Mit dem Betriebssystem iOS 27 führt Apple ein neues Widget-Format namens „extra large“ für das iPhone ein. Wie aus Berichten hervorgeht, können Anwendungen, die dieses Format unterstützen, damit den Großteil einer einzelnen Home-Screen-Seite einnehmen. Als Anwendungsbeispiel zeigt Apple unter anderem die hauseigene Kalender-App.
Die Verfügbarkeit dieses besonders großen Formats ist nicht universell vorgegeben, sondern hängt von der Umsetzung durch die jeweilige App ab. Das Hinzufügen erfolgt wie gewohnt über ein langes Drücken auf den Home-Bildschirm, das Betätigen der Plustaste und die Auswahl in der Widget-Galerie, in der die jeweils verfügbaren Größen aufgeführt sind. Neben dem Hauptbildschirm erscheinen Widgets weiterhin auch in der Ansicht „Heute“.
Technische Steuerung über WidgetKit und Systemgrenzen
Die Funktionsweise der Elemente basiert weiterhin auf dem WidgetKit-Framework. Die Anzeigen laufen nicht kontinuierlich im Hintergrund, sondern aktualisieren sich nach festgelegten Zeitplänen. Unterstützte Schaltflächen innerhalb der Widgets ermöglichen es Nutzern, gezielte Einzelaktionen direkt auszuführen.
Überdies lassen sich Home-Screen-Seiten gezielt mit verschiedenen Fokus-Modi verknüpfen. Sofern dieselbe Apple-ID genutzt wird sowie iCloud Drive und die erforderlichen Einstellungen aktiv sind, können Konfigurationen auch über mehrere Geräte hinweg synchronisiert werden.
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Drittanbieter-Widgets bringen jedoch auch technische Anforderungen mit sich, da sie zusätzliche Systemberechtigungen und Ressourcen beanspruchen können. Wer Designs jenseits der Systemvorgaben anpassen möchte, greift auf separate Programme zurück.
Die Anwendung Widgetsmith bietet beispielsweise kleine, mittlere und große Widgets, bei denen sich Inhalte, Schriften, Farben und Hintergründe konfigurieren lassen. Während das Grundprogramm kostenlos ist, schlagen bestimmte Entwürfe mit 1,99 US-Dollar pro Monat oder 19,99 US-Dollar pro Jahr zu Buche.
Nutzer gestalten dort das Widget, fügen es anschließend über die iOS-Galerie hinzu und weisen ihm das gespeicherte Design zu. Für die Erstellung eigener Widgets in der Anwendung gelten zudem JavaScript-Kenntnisse als hilfreich.
Entwicklung seit iOS 14 und Erweiterungen in iOS 27
Das iPhone unterstützt Widgets seit dem Jahr 2020, als die Funktion mit iOS 14 auf dem Home-Bildschirm debütierte. Standardmäßig stehen seither kleine, mittlere und große Formate bereit. Zudem lassen sich sogenannte Smart Stacks erstellen, die bis zu 10 Widgets bündeln und über die Funktion „Smart Rotate“ automatisch rotieren können.
Während Kalender-Widgets unterschiedliche Ansichten bieten und Notizen-Widgets auf feste Ordner verweisen können, lassen sich Widget-Farben in iOS nicht direkt verändern; Dark Mode und das gewählte Hintergrundbild beeinflussen die Optik jedoch maßgeblich.
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Zusätzlich zum neuen Großformat auf dem Startbildschirm baut Apple mit iOS 27 auch andere Schnittstellen aus. Die mit iOS 26 eingeführten CarPlay-Widgets wurden in iOS 27 erweitert. Sie stellen unter anderem Wetterberichte, Sportergebnisse oder Smart-Home-Steuerungen auf Fahrzeugdisplays dar, wobei mehrere Apps gemeinsame Widget-Stapel nutzen können.
Auf dem Sperrbildschirm wiederum erlaubt iOS 27 eine veränderbare Uhrgröße, räumliche Effekte für Hintergrundbilder sowie anpassbare Steuerelemente, wenngleich die Schriftoptionen nach einer Größenänderung der Uhr begrenzt bleiben.

