iOS 26.5 und One UI 8.5: Mobile Plattformen rüsten auf

Apple und Samsung veröffentlichen wichtige Software-Updates mit neuen Sicherheitsfunktionen, während die Zahl der Cyberangriffe auf Smartphones drastisch steigt.

Apple und Samsung liefern wichtige Updates aus – im Zeichen wachsender Cyber-Bedrohungen.

Die Mobilfunkbranche erlebt derzeit einen bemerkenswerten Schub an Software-Updates. Apple veröffentlichte diese Woche iOS 26.5, während Samsung seine One-UI-8.5-Version auf ältere Flaggschiff-Modelle ausweitet. Beide Hersteller reagieren damit nicht nur auf regulatorische Vorgaben, sondern auch auf eine dramatisch steigende Zahl von Cyberangriffen. Branchenbeobachter rechnen für 2026 mit Schäden durch Smartphone-Attacken in Höhe von 442 Milliarden Euro.

Apple setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Am 21. Mai 2026 brachte Apple iOS 26.5 auf den Markt – zusammen mit Updates für macOS und iPadOS. Die wichtigste Neuerung: eine Beta-Version der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten in der Messages-App. Getestet wird die Funktion unter anderem mit der Telekom. Das Ziel: die langjährige Sicherheitslücke in der Kommunikation zwischen iOS- und Android-Geräten schließen.

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Für Nutzer in der Europäischen Union bringt das Update weitere Änderungen. Dazu gehören vereinfachtes Bluetooth-Pairing für Drittanbieter und die Möglichkeit, Benachrichtigungen an Nicht-Apple-Geräte weiterzuleiten. Auch der App Store erhält eine Neuerung: Ein Abomodell mit einjähriger Laufzeit und monatlicher Zahlung, das nicht automatisch verlängert wird. Dieses Modell ist vorerst nur außerhalb der USA und Singapur verfügbar.

Die Sicherheitsabteilung des Konzerns hat 52 dokumentierte Schwachstellen geschlossen, darunter den kritischen Fehler CVE-2026-28950. Viele Patches betreffen die Komponenten Webkit und Kernel, um unbefugte Code-Ausführung zu verhindern. Bereits am 22. Mai wurden Hinweise auf interne Tests zu iOS 26.5.1 entdeckt. Branchenkenner erwarten das kleine Update schon in der kommenden Woche.

Samsung bringt KI-Funktionen auf ältere Geräte

Auch im Android-Lager tut sich einiges. Am 22. Mai veröffentlichte Google die dritte Beta von Android 17 QPR1 für Pixel-Geräte vom Pixel 6 bis zum Pixel 10. Die Vorabversion bringt verfeinerte Animationen für Kamera-Start und Schnelleinstellungen, mehr Hintergrundunschärfe und einen überarbeiteten Media-Player.

Samsung wiederum weitete am 21. und 22. Mai die Auslieferung von One UI 8.5 auf die Galaxy-S23-Serie, das Galaxy Z Fold 5 und das Galaxy Z Flip 5 aus. Das Update enthält KI-Funktionen, die bisher neueren Modellen vorbehalten waren: Audio Eraser, Creative Studio und Photo Assist. Besonders interessant: Die Galaxy-S23-Reihe erhält offenbar eine verbesserte Version von Bixby, die auf Perplexity AI basiert. In Indien bringt das Firmware-Update für die S23-Serie stolze 4 Gigabyte auf die Waage.

OnePlus lieferte am 22. Mai den Sicherheitspatch für Mai 2026 an das OnePlus 11 und das OnePlus Pad Lite aus – inklusive einer neuen Timer-Funktion mit geschätzter Endzeit. In China startete Realme am 23. Mai die Auslieferung von Realme UI 7 auf Basis von Android 16. Die Version führt ein „Lock Screen Island“ für Reiseverlauf und Musiktitel ein sowie eine KI-gestützte Menü-Übersetzung.

Die Bedrohungslage: Phishing-Welle erreicht neue Dimensionen

Die Dringlichkeit dieser Updates erklärt sich aus der aktuellen Bedrohungslage. Allein im ersten Quartal 2026 stiegen die Fälle von Banking-Trojanern um 196 Prozent auf 1,24 Millionen Fälle. Branchenberichten zufolge werden inzwischen 86 Prozent aller Phishing-Kampagnen von Künstlicher Intelligenz gesteuert – das tägliche Volumen liegt bei 3,4 Milliarden Phishing-Mails.

Die Angriffsmethoden werden raffinierter. „Quishing“ – Phishing über QR-Codes – legte im ersten Quartal um 150 Prozent zu, mit 18 Millionen gemeldeten Fällen. Neue Malware-Varianten wie „BeatBanker“ und „SuperCard X“ (das auf NFC-Skimming spezialisiert ist) bereiten Sicherheitsteams Kopfzerbrechen. In Wien setzten Angreifer sogenannte „SMS Blaster“ ein, die bis zu 100.000 betrügerische Nachrichten pro Stunde versenden können.

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Apple verhinderte eigenen Angaben zufolge allein 2024 betrügerische Zahlungen in Höhe von umgerechnet rund 2 Milliarden Euro. Über sechs Jahre summiert sich dieser Wert auf über 10 Milliarden Euro. Im selben Jahr lehnte Apple rund zwei Millionen Apps wegen Sicherheits- oder Datenschutzmängeln ab.

Ausblick: KI-Plattformen und neue Hardware

Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Entwicklerkonferenz. Am 8. Juni 2026 beginnt die Worldwide Developers Conference (WWDC). Apple wird voraussichtlich iOS 27 vorstellen – Gerüchten zufolge mit einem „Liquid Glass“-Design und einem grundlegend überarbeiteten Siri. Die KI-Funktionen könnten jedoch ein iPhone 15 Pro oder neuer voraussetzen. iOS 27 soll angeblich den Support für die iPhone-11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation einstellen.

Google verfolgt einen ähnlichen Kurs. Android 17 wird Berichten zufolge ein „Create My Widget“-Tool enthalten, mit dem Nutzer per Sprachbefehl eigene Startbildschirm-Widgets erstellen können. Das Feature, Teil der Gemini-Intelligence-Suite, soll im Sommer 2026 für Samsung Galaxy und Pixel erscheinen.

Im Hardware-Bereich halten sich Gerüchte über einen „iPhone Ultra“ – angeblich Apples erstes faltbares Smartphone, das im Juli 2026 auf den Markt kommen könnte. Für die Gegenwart bleibt festzuhalten: Die aktuellen Updates legen das Fundament für den großen KI-Sprung, der in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird.