iOS 26.5 und WhatsApp: EU-Privatsphäre im Fokus

iOS 26.5 öffnet sich für Drittanbieter, WhatsApp testet flexible Timer. Beide Konzerne reagieren auf EU-Vorgaben.

Neue Funktionen für iOS und WhatsApp sollen Sicherheit und Kompatibilität verbessern.

iOS 26.5 öffnet sich für Drittanbieter

Mit dem Update auf iOS 26.5 hat Apple am 18. Mai gezielt Funktionen für den europäischen Markt ausgerollt. Im Mittelpunkt steht die vereinfachte Bluetooth-Kopplung mit Geräten von Drittherstellern – bisher ein heikler Punkt für Nutzer von Nicht-Apple-Wearables.

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Erstmals können iPhone-Besitzer in der EU auch Benachrichtigungen an Fremdgeräte weiterleiten. Smartwatches und andere Gadgets von Konkurrenten lassen sich nun deutlich enger ins Apple-Ökosystem einbinden. Ein Schritt, den viele Nutzer seit Langem gefordert haben.

Die wohl wichtigste Neuerung: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten. Gemeinsam mit Google hat Apple die Sicherheitslücke zwischen iPhone und Android geschlossen. Künftig sind auch plattformübergreifende Chats vor fremden Zugriffen geschützt. Dazu kommen über 50 Sicherheitspatches, zehn davon schließen Lücken in der WebKit-Engine. Das Update steht ab dem iPhone 11 zur Verfügung.

WhatsApp testet „Nach dem Lesen“-Timer

Parallel dazu arbeitet Meta an neuen Privatsphäre-Features. In der iOS-Beta 26.19.10.72 testet WhatsApp einen Timer für verschwindende Nachrichten, der erst nach dem Öffnen durch den Empfänger startet. Bisher lief die Uhr ab dem Zeitpunkt des Versands.

Beta-Nutzer können zwischen fünf Minuten, einer Stunde oder zwölf Stunden wählen. Ungelesene Nachrichten löscht die App automatisch nach 24 Stunden. Die Funktion lässt sich pro Chat aktivieren – und wird auch für Android getestet.

WhatsApp erweitert zudem die Status-Funktion um eine „Close Friends“-Liste. Ähnlich wie bei Instagram lassen sich mehrere Gruppen anlegen – etwa für Familie oder Kollegen. Persönliche Updates sehen dann nur ausgewählte Kontakte. Ein lila Ring kennzeichnet solche eingeschränkten Statusmeldungen. Wer hinzugefügt oder entfernt wird, erfährt nichts davon.

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Dringende Sicherheitswarnung von Meta

Am 18. Mai warnte Meta vor zwei kritischen Sicherheitslücken. CVE-2026-23866 betrifft iOS und Android und hängt mit KI-generierten Nachrichten zusammen. CVE-2026-23863 gefährdet Windows-Nutzer durch einen Fehler bei NUL-Bytes in Dateinamen. Meta rät allen Nutzern zum sofortigen Update.

Unterdessen verschärfen Behörden in Pakistan die Regeln: Die PTA kündigte an, WhatsApp auf inaktiven oder nicht verifizierten SIM-Karten zu blockieren. Nutzer dort sollen ihre Konten auf geprüfte SIMs umziehen und biometrische Verfahren nutzen.

WWDC 2026: Abschied von Tim Cook

Die aktuellen Updates sind nur der Auftakt. Apples WWDC findet vom 8. bis 12. Juni statt. Am Eröffnungstag wird iOS 27 vorgestellt – mit starkem KI-Fokus.

Brancheninsider erwarten eine eigenständige Siri-App mit automatisch löschenden Chats (Speicherdauer: 30 Tage bis unbegrenzt). Angetrieben wird die neue Siri angeblich von Google Gemini – zunächst als Beta. Weitere Gerüchte: ein KI-Wallpaper-Generator namens Image Playground und intelligente Schreibwerkzeuge mit Grammatikprüfung.

Die WWDC 2026 wird historisch: Es ist die letzte unter Tim Cooks Führung. John Ternus übernimmt am 1. September. Der öffentliche Release von iOS 27 fällt in diese Übergangsphase.

Neue Ära für Messenger

Die Juni-Frist für regulatorische Vorgaben rückt näher. Die Integration von RCS-Verschlüsselung und die Öffnung von Systemfunktionen für Drittanbieter zeigen: Tech-Konzerne müssen sich in der EU neu aufstellen.

WhatsApps feinere Timer und zielgruppenspezifische Status-Updates folgen einem klaren Trend: Flüchtige Kommunikation und kontrollierte Reichweite werden zum Standard. Was heute in der Beta steckt, könnte morgen die Messlatte für globale Plattformen setzen.