iOS 26 sperrt Nutzer mit Sonderzeichen-Passcode aus

Ein fehlendes tschechisches Sonderzeichen im Sperrbildschirm von iOS 26 macht Geräte unbrauchbar. Betroffene stehen vor der Wahl zwischen Datenverlust und Warten auf einen Patch von Apple.

Betroffene, die ein bestimmtes tschechisches Sonderzeichen in ihrem Passcode nutzen, stehen vor verschlossenen Geräten. Apple arbeitet an einem Fix.

Ein verschwundenes Zeichen sorgt für Chaos

Der Fehler steckt im Sperrbildschirm von iOS 26. Das Sonderzeichen „Caron“ (ˇ) fehlt dort auf der virtuellen Tastatur. In Apps ist es weiter verfügbar, doch genau dort, wo es für die Passworteingabe gebraucht wird, wurde es entfernt.

Wer dieses Zeichen in seinem alphanumerischen Passcode hat, kann sein iPhone nicht mehr entsperren. Das System erkennt den korrekten Code nicht mehr und weist ihn zurück. Nach mehreren Fehlversuchen sperrt es das Gerät komplett oder löscht es.

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Dass ein einfaches System-Update zu massivem Datenverlust führen kann, sorgt derzeit für Verunsicherung unter iPhone-Besitzern. Wie Sie künftige Aktualisierungen ohne Stress und Risiko für Ihre Fotos und Dokumente meistern, erfahren Sie in diesem Schritt-für-Schritt-Ratgeber. So installieren Sie iOS-Updates sicher – ohne Datenverlust

Besonders massiv trat das Problem nach dem Update auf iOS 26.4 auf. Analysen zeigen: Unter iOS 18 war das Zeichen noch da. In der aktuellen Version wurde es durch einen anders kodierten Akzent ersetzt.

Datenverlust oder warten? Die bittere Wahl

Die Folge ist ein technisches Dilemma. Der offizielle Ausweg des Apple-Supports ist ein Werksreset. Das löscht alle lokalen Daten. Für Nutzer ohne aktuelles Backup bedeutet das den Totalverlust von Fotos und Dokumenten.

Mediale Aufmerksamkeit erlangte der Fall des Studenten Connor Byrne. Sein iPhone 13 ist seit Wochen blockiert. Er weigert sich, es zurückzusetzen, da ihm keine Backups seiner persönlichen Daten vorliegen.

Der Vorfall offenbart die Kehrseite robuster Sicherheit. Die starke Verschlüsselung schützt vor Hackern, wird aber zur Falle für den Besitzer. Apple selbst kann den Sperrbildschirm nicht umgehen.

Wann kommt der Retter-Patch?

Apple arbeitet unter Hochdruck an einem Bugfix, der das Zeichen wiederherstellen soll. Ein Veröffentlichungsdatum nannte der Konzern aber noch nicht. Interessant: Das jüngste Update 26.4.1 vom Anfang April behob das Problem nicht.

Stattdessen behebt es Fehler in der iCloud-Synchronisation und der Systemsuche. Dass der kritische Tastatur-Bug übergangen wurde, deutet auf hohe Komplexität hin. Experten erwarten die Lösung nun mit Version 26.4.2 oder erst mit iOS 26.5 im Mai.

Für ausgesperrte Nutzer heißt das: weiter warten oder alle Daten opfern. Eine unbefriedigende Situation, die Kritik an der Qualitätssicherung bei Apple laut werden lässt.

Wie konnte das passieren?

iOS 26 brachte im vergangenen September einen großen Neustart. Apple sprang von Version 18 direkt auf 26, um die Nummer an das Jahr anzupassen. Mit dem Update kam das neue „Liquid Glass“-Design.

Diese optische Generalüberholung erforderte tiefe Eingriffe in den Grafik-Stack. Vermutlich musste dabei auch die Systemtastatur neu programmiert werden. In diesem Prozess schlich sich der fatale Fehler ein.

Die Ironie: iOS 26 wirbt mit verbesserten Sicherheitsfeatures für Unternehmen. Dass nun ein Tastaturproblem rechtmäßige Nutzer aussperrt, ist ein Imageschaden.

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Die Komplexität neuer iOS-Versionen führt oft dazu, dass wichtige Sicherheitsaspekte in den Hintergrund rücken oder Einstellungen ungewollt verändert werden. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer erklärt in seinem kostenlosen PDF-Guide, welche Justierungen nach einem Update für Ihre Privatsphäre unverzichtbar sind. Jetzt Gratis-Ratgeber zur iPhone-Sicherheit sichern

Was Nutzer jetzt tun sollten

Der Vorfall ist eine deutliche Warnung. Sicherheitsexperten raten zu Passcodes mit Standard-Zeichen (A-Z, 0-9). Diese sind in allen Tastaturlayouts konsistent verfügbar und weniger anfällig für solche Fehler.

Zudem unterstreicht der Fall die lebenswichtige Bedeutung von Backups. Regelmäßige Sicherungen in die iCloud oder auf einen Computer bewahren vor dem Daten-GAU. Ohne Backup sind Nutzer machtlos.

Bleibt die Frage: Wird Apple den Fehler schnell genug beheben, um das Vertrauen nicht zu verspielen? Erste Berichte deuten an, dass einige Betroffene über einen Wechsel zu Android nachdenken. Für den Premium-Anbieter ein alarmierendes Signal.