Apple hat die öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht und stattet das iPhone mit einer neuen Generation künstlicher Intelligenz aus. Das Update integriert Dokumentenmanagement und Sprachassistenten tiefer denn je ins System – und macht viele Drittanbieter-Apps überflüssig.
Schluss mit Scanner-Apps: Apple setzt aufs eigene Ökosystem
Bereits mit iOS 26 hatte Apple einen Dokumentenscanner direkt in die Preview-App eingebaut. Nutzer können eingescannte Unterlagen seither ohne Umwege in der iCloud ablegen. QR-Code-Scanner, Diktiergeräte und einfache Scan-Apps? Braucht es nicht mehr.
Mit iOS 27 geht der Konzern nun den nächsten Schritt. Das Herzstück heißt „Apple Intelligence“ – eine KI, die Siri grundlegend neu aufstellt. Der Sprachassistent greift auf Daten aus Nachrichten, Mails und Fotos zu, die direkt auf dem Gerät liegen. Die Folge: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller, die Bildverarbeitung legt um rund 70 Prozent zu.
Eine neue „Liquid Glass“-Oberfläche und natürliche Sprachbefehle für die Kurzbefehle-App runden das Paket ab. Wer etwa ein eingescanntes Dokument bearbeiten will, kann das künftig per Sprachbefehl erledigen.
KI direkt auf dem iPhone: 27 Milliarden Parameter lokal
Der wohl spannendste Fortschritt spielt sich unter der Haube ab. Am 14. Juli kündigte PrismML das Modell Bonsai 27B an – eine KI mit 27 Milliarden Parametern, die komplett auf dem iPhone läuft. In einer stark komprimierten Version belegt sie nur 3,9 Gigabyte Speicher, erreicht aber 90 Prozent der Leistung großer Industriemodelle.
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Das bedeutet: Dokumente lassen sich analysieren, korrigieren und durchsuchen, ohne dass Daten in die Cloud wandern müssen. Die KI beherrscht inzwischen das automatische Glätten gekrümmter Buchseiten, das Entfernen von Schatten und eine hochmoderne Texterkennung, die selbst Handschriften und gemischte Sprachen verarbeitet.
Profi-Tools von Drittanbietern: Nischen für Spezialisten
Trotz der geballten Apple-Offensive bringen Drittanbieter weiterhin spezialisierte Lösungen auf den Markt. PFU EMEA veröffentlichte heute die ScanSnap Camera – eine App, die dieselbe Bildverarbeitungstechnologie nutzt wie die bekannten ScanSnap-Hardware-Scanner. Passend zum 25-jährigen Markenjubiläum.
Ebenfalls neu:
- NexaScanner (ab heute): Texterkennung, Handschriftanalyse und Übersetzung für fünf Sprachen – alles lokal auf dem Gerät.
- Apryse Summer 2026 (seit gestern): KI-gestützte Texterkennung mit erweitertem Sprachenpaket und einer neuen „Kotlin Multiplatform“-Scanfunktion für Entwickler.
- Documents by Readdle (Update vom 14. Juli): Integrierte KI-Werkzeuge und PDF-Bearbeitung für iOS 16 und neuer.
Wer die neuen KI-Features nutzen kann – und wer nicht
Die fortschrittlichsten Siri-Funktionen der iOS-27-Beta setzen ein iPhone 15 Pro oder neuer voraus. Ältere Modelle bleiben außen vor. Zudem gilt: Wegen regulatorischer Hürden ist die neue KI zunächst weder in der EU noch in China verfügbar.
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Die öffentliche Beta ist ab sofort über das Apple-Beta-Software-Programm zugänglich – ein Entwicklerkonto ist nicht nötig. Allerdings fehlen in dieser ersten Version noch einige Werkzeuge wie „Image Playground“ und erweiterte Schreibhilfen.
Neben iOS 27 hat Apple gestern auch öffentliche Betas für iPadOS 27, watchOS 27 und macOS 27 „Golden Gate“ veröffentlicht. Der Konzern bringt die KI-gestützten Dokumenten- und Suchfunktionen damit auf das gesamte Geräte-Portfolio.

