Apple bringt mit iOS 27 das große Update für sein Infotainmentsystem CarPlay. Erstmals lassen sich Videos im Auto streamen – allerdings nur im Stand.
Die Ankündigung auf der WWDC 2026 Mitte Juni markiert einen Wendepunkt für die Apple-Strategie im Fahrzeugbereich. Der neue Video-Modus erlaubt es Nutzern, über AirPlay Inhalte auf dem Fahrzeugdisplay abzuspielen. Voraussetzung: Das Auto muss geparkt sein. Entwickler erhalten zudem die Werkzeuge, um eigene Video-Browsing-Apps für die Plattform zu programmieren.
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Sicherheit hat Vorrang
Apple hat einen cleveren Schutzmechanismus eingebaut: Sobald sich das Fahrzeug in Bewegung setzt, schaltet das System automatisch auf reine Audiowiedergabe um. Der sogenannte „Audio Fallback“ verhindert gefährliche Ablenkung am Steuer.
Die Apple-TV-App und iTunes-Inhalte werden direkt unterstützt. Wer jedoch YouTube oder Netflix über die Standard-Casting-Funktion nutzen möchte, muss sich gedulden – diese Dienste sind vorerst nicht kompatibel. Entwickler können aber native Apps für die CarPlay-Oberfläche erstellen.
Siri wird deutlich intelligenter
Mit dem neuen Apple Intelligence 2.0-Framework erhält Siri im Auto ein grundlegendes Upgrade. Die Sprachassistentin präsentiert sich mit einer schwebenden Kugel-Oberfläche und einem Chat-Verlauf. Das ermöglicht natürlichere Unterhaltungen und bessere Kontextverständnis.
Die KI-Modelle, die in Zusammenarbeit mit Partnern wie Google entwickelt wurden, verstehen nun auch, was auf dem Bildschirm passiert. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die erweiterten KI-Funktionen benötigen ein iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max oder ein iPhone 16 und neuer.
Neue Optik und praktische Features
Das Interface wurde grundlegend überarbeitet. „Liquid Glass“-App-Symbole und die neue „Celosia“-Hintergrundserie mit 18 verschiedenen Optionen in Hell- und Dunkelmodus sorgen für frisches Design.
Praktische Neuerungen im Überblick:
– Audio-Miniplayer: Ein Overlay, das die Mediensteuerung erlaubt, ohne die Navigation zu verlassen
– Direktes Scrubbing: Die „Now Playing“-Ansicht unterstützt jetzt das direkte Vor- und Zurückspulen – bei manchen Konfigurationen nur über Kabel
– Smart Zoom: Verbesserte Display-Skalierung für verschiedene Bildschirmgrößen
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Bessere Navigation und stabilere Verbindung
iOS 27 soll auch die alltäglichen Ärgernisse beheben. Die GPS-Genauigkeit wurde speziell für schwierige Umgebungen wie Tunnel oder Hochhausschluchten verbessert. Zudem verspricht Apple stabilere drahtlose CarPlay-Verbindungen über Bluetooth und WLAN.
Das Update ist für das iPhone 11 und neuere Modelle verfügbar. Eine Entwickler-Beta gibt es seit dem 8. Juni, eine öffentliche Beta folgt im Juli. Die finale Version wird für September 2026 erwartet.
Luxus und Massenmarkt
Während die meisten Funktionen für bestehende CarPlay-fähige Fahrzeuge mit Breitbild-Displays verfügbar sind, bleibt die „CarPlay Ultra“-Ausstattung vorerst Luxusmarken wie Aston Martin vorbehalten. Branchenbeobachter rechnen jedoch mit einer Ausweitung auf kommende Elektroautos wie den Hyundai IONIQ 3.
Spannend ist ein möglicher Vorstoß von Tesla: Gerüchten zufolge plant der Elektroautobauer, CarPlay in sein eigenes Infotainmentsystem zu integrieren. Dabei soll Apples System parallel zur Tesla-Software laufen, ohne Kernfunktionen wie Autopilot oder Full Self-Driving zu beeinträchtigen.

