Apple rüstet seine Videotelefonie kräftig auf: Mit iOS 27 können Nutzer künftig gleichzeitig Bilder von Front- und Hauptkamera übertragen. Die Funktion „Dual Capture“ richtet sich vor allem an Content Creator und Profis, die bei Videoanrufen mehr Perspektiven zeigen wollen.
Nur iPhone 17 kann senden – ältere Modelle empfangen
Die technischen Voraussetzungen sind streng: Das gleichzeitige Senden beider Kamera-Streams bleibt der iPhone-17-Serie vorbehalten – also dem Standardmodell, den Pro-Varianten und dem neuen „Air“-Modell. Gestartet wird die Funktion über den bekannten „Flip“-Button in der FaceTime-Oberfläche.
Besitzer älterer iPhones schauen bei der Übertragung durch die Röhre. Sie können Dual-Capture-Streams zwar weiterhin empfangen und ansehen, aber nicht selbst starten. Für viele Nutzer dürfte das eine herbe Enttäuschung sein – schließlich hätte Apple die Funktion technisch wohl auch für das iPhone 16 ermöglichen können.
„Call Context“: KI zeigt Buchungsdaten während des Gesprächs
Doch FaceTime ist nicht die einzige Neuerung. Mit „Call Context“ führt Apple eine intelligente Funktion ein, die während Telefonaten relevante Informationen direkt auf dem Display einblendet. Findet das System etwa eine Hotelbuchung in der Mail-App, erscheinen die Details passend zum Gespräch. Diese Funktion setzt allerdings ein iPhone 15 Pro oder neuer voraus, da die Verarbeitung direkt auf dem Gerät erfolgt.
Die weiteren Verbesserungen im Kommunikationspaket:
- Stabilere Verbindungen: Optimierter Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk, um Anrufabbrüche zu vermeiden
- Bessere Sprachqualität: Verbesserte Audio-Klarheit bei Anrufen
- Live-Untertitel: Jetzt auch für traditionelles Chinesisch
- Kinderschutz: Erweiterte elterliche Kontrollmöglichkeiten in Kommunikations-Apps
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RCS-Integration: Fizz-Kunden profitieren
Die fünfte Beta von iOS 27 enthält zudem Carrier Update 71.5.14, das Wi-Fi Calling und RCS für den kanadischen Anbieter Fizz (Videotron) freischaltet. Der Schritt folgt auf die Veröffentlichung von RCS Universal Profile 4.1 durch die GSMA Ende Juli. Apple treibt damit die Modernisierung des Nachrichtenaustauschs mit Drittanbieter-Protokollen weiter voran – ein Thema, das auch in Deutschland viele Android-Nutzer betrifft, die mit iPhone-Besitzern kommunizieren.
Siri bekommt Gemini-Unterstützung
Auch der Sprachassistent wird grundlegend überarbeitet. Siri erhält persönlichen Kontext und erweiterte App-Steuerung. Bemerkenswert: Die KI-Verbesserungen entstanden in Zusammenarbeit mit Google und nutzen dessen Gemini-Modelle – zumindest für englischsprachige Umgebungen. Ob die Zusammenarbeit auch auf andere Sprachen ausgeweitet wird, bleibt abzuwarten.
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Start im September: Das kann das iPhone 17
iOS 27 erscheint planmäßig Mitte September 2026 – zeitgleich mit dem iPhone-17-Launch. Die neuen Geräte bringen ordentlich Leistung mit: Das 6,3-Zoll-ProMotion-Display erreicht 3.000 Nits Helligkeit, die Kamera erhält eine 48-Megapixel-Ultraweitwinkel-Linse. Im Inneren arbeitet der A19-Prozessor mit 8 Gigabyte RAM. Im Geekbench-6-Test erzielt das System einen Multi-Core-Wert von 9.277 Punkten – ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration. Die Akkulaufzeit wurde ebenfalls verbessert: Bis zu 30 Stunden Videowiedergabe sind nun möglich.

