iOS 27: Apple bringt generative Foto-KI am 16. September

Apple erweitert die Fotos-App in iOS 27 um generative Bearbeitung, bessere Alben und Video-Funktionen; Siri AI bleibt in der EU zunächst außen vor.

Mit der kommenden Betriebssystem-Version iOS 27 plant Apple eine tiefgreifende Integration künstlicher Intelligenz in die zentrale Fotos-App. Ende August vorgestellte Funktionen wie Reframe, Extend und Clean Up sollen es Anwendern ermöglichen, misslungene Aufnahmen nachträglich umfassend zu korrigieren. Die Werkzeuge nutzen generative Modelle, um Bildinhalte zu ergänzen oder störende Elemente spurlos zu entfernen.

Generative Fotobearbeitung durch Reframe, Extend und Clean Up

Im Zentrum der neuen Bearbeitungswerkzeuge steht die Korrektur von Bildkompositionen. Das Werkzeug Reframe dient dazu, den Winkel einer Aufnahme nachträglich zu justieren.

Ergänzt wird dies durch das Tool Extend, das Fotos über den ursprünglichen physischen Rahmen hinaus erweitert. Dabei generiert die KI neue Bildinhalte, wobei die Entwickler das Ziel verfolgen, eine plausible Fortführung des Motivs zu schaffen, statt absolute Perfektion zu garantieren.

Nutzer haben zudem die Möglichkeit, mit dem Clean-Up-Werkzeug unerwünschte Objekte aus einem Bild zu entfernen. Diese Funktion kann auch vorbereitend genutzt werden, bevor die KI-gestützte Erweiterung des Rahmens angewendet wird. Diese neuen Möglichkeiten der Bildmanipulation werfen in Fachkreisen jedoch vermehrt Fragen bezüglich der Authentizität von Fotografien sowie der Urheberschaft der generierten Inhalte auf.

Funktionsumfang der Fotos-App und Multimedia-Verbesserungen

Neben den Bearbeitungswerkzeugen erfährt die Fotos-App strukturelle Änderungen. Zur besseren Organisation der Bibliothek führt das System 5-Sterne-Bewertungen ein, wobei diese Funktion in der Standardeinstellung zunächst ausgeblendet bleibt. Neue automatisierte Sammlungen wie „Captured by Me“ und „Identity Documents“ sollen den Zugriff auf spezifische Inhalte erleichtern.

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Eine wesentliche Neuerung betrifft die Extraktion von Standbildern aus Videos. Nutzer können künftig ein Standbild direkt als hochwertiges Foto in Originalqualität speichern. Bisher war hierfür ein Screenshot notwendig, der meist mit einem Qualitätsverlust einherging. Auch die Slideshow-Funktion wurde durch neue Übergänge und eine Video-Export-Option aufgewertet.

Für das gemeinsame Nutzen von Bildern wurden die iCloud Shared Albums überarbeitet. Diese unterstützen nun die volle Auflösung der Aufnahmen sowie das plattformübergreifende Teilen mit Nutzern von Windows- und Android-Systemen. In den Alben können Anwender zudem mit Emojis auf Bilder reagieren.

Die Speicherung erfolgt in voller Qualität, wobei der Speicherplatz dem iCloud-Konto des Besitzers zugerechnet wird – dies gilt auch für Uploads durch Gäste. Davon ausgenommen sind lediglich temporäre Alben mit einer Laufzeit von 30 Tagen sowie bereits bestehende ältere Alben.

Systemweite KI-Integration und Einschränkungen in der EU

Die künstliche Intelligenz hält auch in anderen Systembereichen Einzug. Der Sperrbildschirm erhält neue Optionen, darunter das Tool Image Playground für KI-generierte Hintergrundbilder sowie die Möglichkeit, das Now-Playing-Widget zu entfernen und die Uhrzeit flexibel zu positionieren. Apple Notes wird um Markdown-Unterstützung, Trennlinien und eine Siri-Integration für Sprachdiktate erweitert.

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Die neue Siri-KI, die auf Modellen wie Gemini basiert, sowie Funktionen zur visuellen Intelligenz werden vorerst nicht in der Europäischen Union zur Verfügung stehen. Für die Nutzung von Siri AI ist mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein neueres Modell erforderlich.

Zudem wird der Dienst Apple One erweitert: Siri AI unterliegt täglichen Nutzungslimits, die je nach gewähltem Tarif variieren. HomeKit Secure Video unterstützt künftig 4K-Streaming und bietet KI-generierte Beschreibungen für Videoinhalte an.

Zeitplan für die Veröffentlichung und Kompatibilität

Die Veröffentlichung von iOS 27 wird für den 16. September erwartet, nachdem die neuen Hardware-Modelle der iPhone-18-Serie voraussichtlich am 9. September angekündigt werden. Das Betriebssystem ist mit dem iPhone 11 und allen neueren Modellen kompatibel.

Die Installation des Updates nimmt laut vorliegenden Informationen etwa 10 Minuten in Anspruch. Nutzer sollten beachten, dass die anschließende Spotlight-Indexierung der Datenmenge auf dem Gerät zu einer vorübergehenden Verlangsamung des Systems führen kann.