iOS 26.5 ist da: Apple ändert Wecker-Funktion und schließt Sicherheitslücken

Apple veröffentlicht iOS 26.5 mit verbesserter Wecker-Routing-Option und schließt über 50 Sicherheitslücken. EU-Nutzer profitieren von mehr Hardware-Offenheit.

Apple hat am 12. Mai 2026 das große Update auf iOS 26.5 veröffentlicht. Im Zentrum stehen eine lang erwartete Änderung der Wecker-Steuerung zwischen iPhone und Apple Watch sowie mehr als 50 Sicherheitspatches. Besonders für Nutzer in der Europäischen Union bringt die neue Softwareversion weitreichende Anpassungen.

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Alarm-Routing: Schluss mit dem sanften Wecker am Handgelenk

Eine der meistdiskutierten Neuerungen betrifft die Schlafphasen-Weckfunktion. Bislang gab das iPhone den Weckton standardmäßig an die gekoppelte Apple Watch weiter – sehr zum Leidwesen aller, die den sanften Vibrationsalarm der Uhr verschlafen haben. Mit iOS 26.5 können Nutzer nun erstmals erzwingen, dass der Wecker direkt über den iPhone-Lautsprecher ertönt, selbst wenn die Watch aktiv ist.

Die Update bringt zudem Verbesserungen für die Erinnerungen-App. Das System schlägt jetzt präzisere Zeitfenster vor, etwa automatische Erinnerungen für bestimmte Morgenstunden. Ein neues „Pride Luminance“-Hintergrundbild erlaubt die Anpassung mit bis zu zwölf Farben – inklusive passender Zifferblatt-Option für die Apple Watch.

Für Besitzer eines iPhone 15 Pro oder neuerer Modelle hält das Update erweiterte „Apple Intelligence“-Funktionen bereit. Dazu gehört die Erstellung von „Genmojis“ per Texteingabe sowie eine tiefere Integration externer KI-Modelle wie ChatGPT. Praktisch: Die Tastatur kann jetzt Rechnungen direkt im Textfeld lösen – wer eine Gleichung gefolgt von einem Gleichheitszeichen eingibt, erhält das Ergebnis über die Vorhersageleiste vorgeschlagen.

DMA-Konformität: Apple öffnet sich für Drittanbieter

Der 12. Mai markiert einen Wendepunkt für EU-Nutzer. Um den Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) zu genügen, erleichtert Apple die Einbindung von Fremd-Hardware. Kopfhörer und Wearables anderer Hersteller erhalten nun verbesserten Zugriff auf interaktive Benachrichtigungen und „Live Activities“ – Funktionen, die bislang Apples eigenem Zubehör vorbehalten waren.

In Nordamerika führt Apple derweil „Vorgeschlagene Orte“ in Apple Maps ein. Die Funktion legt den Grundstein für ein neues Werbemodell, das ab Sommer gesponserte Standorte prominenter anzeigen soll.

Ein bedeutender Schritt in der plattformübergreifenden Kommunikation ist die Beta-Einführung von RCS-E2EE (Rich Communication Services mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung). Der Standard verbessert Sicherheit und Funktionalität beim Messaging zwischen iOS und Android – vorausgesetzt, der jeweilige Mobilfunkanbieter unterstützt ihn. Aktiviert erlaubt er unter anderem flexiblere Zeiträume für die Nachrichtenhistorie (30 Tage bis zur gesamten Laufzeit) beim Wechsel zu einem Android-Gerät.

Sicherheitsoffensive: Mehr als 50 Lücken geschlossen

Die Sicherheitsupdates sind das Herzstück des Releases. Apple hat über 50 dokumentierte Schwachstellen behoben. Branchenanalysten heben besonders die Schließung von mindestens drei Remote-Exploits hervor, die Systemabstürze, Denial-of-Service-Angriffe oder das unbefugte Beenden von Apps ermöglicht hätten. Die Patches erscheinen nicht nur für iOS 26.5, sondern auch für ältere Versionen wie iOS 15, 16, 17 und 18 – ein wichtiger Schutz für Nutzer älterer Geräte wie dem iPhone 11 oder dem iPhone SE der zweiten Generation.

Die Veröffentlichung fällt mit einer Welle von Phishing-Angriffen auf iPhone-Nutzer zusammen. Anfang der Woche identifizierten Sicherheitsforscher betrügerische Nachrichten, die als offizielle iCloud-Speicherwarnungen getarnt sind. Die Täter versuchen, Apple-ID-Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen über manipulierte Links zu erbeuten. Experten betonen: Apple fordert solche Daten niemals per SMS oder E-Mail an. Nutzer sollten ihren Speicherstatus ausschließlich über die offiziellen Einstellungen prüfen.

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WhatsApp: Gratis-Zugang für KI-Konkurrenten und neues Abo-Modell

Parallel zu Apples Update hat Meta weitreichende Änderungen an seinem Messaging-Dienst WhatsApp vorgenommen. Am 12. Mai kündigte der Konzern an, konkurrierenden KI-Chatbot-Entwicklern für einen Monat kostenlosen Zugang zu WhatsApp zu gewähren. Der Schritt gilt als strategischer Versuch, drohende EU-Strafzahlungen in Milliardenhöhe zu vermeiden – bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes wären möglich. Dies folgt auf frühere Politikwechsel im Januar und März, die den Zugang zunächst einschränkten oder kostenpflichtig machten.

Gleichzeitig startet Meta die Monetarisierungsoffensive: „WhatsApp Plus“ – ein neues Abonnement-Modell für iOS- und Android-Nutzer in Europa und Mexiko. Für rund 2,49 Euro monatlich erhalten Abonnenten erweiterte Anpassungsmöglichkeiten: 18 Akzentfarben, 14 einzigartige App-Symbole und Premium-Sticker. Hinzu kommen bis zu 20 angepinnte Unterhaltungen und personalisierte Klingeltöne für einzelne Kontakte. Die Kernfunktionen bleiben kostenlos – die Premium-Sticker, die auch für Nicht-Abonnenten sichtbar sind, dienen als lebendige Werbung für das Bezahlmodell.

WhatsApp testet zudem neue Verwaltungstools: Ein „Incognito Chat“ für Meta AI ermöglicht flüchtige Unterhaltungen, die nach Schließen des Fensters verschwinden. Für Gruppenadministratoren kommt eine automatische Begrüßungsnachricht für neue Mitglieder – derzeit in der Beta-Phase für Android.

Ausblick: Der Herbst bringt iOS 27

Die gleichzeitige Veröffentlichung von iOS 26.5 und Metas Service-Updates spiegelt einen breiteren Trend wider: Regulatorischer Druck und technologischer Wettbewerb zwingen die Tech-Giganten zur Öffnung ihrer Plattformen. Der Einfluss der EU zeigt sich deutlich in Apples neuer Interoperabilität und Metas Bereitschaft, KI-Konkurrenten zu hosten.

Während die Nutzer nun auf iOS 26.5 umsteigen, richtet sich der Blick bereits auf den Herbst. Branchenbeobachter erwarten mit iOS 27 tiefgreifendere Veränderungen bei Sprachassistenten und der Systemintelligenz. Die Verfeinerungen von Siri und die stärkere KI-Integration dürften dann im Mittelpunkt stehen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die neue Wecker-Steuerung und die erweiterten Anpassungsmöglichkeiten den Nerv der Nutzer treffen – und wie die Konkurrenz darauf reagiert.