Apple hat für sein Betriebssystem iOS 27 eine neue Sicherheitsfunktion namens „Impersonation Risk Detection“ (IRD) vorgestellt. Die am 14. September 2026 präsentierte Technologie soll Nutzer vor betrügerischen Social-Engineering-Versuchen schützen, indem sie potenzielle Risiken bei eingehenden Interaktionen identifiziert und kategorisiert.
Funktionsweise und Datenschutz der Risikoerkennung
Die neue IRD-Funktion stuft die Wahrscheinlichkeit eines Betrugsversuchs in die Kategorien „unknown“, „medium“ und „high“ ein. Laut Apple erfolgt die Analyse der Risikostufen vollständig auf dem Endgerät (on-device).
Hierfür werden Apple-Konto- und Gerätedaten wie Nutzungsmuster, Timing, Kontext sowie Sensordaten herangezogen. Apple unterstrich, dass Inhalte aus Fotos, Nachrichten oder E-Mails für diesen Prozess ausdrücklich nicht ausgewertet werden.
Nutzer müssen die Funktion manuell in den Systemeinstellungen unter dem Punkt „Datenschutz & Sicherheit“ sowie dem Untermenü „Share with App Developers“ aktivieren. Nach einer Aktivierung oder Änderung der Einstellungen kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Maßnahmen wirksam werden. Während das Feature für das iPhone bereitgestellt wird, ist es für das Betriebssystem macOS 27 nicht verfügbar.
Erweiterungen in der Beta-Phase und regionale Unterschiede
Kurz nach der Einführung von iOS 27 wurde am 16. September 2026 die erste Beta-Version von iOS 27.2 für Entwickler freigegeben. Diese enthält eine Erweiterung des Call Screenings auf die italienische Sprache.
Zudem wurde ein verpflichtender Hinweis zur Tracking-Einwilligung für Nutzer in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien implementiert, während dieser in anderen EU-Staaten optional bleibt.
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Die künstliche Intelligenz von Siri wurde um fünf Sprachen erweitert, darunter Französisch, Japanisch und Spanisch, steht jedoch in der Europäischen Union auf iPhones und iPads vorerst nicht zur Verfügung.
Steigender Druck durch KI-Betrug und Robocalls
Die Einführung solcher Schutzmechanismen erfolgt vor dem Hintergrund massiv steigender Betrugszahlen. Branchenanalysten von Vectra zufolge verzeichnete KI-basierter Betrug im Jahr 2025 einen Zuwachs von 1.210 Prozent. Weltweit werden jährlich über 50 Milliarden automatisierte Robocalls registriert. Marktforscher gehen davon aus, dass mittels Google-Suchen etwa 40 bis 60 Prozent unbekannter Anrufer identifiziert werden können.
In den Vereinigten Staaten reagiert die Politik auf die Belastung der Bürger durch illegale Werbeanrufe. James Uthmeier schlug am 19. September 2026 den „Florida Anti-Spam Communications Act“ vor. Dieser sieht vor, Spam-Anrufe von einem bloßen Vergehen zu einem Verbrechen mit obligatorischer Haftstrafe aufzuwerten.
Telefonanbieter sollen zudem verpflichtet werden, die Anrufer-Identität (Caller-ID) zu authentifizieren. Eine Bewohnerin aus Jacksonville berichtete im Zuge der Debatte, etwa 15 Spam-Anrufe pro Stunde zu erhalten.
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Technische Details zur Anruferverwaltung
Für die Verwaltung unerwünschter Kontakte bietet Apple verschiedene Mechanismen an. Das Blockieren einer Nummer, die nicht im Telefonbuch gespeichert ist, kann direkt über den Reiter der letzten Anrufe erfolgen.
Diese Blockierung synchronisiert sich über den gesamten Apple-Account und umfasst Telefonate, FaceTime, Nachrichten und E-Mails. Blockierte Anrufer erhalten keinen Hinweis auf ihren Status, können jedoch weiterhin Nachrichten auf der Voicemail hinterlassen, die in einem gesonderten Bereich gesammelt werden.
Auf älteren Geräten wie dem iPhone 6, das maximal iOS 12 unterstützt, fehlen moderne Funktionen wie das automatische Stummschalten unbekannter Anrufer. Hier müssen Nutzer auf den Nicht-Stören-Modus oder Drittanbieter-Apps ausweichen.
Bei aktuellen Modellen zeigen zudem farbige Indikatoren den Status der Privatsphäre an: Ein oranger Punkt signalisiert den Zugriff auf das Mikrofon, während ein grüner Punkt die Nutzung von Kamera oder Mikrofon anzeigt. Ein grüner Haken neben einer Rufnummer weist auf eine erfolgreiche STIR/SHAKEN-Verifizierung durch den Netzbetreiber hin.

