Die neueste Entwickler-Beta von iOS 27 bringt eine Reihe fortschrittlicher KI-Funktionen für die Kamera- und Bildbearbeitung. Nach ersten Vorschauen Anfang Juni zeigen technische Tests Ende Juni nun, wie tief Apple künstliche Intelligenz in das System integriert. Von der automatischen Bilderweiterung bis zur intelligenten Perspektivkorrektur – die neue Software verändert grundlegend, wie Nutzer ihre Fotos bearbeiten.
Generative KI: Bilder erweitern und neu ausrichten
Das Herzstück der Neuerungen ist die AI-Powered Extend-Funktion in der Fotos-App. Sie erlaubt es, Bildränder mit generativer KI zu erweitern. Erste Tests vom 28. Juni zeigen: Der Prozess dauert zwischen zehn und 15 Sekunden und liefert meist verblüffend realistische Ergebnisse. Zwar können gelegentlich KI-Artefakte oder Unschärfen auftreten, doch insgesamt überzeugt die Qualität. Die Funktion benötigt eine aktive Internetverbindung.
Daneben führt iOS 27 Spatial Reframing ein – eine KI, die nachträglich die Perspektive eines Fotos verändert. Weitere Werkzeuge wie Clean Up zum Entfernen störender Objekte und eine Reframe-Option ergänzen das Paket. Für Profis gibt es zudem KI-basierte RAW-Bearbeitung und eine „Move To“-Funktion zur Dateiorganisation.
Diese Neuerungen profitieren von der grundlegenden Siri-Überholung, die Apple auf der Entwicklerkonferenz am 8. Juni ankündigte. Der Assistent wurde auf Basis der Google-Gemini-Technologie neu aufgebaut und versteht nun Bildschirminhalte sowie persönlichen Kontext. Für Fotografen bedeutet das: Siri kann künftig Aktionen direkt in Apps ausführen, basierend auf dem, was gerade auf dem Display zu sehen ist.
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Versteckte Schätze der aktuellen Kamera-App
Doch nicht alles ist neu: Die aktuelle Kamera-App bietet bereits heute Funktionen, die viele Nutzer übersehen. Live Text etwa erlaubt es, Text direkt im Sucher oder in gespeicherten Fotos zu interagieren – sei es zum Übersetzen, Umrechnen von Währungen oder Öffnen von Webseiten.
Die Hardware-Features variieren je nach Modell. Cinematic Mode (Tiefenschärfeeffekt) steht ab iPhone 13 zur Verfügung, Action Mode für stabilisierte Videos ebenfalls. Beim Zoom klaffen die Modelle auseinander: iPhone 17 und iPhone 17 Air bieten 10-fachen Digitalzoom, die Pro-Varianten bis zu 40-fach.
Die kommende Visual Intelligence-Funktion bleibt iPhone 15 Pro und neueren Geräten vorbehalten. iOS 27 selbst läuft ab iPhone 11 – mit über 40 Optimierungen für mehr Geschwindigkeit. Entwickler berichten von einem neuen CPU-Scheduler für ältere Hardware und rund 80 Prozent schnelleren AirDrop-Übertragungen.
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Drittanbieter-Apps für Profis
Wer über die nativen Funktionen hinausgeht, findet im App Store spezialisierte Werkzeuge. Reeflex etwa bietet manuelle Steuerung für ISO, Verschlusszeit, Fokus und Weißabgleich – inklusive Zebrastreifen, Histogrammen und Fokus-Bracketing.
Apps wie Reeheld und Reexpose ermöglichen Handheld-Langzeitbelichtungen von einer bis 30 Sekunden. Sie nutzen softwarebasierte Stabilisierung, sodass selbst bei Bewegungsunschärfe oder schwachem Licht kein Stativ nötig ist.
Beta-Phase und Ausblick auf 2027
Derzeit befindet sich iOS 27 in der zweiten Entwickler-Beta, veröffentlicht am 29. Juni 2026. Sie bringt neben den Kameraneuheiten aktualisierte Sperrbildschirm-Mediensteuerungen und Preisverfolgung in Safari. Eine dritte Beta wird um den 6. Juli erwartet, die öffentliche Beta Mitte Juli. Der finale Release ist für Herbst geplant, möglicherweise um den 14. September.
Branchenleaks vom 29. Juni deuten zudem auf eine deutliche Erweiterung der iPhone-Reihe bis 2027 hin. Geplant sind demnach das iPhone Air 2 und ein günstiges iPhone 18e im Frühjahr 2027, gefolgt von der iPhone 19 Pro-Serie und einem faltbaren Ultra 2 im Herbst. Diese Geräte sollen die KI- und Fotografie-Verbesserungen aus der aktuellen Beta-Phase voll ausschöpfen.

