iOS 26.5: Apple treibt RCS-Verschlüsselung und EU-Kompatibilität voran

5 veröffentlicht – und damit einen Meilenstein in der Softwareentwicklung erreicht. Während frühere Versionen vor allem neue Funktionen brachten, konzentrieren sich die aktuellen Builds auf die technische Infrastruktur, die Einhaltung von EU-Regularien und die Verbesserung der plattformübergreifenden Kommunikation. Der Release Candidate ist für den 4. Mai geplant, die finale Version soll am 11. Mai 2026 an die Nutzer ausgerollt werden.

Bessere Tastatur, sicherere Chats

Mit Beta 3, die am 28. April erschien, führte Apple gezielte Verbesserungen bei der Eingabegenauigkeit ein. Die Autokorrektur und Textvorhersage wurden überarbeitet, um ein flüssigeres Tipperlebnis zu gewährleisten. Zudem gibt es jetzt ein neues Tastaturlayout für Inuktitut – ein Schritt hin zu mehr sprachlicher Vielfalt.

Der wichtigste Fortschritt betrifft jedoch die RCS-Verschlüsselung. Nachdem die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten zwischen iPhone- und Android-Nutzern im Frühjahr zeitweise deaktiviert war, haben die Beta 3 und die darauffolgende Beta 4 die Funktion nun stabilisiert. Das ist ein zentraler Baustein für Apples Bekenntnis zur Interoperabilität – und ein Signal an die EU, dass man die Vorgaben ernst nimmt.

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Neben den Kommunikationsfunktionen enthält Beta 3 auch Neuerungen für die Apple Books App, die nun eine „Jahresrückblick“-Funktion ähnlich wie in Musik- und Fitness-Apps integriert. Hinzu kommen flexiblere Datenübertragungsprotokolle für den Wechsel zwischen iOS und Android – ein weiterer Schritt zur Reduzierung der Plattformabhängigkeit.

EU-konform: Drittanbieter-Wearables und neue Maps-Funktionen

Beta 4 zeigt deutlich, wie sehr Apple die EU-Regularien im Blick hat. Eine der auffälligsten Neuerungen: erweiterte Unterstützung für Wearables von Drittanbietern. Nutzer in der EU können künftig Smartwatches und Fitness-Tracker von anderen Herstellern per Proximity Pairing koppeln und Live Activities nutzen – Funktionen, die bisher der Apple Watch vorbehalten waren.

Auch die Benachrichtigungsweiterleitung für Drittanbieter-Hardware wird eingeführt, zunächst in Großbritannien. Diese Änderungen sind Teil eines größeren Trends zur digitalen Offenheit, den die EU-Kommission vorantreibt. So forderte EU-Kommissarin Henna Virkkunen die Mitgliedsstaaten kürzlich auf, sich auf eine neue Altersverifikations-App vorzubereiten, die bis Ende 2026 starten soll.

Apple Maps erhält ebenfalls ein Update: Die App zeigt künftig „Vorschläge für Orte“ an. Branchenberichten zufolge bereitet Apple damit den Boden für gesponserte Standortanzeigen, die bereits im September 2026 starten könnten. Das wäre ein strategischer Schritt zur Monetarisierung des Kartendienstes.

Wettbewerb und Hardware-Herausforderungen

Die Finalisierung von iOS 26.5 fällt in eine Zeit intensiven Wettbewerbs. Apple kämpft weiterhin mit Hardware-Problemen wie dem Batterie-Blackout-Bug, der seit November 2025 iPhone 17- und iPhone Air-Modelle betrifft. Die aktuellen Betas enthalten Optimierungen zur Energieverwaltung, um Überhitzung und übermäßigen Akkuverbrauch zu reduzieren.

Auch bei der Konkurrenz gibt es ähnliche Probleme: Samsung-Nutzer berichten nach dem April-Update 2026 für die Galaxy S25- und S24-Serien von Batterie- und Überhitzungsproblemen. Analysten vermuten Hintergrundprozesse von Knox Matrix als Ursache. Samsung arbeitet parallel an One UI 8.5, das unter anderem Kamera-Stabilisierungsfehler und Bluetooth-Scanning-Probleme behebt.

Der gesamte Android-Kosmos bereitet sich auf einen großen Wechsel vor: Google veröffentlichte am 16. April Beta 4 von Android 17, das responsives Design für Tablets und Foldables vorschreibt. Hersteller wie Xiaomi, Motorola und OnePlus sind dem Preview-Programm beigetreten.

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Satelliten-Konnektivität und Markttrends

Die Entwicklung von iOS 26.5 wird auch von neuen Konnektivitätsstandards beeinflusst. Laut Counterpoint Research werden bis 2030 46 Prozent aller Smartphones satellitenfähig sein. Apple ist hier Vorreiter – der Konzern startete 2022 seinen Notfallservice mit Globalstar. Die Übernahme von Globalstar durch Amazon zeigt, wie wichtig Satellitenintegration für mobile Betriebssysteme wird.

Im Telekommunikationssektor berichtete T-Mobile US für das erste Quartal 2026 von einem Serviceumsatz von 18,8 Milliarden Dollar (rund 17,3 Milliarden Euro), ein Plus von 11 Prozent. Dennoch blieb die Nutzung von Satellit-zu-Gerät-Diensten hinter den Erwartungen zurück – ein Faktor, der Apples Prioritäten bei künftigen Softwareversionen beeinflussen dürfte.

Parallel dazu testet Vodafone in Großbritannien ein alternatives Zeitsignal namens NPLTime, das auf Glasfaser basiert und eine Genauigkeit von 40 Nanosekunden bietet. Solche Technologien könnten künftige Versionen von iOS und Android in der Netzwerksynchronisation beeinflussen.

Ausblick: iOS 27 und die Zukunft

Während iOS 26.5 in den finalen Zügen liegt, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Generation. Die WWDC 2026 beginnt am 8. Juni, wo Apple voraussichtlich iOS 27 vorstellen wird. Ersten Berichten zufolge soll iOS 27 einen dedizierten Siri-Modus für die Kamera-App mitbringen, der visuelle Intelligenz-Funktionen wie das Scannen von Nährwertetiketten und das Erfassen von Kontaktdaten direkt über die Kamera ermöglicht. Ein neuer Auslöser mit dem Apple-Intelligence-Logo wird ebenfalls erwartet.

Auch Samsung plant offenbar einen großen Schritt: Galaxy Book-Laptops sollen künftig mit Android 17 und One UI 9 laufen – ein Versuch, die Grenzen zwischen Mobil- und Desktop-Erfahrung zu verwischen. Die Stabilität, die Updates wie iOS 26.5 bieten, bleibt dabei die Grundlage für all diese Innovationen.