Apple drückt beim Umbau seines Ökosystems aufs Tempo: Mit einem neuen Abo-Modell für iPhones, Macs und iPads will der Konzern den Hardware-Absatz ankurbeln – und die nächste iOS-Version bringt tiefgreifende Änderungen bei Siri und Bedienung.
Der US-Konzern hat Anfang August ein neues Leasing-Programm für seine Geräte gestartet und parallel das Update iOS 26.6 veröffentlicht. Es enthält Sicherheits-Patches und erste Vorbereitungen für das kommende iOS 27, dessen öffentliche Beta bereits läuft. Der offizielle Release wird für September erwartet.
Neues Abo-Modell für Apple-Hardware
Das Programm „Apple Upgrade“, das zusammen mit dem Finanzdienstelister Klarna umgesetzt wird, ersetzt das bisherige iPhone-Upgrade-Programm. Kunden können Apple-Geräte nun flexibel mieten: iPhones und Apple Watches über zwölf oder 24 Monate, iPads und Macs über 24 oder 36 Monate.
Der Schritt kommt nicht zufällig. Apple bereitet sein Ökosystem auf eine tiefere Integration künstlicher Intelligenz vor. Branchenberichten zufolge sollen zwischen Oktober und Anfang nächsten Jahres weitere Geräte folgen – darunter ein neuer Home Hub mit Siri-KI-Funktionen.
iOS 27: Neue Gesten und smartere Siri
Die Beta von iOS 27 verändert die Bedienung des iPhones grundlegend. Erstmals seit 15 Jahren wird die klassische Wischgeste für Benachrichtigungen angepasst: Ist Siri-KI aktiviert, öffnet ein Wisch von der oberen Bildschirmmitte nun den Assistenten. Das Benachrichtigungscenter wandert dafür in die obere linke Ecke.
Auf dem iPad wird die Trennung noch deutlicher: Links befindet sich das Benachrichtigungscenter, rechts das Kontrollzentrum – jeweils etwa zwei App-Spalten breit. Tester bemängeln allerdings, dass sich die neuen Gesten derzeit nicht abschalten lassen.
Siri selbst wird grundlegend erneuert. Der Assistent versteht künftig Kontext besser, führt Unterhaltungen natürlicher und kann Aktionen in verschiedenen Apps ausführen. Zudem sind Integrationen mit externen Chatbots von OpenAI, Anthropic und Google geplant. Während Basisfunktionen auf dem iPhone 11 und neueren Modellen laufen, benötigen die erweiterten KI-Funktionen mindestens ein iPhone 15 Pro. Die Siri-KI-Beta soll später in diesem Jahr starten – zunächst nur auf Englisch und ohne EU- und China-Märkte.
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Produktivität: Das ist neu in den Apps
Notizen: Die App unterstützt jetzt Abschnitts-Links, horizontale Trennlinien und verbessertes Markdown – inklusive „Copy as Markdown“-Funktion. Siri-KI kann Notizen erstellen oder aktualisieren und über Image Playground fotorealistische Bilder erzeugen.
Mail: Die Suche wurde grundlegend überarbeitet. Ein neues Ranking-Verfahren liefert relevantere Ergebnisse, die auf Bedeutung statt nur auf Stichworten basieren.
Fotos: Neue Werkzeuge ergänzen die Bearbeitungs-Suite: „Clean Up“ entfernt Objekte, „Reframe“ korrigiert Perspektiven und „Extend“ erweitert Bilder per KI.
iMessage: Der Messenger zeigt nun einen Fortschrittsbalken beim Hochladen von Medien. Kontextbezogene Vorschläge erleichtern das Anlegen von Kalendereinträgen oder das Teilen des Standorts. Mit „Genmoji“ lassen sich individuelle Emojis per Textbeschreibung erstellen.
Zudem räumt Apple mit langjährigen Nutzerbeschwerden auf: Das Mikrofon-Symbol im Nachrichtenfeld lässt sich jetzt ausblenden – eine Reaktion auf versehentliche Sprachaufnahmen. Auch getrennte Lautstärke-Regler für Klingelton und Wecker sind endlich an Bord.
Mit den neuen Funktionen wächst auch die Anzahl der technischen Begriffe rund um das iPhone-Ökosystem. Damit Sie bei Bezeichnungen wie iOS, KI-Integration oder AirDrop den Überblick behalten, erklärt dieses Gratis-Lexikon die 53 wichtigsten Begriffe leicht verständlich. iPhone-Lexikon kostenlos als PDF sichern
Stabilität und System-Verbesserungen
Die kommende Software-Version soll auch die Zuverlässigkeit der Kommunikationsdienste erhöhen. Entwickler melden Fixes für drei hartnäckige iMessage-Fehler: Fehlgeschlagene Nachrichten werden künftig automatisch im Hintergrund erneut gesendet, die Synchronisierung über mehrere Geräte wurde verbessert, und der Versand von Mediendateien blockiert keine Textnachrichten mehr.
In der Wallet-App lassen sich nun manuell Pässe aus statischen QR-Codes erstellen. Safari erhält eine „Notify Me“-Funktion und eine vereinfachte Installation für Browser-Erweiterungen.
Während Apple die Funktionen über die im Juli gestartete öffentliche Beta weiter verfeinert, blickt der Konzern bereits in die Zukunft: Bei der Entwicklerkonferenz WWDC 2027 sollen datenschutzorientierte Smart Glasses Thema sein.

