iOS 27: Apple befreit GymKit von der Apple Watch

Apple öffnet GymKit für iPhone und AirPods Pro 3. Die Herzfrequenzmessung erfolgt nun über die Ohrhörer, die Daten werden direkt vom Fitnessgerät ans Smartphone übertragen.

Apple revolutioniert sein Fitness-Tracking: Ab iOS 27 funktioniert GymKit auch ohne Apple Watch.

Mit der Veröffentlichung der iOS-27-Beta Mitte Juni 2026 hat Apple sein GymKit-System grundlegend überarbeitet. Bislang war die smarte Verbindung zu Fitnessgeräten Apple-Watch-Trägern vorbehalten. Das ändert sich nun: iPhone und AirPods Pro 3 ersetzen gemeinsam die Uhr und sammeln umfassende Trainingsdaten direkt von kompatiblen Geräten.

iPhone als neues Steuerzentral

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Das aktualisierte System erlaubt es dem iPhone, sich direkt mit GymKit-fähigen Laufbändern, Heimtrainern und anderen Fitnessmaschinen zu verbinden. In einem 16-minütigen Test auf dem Laufband synchronisierte das Setup erfolgreich Daten wie Distanz, Steigung, Tempo und Kalorienverbrauch vom Gerät auf das Smartphone. Während das Laufband die mechanischen Werte lieferte, übernahmen die AirPods Pro 3 die Herzfrequenzmessung.

Die technische Auswertung dieser Konfiguration ergab: Die AirPods Pro 3 zeichneten während der Session eine durchschnittliche Herzfrequenz von 115 Schlägen pro Minute auf. Das System erfasste 1,06 Kilometer Distanz und 65 aktive Kalorien. Ein entscheidender Haken: Wird die Verbindung zu den Ohrhörern unterbrochen, stoppt auch das Workout-Tracking. Zudem aktualisieren sich die Aktivitätsringe in der Fitness-App weiterhin nur vollständig, wenn eine Apple Watch verbunden ist.

Präzision aus dem Ohr

Die Erweiterung von GymKit folgt auf die Markteinführung der AirPods Pro 3 im September 2025. Diese verfügen über einen PPG-basierten Herzfrequenzsensor, der 256 Messungen pro Sekunde durchführt. Eine im April 2026 in PLOS Digital Health veröffentlichte Validierungsstudie bescheinigte den Ohrhörern eine Abweichung von lediglich 2,02 Prozent im Vergleich zu medizinischen Brustgurten.

Die AirPods Pro 3, deren Preis bei großen Händlern zuletzt auf rund 170 Euro gesenkt wurde, bieten zudem eine verbesserte aktive Geräuschunterdrückung und die Schutzklasse IP57 gegen Staub und Wasser. Für Nutzer, die höchste Präzision suchen, liefert watchOS 27 zwar noch geringfügig feinere Daten. Doch die Kombination aus iPhone und AirPods macht das lästige Festhalten metallischer Kontakte an Fitnessgeräten oder das Tragen von Drittanbieter-Brustgurten überflüssig.

Gesundheits-App mit neuem Fokus

Neben der Hardware-Integration führt iOS 27 umfassendere Gesundheitsfunktionen ein. Die Health-App erhielt einen neu gestalteten „Entdecken“-Bereich mit einer kartenbasierten Oberfläche für bessere Datenvisualisierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung der Zyklusverfolgung um die Unterstützung für Perimenopause und Menopause. Nutzerinnen über 40 erhalten nun spezifische Benachrichtigungen und Tracking-Möglichkeiten für diese Lebensphase.

Ergänzend zu diesen Software-Änderungen startete Apple Fitness+ ein dreiwöchiges Programm namens „Stark durch die Wechseljahre“, das sich auf Krafttraining und Yoga konzentriert. Eine neue Visual Intelligence-Funktion für das iPhone 15 Pro und neuere Modelle erlaubt es zudem, mit der Kamera Nährwertinformationen von Mahlzeiten zu erfassen.

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Blick in die Zukunft

Während mehrere Funktionen bereits auf den Entwicklerveranstaltungen im Frühjahr vorgestellt wurden, deuten Berichte aus dem Juni 2026 darauf hin, dass Apple in internen Builds weitere Verbesserungen testet. Dazu gehört ein modulares Framework für Siri, das die Integration von KI-Chatbots Dritter wie denen von OpenAI, Anthropic oder Google ermöglichen würde.

Weitere unangekündigte Funktionen in den Beta-Versionen umfassen eine stärker anpassbare Kamera-App – möglicherweise für künftige Hardware gedacht – sowie ein modulares Zifferblatt, das eine vereinfachte Version der aktuellen High-End-Displays bietet. Die öffentliche Beta von iOS 27 wird voraussichtlich im Juli erscheinen, die finale Version für alle Nutzer ist für den Herbst 2026 geplant.