Apple hat am Montag iOS 26.5 veröffentlicht – mit neuen Werkzeugen für konzentrierteres Surfen und erweiterten Datenschutzfunktionen.
Das Update bringt vor allem für Safari-Nutzer spürbare Neuerungen. Mit der sogenannten „Distraction Control“ können Anwender störende Elemente auf Webseiten gezielt ausblenden – Werbebanner, Pop-ups oder überladene Menüs lassen sich damit unterdrücken. Das entspricht Apples Strategie, die Kontrolle über die digitale Umgebung stärker in die Hände der Nutzer zu legen.
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KI-gestütztes Surfen und Live-Text für Videos
Parallel dazu erweitert Apple die Integration seiner hauseigenen KI-Plattform „Apple Intelligence“. Verfügbar auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen sowie iPads und Macs mit M1-Chip, ermöglicht die Technologie unter anderem die direkte Einbindung von ChatGPT im Browser. Neu ist auch die Funktion „Genmoji“: Per Texteingabe lassen sich individuelle Emojis erstellen.
Die Live-Text-Funktion wurde ebenfalls aufgerüstet. Sie erfasst nun nicht nur Text in Fotos, sondern auch in Videos, die innerhalb von Safari abgespielt werden. Telefonnummern aus Werbeclips oder Textpassagen aus Standbildern lassen sich so direkt kopieren, übersetzen oder weiterverarbeiten. Ein Vollbild-Vorschaumodus für Screenshots rundet die visuelle Überarbeitung ab – Nutzer können Aufnahmen sofort bearbeiten oder teilen, ohne durch mehrere Menüs navigieren zu müssen.
„Liquid Glass“: Neues Design mit mehr Kontrolle
Das Interface des iPhones wurde schrittweise auf das „Liquid Glass“-Design umgestellt. Die transparenten Oberflächen verleihen dem System mehr Tiefe, können aber auch blenden. Seit dem Update auf iOS 26.4 im Frühjahr gibt es daher einen „Helligkeit reduzieren“-Regler in den Bedienungshilfen. Wer die Transparenz ganz abschalten möchte, findet unter „Anzeige & Textgröße“ die Wahl zwischen „Klar“ (transparent) und „Getönt“ (undurchsichtig).
Das jüngste Update bringt zudem das dynamische „Pride Luminance“-Hintergrundbild mit animierten Farbstreifen und bis zu zwölf Farbkombinationen. Analysten sehen darin einen weiteren Schritt hin zu mehr Individualisierung – zusammen mit den Dark-Mode-Verbesserungen aus iOS 18 habe sich die Lesbarkeit von Webinhalten unter verschiedenen Lichtbedingungen deutlich verbessert.
Versteckte Produktivitäts-Tools und EU-konforme Öffnung
Seit iOS 18 enthält die Systemtastatur eine Mathematik-Integration. Wer „Mathe-Ergebnisse anzeigen“ und „Texterkennung“ aktiviert, kann Berechnungen und Einheitenumrechnungen direkt im Browser-Suchfeld durchführen – ohne Umweg über den Taschenrechner.
Für Vielsurfer gibt es eine praktische Neuerung: Alle offenen Safari-Tabs lassen sich nun mit einem Klick schließen. Das verhindert Leistungseinbrüche durch hunderte Hintergrundprozesse. Wer auf Android wechselt, kann künftig gezielt auswählen, welche Nachrichtenanhänge übertragen werden – von der gesamten Historie bis zu bestimmten Zeiträumen.
Mit den ständigen Neuerungen wächst auch das Apple-Fachchinesisch rund um Begriffe wie AirDrop, iCloud oder MLS-Protokolle. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt herunterladen
In der EU setzt Apple mit dem Update Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) um. Drittanbieter-Kopfhörer lassen sich nun per „Proximity Pairing“ koppeln, und fremde Smartwatches können interaktive Benachrichtigungen sowie Live-Aktivitäten empfangen. Das macht Safari-basierte Web-Alerts auch auf Nicht-Apple-Hardware nutzbar.
Über 50 Sicherheitskorrekturen und RCS-Verschlüsselung
Das Update vom 11. Mai schließt mehr als 50 Sicherheitslücken, darunter Schwachstellen im Kernel und in WebKit, der Engine von Safari. Ein besonderes Highlight: die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten im Beta-Stadium. Basierend auf RCS Universal Profile 3.0 und dem MLS-Protokoll, zeigt ein Schloss-Symbol verschlüsselte Unterhaltungen an – sofern beide Mobilfunkanbieter den Standard unterstützen. In Deutschland haben Telekom, O2 und 1&1 bereits nachgerüstet, weitere Anbieter sollen folgen.
Wettbewerbsdruck aus dem Android-Lager
Nur einen Tag nach Apples Update hielt Google seine „Android Show“ ab und präsentierte Android 17 mit der KI-Plattform „Gemini Intelligence“. Das System setzt auf autonome Aufgabenverwaltung und „agentische“ KI, die app-übergreifend arbeitet. Zudem ist „Quick Share“ nun mit AirDrop auf Pixel-Geräten kompatibel – ein QR-Code-basiertes Cloud-Transfersystem für den Datenaustausch zwischen Android und iOS ist sofort verfügbar. Der Wettbewerbsdruck auf Apple wächst damit spürbar.
Ausblick: Siri-Revolution mit Google Gemini?
iOS 26.5 gilt als letztes größeres Update vor dem Sommer. Branchenbeobachter erwarten für die zweite Jahreshälfte eine grundlegende Überarbeitung von Siri. Gerüchten zufolge arbeitet Apple mit Google zusammen, um Gemini in den Sprachassistenten zu integrieren – das könnte die Sprachsteuerung von Safari grundlegend verändern.
Die Google I/O am 19. Mai dürfte weitere Details liefern, wie KI das mobile Surfen und den plattformübergreifenden Datenaustausch neu definiert. Für iPhone-Nutzer heißt es zunächst: die bestehenden iOS-26-Werkzeuge beherrschen lernen. Das 1,61 GB große Update für Top-Modelle wie das iPhone 17 Pro Max ist als Brücke in diese KI-zentrierte Zukunft konzipiert – mit robusten Grundfunktionen für sicheres und fokussiertes Surfen.

