Der App Store erlebt einen Wandel hin zu intelligenten Assistenten und spezialisierten Nischen-Apps. Meta bringt seinen KI-Assistenten aufs iPhone, Apple rüstet das eigene Ökosystem auf – und der Datenschutz rückt in den Fokus.
Meta AI: Der persönliche Assistent aus dem Social-Media-Kosmos
Am 22. Juni 2026 veröffentlichte Meta die Version 278.0.0 seiner Meta AI-App. Der persönliche Assistent greift tief in die Daten von Instagram, Facebook und Threads. Nutzer können Fragen stellen, Shopping-Empfehlungen erhalten oder sich über lokale Sehenswürdigkeiten informieren.
Die App bietet eine Reihe von Funktionen: Dateianalyse, KI-generierte Videos und einen Live-Interaktionsmodus. Für datenschutzbewusste Nutzer gibt es einen Inkognito-Chat. Die Sprachsteuerung beherrscht 13 Sprachen. Meta bewirbt die App zudem als Begleiter für KI-gestützte Brillen.
Doch die App sammelt umfangreich Daten: Standort, Kontakte, Suchverlauf und Umgebungsinformationen. Das geht aus den Datenschutzhinweisen im App Store hervor. Voraussetzung für die Nutzung ist iOS 17.2 oder neuer.
Apple rüstet auf: Neue Funktionen für Kamera und Einladungen
Parallel zu den Drittanbieter-Apps hat Apple sein eigenes Ökosystem erweitert. Am 23. Juni 2026 erschien Version 1.9.0 der Invites-App. Neu sind Co-Hosting-Funktionen und individuelle Event-Hintergründe. Ein Datenschutz-Toggle erlaubt Gastgebern, die Sichtbarkeit der Gästeliste zu steuern.
Im Zuge der Einführung von iOS 27 erreichte die Kamera-App am 25. Juni 2026 die zweite Entwickler-Beta. Der neue Siri-Modus ermöglicht komplexe Aktionen direkt durch den Sucher. Nutzer können etwa Restaurantrechnungen scannen und die Kosten per Apple Cash teilen oder Nährwertinformationen von Lebensmitteln abrufen. Die volle KI-Power bleibt dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten.
Meta AI sammelt Standort, Kontakte und Suchverlauf – das zeigt der aktuelle Test. Mit den neuen iOS-27-Einstellungen können Sie diese Zugriffe gezielt blockieren. Unser kostenloser Guide zeigt Ihnen die wichtigsten Hebel. Jetzt Datenschutz-Guide anfordern
Zusätzlich stellte Apple eine eigenständige Siri AI-App vor. Sie bietet erweiterte Schreibfunktionen und wird von Google Gemini angetrieben. Allerdings: In der Europäischen Union wird die App zunächst nicht erscheinen.
Datenschutz im Fokus: App zeigt versteckte Tracking-Daten
Am 24. Juni 2026 erschien die Sicherheits-App Loupe im App Store. Entwickelt von Mysk, zeigt sie Nutzern, welche Daten andere Apps ohne explizite Erlaubnis auslesen können. Dazu gehören Batteriestatus, Bildschirmgröße und Sensordaten. Die Entwickler warnen: Solches „Device Fingerprinting“ kann sogar installierte Apps und Namen gekoppelter Geräte erkennen.
Ein Nischen-Erfolg kommt aus Australien: Die LINES-App erreichte die Spitze der App-Store-Charts. Sie zeigt Echtzeit-Warteschlangen für lokale Events und Einrichtungen an. Über 100.000 Sitzungen und tausende Videoaufrufe von Warteschlangen belegen den Bedarf.
App Store: Wachstum verlangsamt sich
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Trotz neuer Impulse: Analysten von Morgan Stanley berichten für Ende Juni 2026 von einem verlangsamten Netto-Wachstum des App Store auf rund 2,4 Prozent im Jahresvergleich. Apples gesamte Service-Erlöse bleiben dagegen robust – das Wachstum liegt zwischen 14 und 16 Prozent.
Der App Store durchlief zudem regulatorische Anpassungen. Am 25. Juni 2026 entfernte Apple 16 Apps der VK Group, darunter VK Messenger und VK Music. Das Kern-Netzwerk VKontakte bleibt verfügbar. Russlands Ministerium für digitale Entwicklung forderte daraufhin eine Kartelluntersuchung. Bereits Anfang Juni hatte Apple die Regeln für qualitativ minderwertige Apps verschärft.

