iOS 26.5 bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten

Apple schließt mit iOS 26.5 Sicherheitslücken und führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS ein. Das Update erfüllt EU-Auflagen.

Apple hat am 11. Mai 2026 iOS 26.5 veröffentlicht – die letzte große Aktualisierung vor dem erwarteten Debüt von iOS 27 Anfang Juni. Das Update bringt eine lang erwartete Sicherheitsfunktion: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android. Damit schließt Apple eine Sicherheitslücke, die Datenschutzexperten seit Jahren kritisierten.

Parallel zu iOS 26.5 erschienen Updates für iPadOS, macOS, watchOS und tvOS. Die neue Software erfüllt zudem Auflagen des Digital Markets Act (DMA) in der EU und bereitet neue Funktionen für Apple Maps vor.

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RCS-Verschlüsselung: Ende der Sicherheitslücke zwischen iPhone und Android

Das Herzstück des Updates ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten – zunächst im Beta-Status. Apple setzt dabei auf das RCS Universal Profile 3.0 und das Messaging Layer Security (MLS)-Protokoll. Die Verschlüsselung ist standardmäßig aktiv, sofern der Mobilfunkanbieter sie unterstützt.

In den USA haben AT&T, T-Mobile, Verizon und Mint Mobile die Funktion bereits freigeschaltet. Nutzer erkennen verschlüsselte Unterhaltungen an einem Schlosssymbol in der Chat-Oberfläche. Bislang war die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Apples eigenem iMessage-Dienst vorbehalten – der Austausch mit Android-Geräten blieb ungeschützt.

Das Update verbessert zudem den Umzug von iPhone zu Android: Nutzer können künftig einzelne Nachrichtenanhänge auswählen, statt alle Daten auf einmal übertragen zu müssen.

DMA-konform: Drittanbieter-Smartwatches erhalten Apple-Funktionen

Um den Vorgaben des Digital Markets Act zu genügen, öffnet Apple sein Ökosystem für Fremd-Hardware. In der EU können Drittanbieter-Smartwatches und Fitness-Tracker nun auf Funktionen zugreifen, die bislang der Apple Watch vorbehalten waren: Proximity Pairing, Benachrichtigungsweiterleitung und Live Activities.

Für Brasilien bereitet der Code in iOS 26.5 alternative App-Marktplätze und Sideloading vor – ein klares Signal, dass Apple sich auf regionale Öffnungen einstellt.

Mehr als 50 Sicherheitspatches schließen Schwachstellen in verschiedenen Systemkomponenten. Auch die Magic-Peripheriegeräte (Maus, Tastatur, Trackpad) profitieren: Sie koppeln sich nun automatisch per USB-C.

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WhatsApp Plus: Premium-Abo für 2,49 Euro im Monat

Parallel zu Apples Update startete am 11. Mai 2026 WhatsApp Plus für iOS. Der Meta-Konzern testet damit ein Abo-Modell für Premium-Funktionen, während die Kernkommunikation kostenlos bleibt.

Der Dienst kostet in Europa 2,49 Euro pro Monat, in den USA zwischen 2,49 und 2,99 Dollar. Dafür erhalten Abonnenten:

  • 18 Farbthemen und 14 benutzerdefinierte App-Symbole
  • Bis zu 20 angepinnte Chats (statt drei in der Standardversion)
  • 10 exklusive Klingeltöne und Premium-Animationen

Meta testet zudem 39 neue Chat-Designs für WhatsApp Web, darunter acht „lebendige“ Hintergründe. Branchenbeobachter sehen darin einen Trend zu gestaffelten Abo-Modellen, die Basisfunktionen von Personalisierung trennen.

Optimierung und Multimedia: Neue Funktionen im Detail

Mit rund 14 Gigabyte ist iOS 26.5 kein leichtes Update. Apple hat daher die Speicherverwaltung verbessert: Das System schlägt nun gezielter vor, ungenutzte Apps „auszulagern“ und bietet eine „Optimieren“-Einstellung für Fotos, die hochauflösende Versionen in der iCloud belässt.

Die neue „Pride Luminance“-Hintergrundkollektion bietet elf Voreinstellungen mit zwölf Farboptionen. Apple Music erhält ein „Playlist Playground“ (Beta), verbesserte Offline-Erkennung und ein Ambient-Musik-Widget.

Für das iPhone 17e gibt es eine erweiterte Anruf-Filterung für unbekannte Nummern und einen 48-Megapixel-Kamera-Umschalter. Die Erinnerungen-App unterstützt nun präzisere Zeitangaben, Freeform bekommt KI-gestützte Bildbearbeitung.

Ausblick: WWDC im Juni bringt iOS 27

iOS 26.5 ist die Brücke zur nächsten Generation. Die Branche blickt bereits auf die Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026. Dort wird Apple voraussichtlich iOS 27 vorstellen – mit integrierter Künstlicher Intelligenz als Schwerpunkt. Siri, das in diesem Update keine großen Neuerungen erhielt, dürfte dann im Mittelpunkt stehen.

Die RCS-Verschlüsselung wird sich in den kommenden Monaten weltweit ausbreiten – abhängig von der Kooperation der Mobilfunkanbieter. Und WhatsApp Plus wird zeigen, ob Nutzer bereit sind, für optische Aufwertungen zu zahlen, während die Konkurrenz kostenlos bleibt.