iOS 26.5 Beta 4: Apple bringt Werbung in die Karten-App

Apple führt mit iOS 26.5 Beta 4 Werbung in Maps ein und erweitert EU-konforme Funktionen. KI-Features bleiben iOS 27 vorbehalten.

5 und iPadOS 26.5 ausgeliefert. Der Build 23F5069b markiert die finale Phase des aktuellen Betriebssystem-Zyklus – und bringt eine strategische Neuerung mit sich.

Werbung in Apple Maps: „Vorgeschlagene Orte“ als neues Geschäftsmodell

Die wohl weitreichendste Änderung betrifft die Karten-App. Mit der Funktion „Vorgeschlagene Orte“ bereitet Apple den Boden für lokale Werbeanzeigen. Ein Erklär-Popup informiert Nutzer künftig darüber, wie diese bezahlten Platzierungen funktionieren.

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Für viele langjährige Nutzer dürfte dieser Schritt ungewohnt sein: Bislang war Apple Maps werbefrei. Der Konzern aus Cupertino folgt damit dem Vorbild von Google Maps, das bereits seit Jahren gesponserte Einträge anzeigt. Branchenkenner rechnen mit dem vollständigen Rollout der Werbefunktion im Sommer, zeitgleich mit der öffentlichen Freigabe von iOS 26.5.

Neben den Werbeanzeigen hat Apple die Benutzeroberfläche überarbeitet: Neue Icons und eine verbesserte Navigation sollen die Bedienung erleichtern. Hinzu kommen zusätzliche Tastatur-Sprachunterstützung für Anatut und Anatut Lateinisch sowie ein neues Abo-Modell für Entwickler, die künftig monatliche Zahlungspläne für 12-Monats-Abonnements anbieten können.

Performance-Probleme und Akku-Sorgen bleiben

Die Beta 4 adressiert mehrere technische Schwachstellen, die in den Vorgängerversionen für Unmut gesorgt hatten. Besonders die Verzögerungen in der Benutzeroberfläche von Beta 3 – etwa bei Systemanimationen und der Tastatur-Reaktionsfähigkeit – sollen nun behoben sein.

Auch kritische Stabilitätsprobleme mit Systemhintergründen und StoreKit-Fehlern, die In-App-Käufe und Testumgebungen beeinträchtigten, wurden angegangen. Doch erste Rückmeldungen aus der Entwickler-Community zeigen: Die Akku-Laufzeit bleibt ein wunder Punkt. Tester berichten von schwankendem Stromverbrauch, der bis zur öffentlichen Version noch stabilisiert werden muss.

Die versprochenen KI-Funktionen bleiben indes aus. Apples virtuelle Assistentin Siri erhält zwar Optimierungen für Vorschläge und Animationen, die großen generativen KI-Features wurden jedoch offiziell auf iOS 27 verschoben. Wer auf intelligente Sprachassistenz hofft, muss sich bis zum Sommer gedulden.

EU-konforme Öffnung: Drittanbieter-Zubehör und RCS-Verschlüsselung

Für Nutzer in der Europäischen Union hält die Beta 4 gleich mehrere Neuerungen bereit, die den wachsenden regulatorischen Anforderungen Rechnung tragen. Die Unterstützung für Drittanbieter-Wearables wurde ausgeweitet: Live Activities, Proximity Pairing und Benachrichtigungsweiterleitung funktionieren nun auch mit Nicht-Apple-Zubehör – eine Funktion, die bislang der Apple Watch vorbehalten war.

Ein weiterer Meilenstein ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS. Nachdem der entsprechende Schalter in der iOS 26.4 Beta auftauchte, dann aber aus der finalen Version verschwand, kehrt er nun zurück. Die Funktion ist entscheidend für die Privatsphäre beim Nachrichtenaustausch zwischen iPhone und Android-Geräten.

Zudem hat Apple den Datenübertragungsprozess für Android-Umsteiger verbessert. Nutzer können künftig wählen, ob sie die letzten 30 Tage, das letzte Jahr oder ihren gesamten Nachrichtenverlauf auf das neue iPhone übertragen möchten.

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Ausblick: Release Candidate im Mai, WWDC im Juni

Der Entwicklungszyklus von iOS 26.5 neigt sich dem Ende zu. Branchenbeobachter erwarten einen Release Candidate bis zum 4. Mai, die öffentliche Freigabe könnte bereits am 11. Mai erfolgen. Das Zeitfenster für letzte Optimierungen – insbesondere bei der Akku-Performance und der Werbeintegration – ist damit eng bemessen.

Der Fokus der Tech-Welt wird sich dann schnell auf die WWDC am 8. Juni richten. Dort wird Apple voraussichtlich iOS 27 vorstellen, das die lange erwarteten generativen KI-Funktionen enthalten soll. Parallel dazu hat der Konzern am Sonntag auch Beta 4 für macOS Tahoe 26.5, watchOS 26.5 und visionOS 26.5 veröffentlicht.

Für die aktuelle Nutzerbasis bleibt iOS 26.5 ein wartungsintensives Update: Es priorisiert regulatorische Compliance und neue Einnahmequellen über die revolutionären KI-Features, die erst im nächsten großen Release kommen sollen.