 26.5: Apple schließt Sicherheitslücken und öffnet sein System

Apple bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten und öffnet iOS für Drittanbieter-Hardware gemäß DMA.

Apple veröffentlicht den Release Candidate von iOS 26.5 – der Fokus liegt auf verschlüsselter Kommunikation und EU-Konformität.

Am 6. Mai 2025 hat Apple die finale Testversion von iOS 26.5 an Entwickler und öffentliche Tester ausgeliefert. Das mehr als acht Gigabyte große Update bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten, verbesserte Datenschutzfunktionen und wichtige Sicherheitspatches. Branchenbeobachter rechnen mit der offiziellen Veröffentlichung am 11. Mai.

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Verschlüsselte Nachrichten für alle

Das Herzstück des Updates ist die Verschlüsselung des RCS-Protokolls. Bisher konnten iPhone-Nutzer zwar über RCS mit Android-Geräten chatten – die Unterhaltungen waren jedoch nicht gegen fremden Zugriff geschützt. Die neue Funktion schließt diese Lücke, ist aber zunächst von der Unterstützung der Mobilfunkanbieter abhängig. Während etwa belgische Netzbetreiber die nötige Infrastruktur bereits bereitgestellt haben, hinken andere europäische Länder noch hinterher.

Erst Ende April hatte Apple mit iOS 26.4.2 eine kritische Sicherheitslücke geschlossen. Die als CVE-2026-28950 bekannte Schwachstelle ermöglichte es, gelöschte Benachrichtigungen aus einer internen Datenbank wiederherzustellen – selbst wenn die zugehörige App bereits deinstalliert war. Forensische Experten konnten so Nachrichten aus verschlüsselten Diensten wie Signal extrahieren. Das Update beseitigte dieses Problem, indem es die Daten automatisch löscht.

Öffnung für Drittanbieter-Hardware

Ein weiterer Meilenstein: iOS 26.5 erlaubt erstmals die Weiterleitung von Benachrichtigungen und Live Activities an Geräte von Drittherstellern. Konkret bedeutet das: Smartwatches und Kopfhörer anderer Hersteller können künftig Mitteilungen vom iPhone empfangen. Diese Anpassung ist eine direkte Folge des EU-Digital Markets Act (DMA).

Auch die Bluetooth-Kopplung wurde vereinfacht: Magic-Tastaturen und -Trackpads lassen sich jetzt erstmals per Kabel verbinden – ein kleiner, aber feiner Schritt für professionelle Nutzer.

Akku-Optimierung: Was Nutzer wissen sollten

Nach der Veröffentlichung der Preview-Version Anfang Mai berichteten einige Tester von erhöhtem Akkuverbrauch auf dem iPhone 15 Pro Max. Experten raten zu folgenden Anpassungen:

  • Always-On-Display deaktivieren
  • „Zum Aktivieren anheben“ ausschalten
  • In Gebieten mit schwachem Netz: Von 5G auf LTE umschalten

Der Grund: Das Modem verbraucht bei der Suche nach schwachen 5G-Signalen übermäßig viel Energie.

Zur Beruhigung aller Schnelllade-Fans: Moderne iPhones wie das iPhone 17 Pro regeln ihre Stromaufnahme selbstständig. Obwohl das Gerät theoretisch 40 Watt verträgt, können auch 100-Watt-Netzteile gefahrlos verwendet werden – solange sie zertifiziert sind. Die aktuelle Akku-Technologie hält rund 1.000 Ladezyklen, bevor die Kapazität merklich nachlässt.

Apple Maps bekommt Werbung

Mit iOS 26.5 hält ein neues Feature namens „Suggested Places“ Einzug in Apple Maps. Die App schlägt Orte basierend auf aktuellen Trends und der eigenen Suchhistorie vor. Der Start erfolgt in den USA und Kanada, eine internationale Ausweitung ist für später im Jahr geplant.

Parallel führt Apple ein neues Werbemodell in Maps ein. Bezahlte Einträge erscheinen in Suchergebnissen und bei den Ortsvorschlägen. Das Unternehmen betont, dass die Anzeigen klar als gesponsert gekennzeichnet sind und die Standortdaten nicht mit der Apple-ID verknüpft werden.

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Der Weg zu iOS 27

Der nächste große Meilenstein steht bereits fest: Die Worldwide Developers Conference (WWDC) 2026 beginnt am 8. Juni. Branchenkreise erwarten die Vorstellung von iOS 27 mit einer grundlegenden Überarbeitung des Sprachassistenten. Ein zentrales Gerücht: Ein „Extensions“-System, das Nutzern erlaubt, zwischen verschiedenen KI-Modellen wie ChatGPT, Gemini oder Claude zu wählen.

Für die unmittelbare Zukunft bleibt jedoch der 11. Mai der entscheidende Termin. Dann steht iOS 26.5 für alle Nutzer bereit – mit verbesserter Sicherheit, mehr Kompatibilität und der wohl wichtigsten Botschaft: Gelöscht ist endlich wirklich gelöscht.