iOS 27.3: Apple öffnet Siri AI für Apps von Drittanbietern

Die Entwicklervorschau erweitert Siri AI um App-Schnittstellen, neue Sprachoptionen und Funktionen auf weiteren Apple-Geräten.

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Mit der Entwicklervorschau auf iOS 27.3 hat Apple den Sprachassistenten Siri AI über das App-Intents-Framework für Drittanbieter geöffnet. Softwarehersteller erhalten damit die Möglichkeit, die KI-Funktionen in sämtliche Anwendungen einzubinden. Dies umfasst die Nutzung von persönlichem Kontext, die Verarbeitung natürlicher Sprache sowie die Erfassung von Bildschirminhalten.

Mehrstufige Abläufe über neue Schnittstellen

Zu den Neuerungen gehört die Funktion „App Skills“, mit der mehrere Einzelaktionen innerhalb einer Anwendung zu einem einzigen Sprachbefehl zusammengefasst werden können. Nutzer müssen den Namen der jeweiligen App bei der Anfrage nicht mehr explizit nennen, sofern die Anwendung im Vordergrund geöffnet ist, als Live-Aktivität läuft oder bereits Teil einer laufenden Siri-Unterhaltung ist.

Siri AI, das auf einem kompletten Neuschrieb des Assistenten basiert, war im September 2026 mit iOS 27 erschienen; ein eigenes Gedächtnis folgte mit Version iOS 27.2. Am 3. November 2026 zeigte sich, dass das System persönlichen Kontext wie den Standortverlauf heranzieht, um beispielsweise Fragen zu einem Café-Besuch in der vorherigen Woche zu beantworten.

Umfassende Steuerung eigener System-Apps

In den eigenen Betriebssystem-Apps demonstriert der Konzern die Tiefe der Systemintegration: Siri AI ist bereits in 15 Apple-Anwendungen integriert, darunter Kalender, Dateien, Finder, Journal, Mail, Karten, Nachrichten, Musik, Notizen, Fotos, Vorschau, Erinnerungen, Safari, Kurzbefehle und Wetter. Die KI kann unter anderem gezielt Cafés der Vorwoche heraussuchen oder Dateien archivieren, die älter als ein Jahr sind.

Innerhalb von Safari erfasst der Assistent den Inhalt ganzer Webseiten und führt tabübergreifende Aktionen aus, wie das Schließen aller Reddit-Tabs oder das Löschen des Seitenverlaufs der vergangenen 20 Tage.

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Weiterhin lassen sich doppelte Tabs schließen und Leselisten verwalten. In Apple Mail meldet Siri AI Nutzer von Verteilerlisten ab und kann gesendete E-Mails zurückrufen, während in Dateien Inhalte strukturiert und Dokumente nach Zeiträumen gelöscht werden.

Weitere Integrationen betreffen Nachrichten, wo iMessages zeitversetzt gesendet, überarbeitet oder mit Emoji-Reaktionen versehen werden können. In Notizen werden Rich-Text und Ordner erstellt, während die Fotos-App Favoriten vergibt, Bilder dreht sowie Personen und Tiere umbenennt.

Kalendertermine lassen sich inklusive Gästen, Ortsangaben und Videolinks anlegen, während das Journal Einträge per Transkription oder Audioaufnahme erfasst. In der Wetter-App können Orte hinzugefügt und Benachrichtigungen geregelt werden.

Erweiterte Geräteunterstützung und Sprachauswahl

Die aktuelle Entwicklervorschau erstreckt sich neben iOS 27.3 auch auf die Beta-Versionen von iPadOS, macOS und visionOS 27.3. Für iPadOS bringt die Beta einen dedizierten Siri-Reiter in der Kamera-App auf das iPad Pro und das iPad Air mit M1-Chip sowie auf das iPad mini mit A17-Pro- und A20-Pro-Prozessor.

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Dieser Modus ermöglicht visuelle Intelligenzfunktionen, bei denen Nutzer Objekte auf dem iPad mit dem Apple Pencil umkreisen können, um weiterführende Informationen abzurufen.

Sprachlich erweitert Apple die Unterstützung um Traditionelles Chinesisch, Vietnamesisch, Türkisch und Norwegisch. Zuvor wurden bereits Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch unterstützt. Die Nutzung setzt grundsätzlich ein Gerät voraus, das für Apple Intelligence ausgelegt ist, sowie eine der unterstützten Sprachen.

Verfügbarkeit und zukünftige Beschränkungen

Für Nutzer in der Europäischen Union steht Siri AI auf iOS, iPadOS und watchOS am 3. November 2026 weiterhin nicht zur Verfügung. Zudem ist der Dienst für Anwender unter 13 Jahren gesperrt; Apple gab an, konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten.

Für serverbasierte Funktionen von Apple Intelligence – darunter Siri AI, Bildbearbeitungswerkzeuge, der Image Playground und Cloud-Modelle in den Kurzbefehlen – gelten tägliche Nutzungslimits. Ein erweiterter Zugriff soll künftig kostenpflichtig angeboten werden; zur Höhe der Gebühren machte das Unternehmen noch keine Angaben.

Die Veröffentlichung von iOS 27.3 für die Allgemeinheit wird für Dezember erwartet. Erste Integrationen von Drittanbietern sollen in wenigen Monaten für Kunden bereitstehen, während reguläre Einreichungen entsprechender Apps im App Store für das Frühjahr vorgesehen sind.

Mehr zum Thema bei 9to5Mac: „iOS 27.3 expands Siri AI with many new capabilities across Apple apps“