Apple hat auf der WWDC ein massives Update für das iPhone-Betriebssystem präsentiert. Im Zentrum von iOS 27 steht eine grundlegende Neugestaltung der Kurzbefehle-App, die dank künstlicher Intelligenz nun deutlich einfacher zu bedienen sein soll.
Auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni zeigte Apple, wie die neue Apple Intelligence die Automatisierung auf dem iPhone verändert. Statt mühsamer manueller Konfiguration reicht künftig eine einfache Beschreibung in natürlicher Sprache. Die KI entschlüsselt den Befehl, identifiziert die nötigen App-Funktionen und setzt den gesamten Ablauf zusammen.
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Was bisher zehn bis fünfzehn Minuten dauerte, erledigt das System nun in Sekundenschnelle. Ein Beispiel: Der Nutzer tippt ein, dass er beim Erreichen eines bestimmten Ortes automatisch eine Nachricht an einen Kontakt senden möchte – die KI erledigt den Rest. Auch komplexe Abläufe wie das gleichzeitige Aktivieren eines Fokus-Modus, das Versenden einer SMS und das Starten einer bestimmten Playlist sind möglich. Vor der endgültigen Ausführung können Nutzer die generierten Workflows überprüfen und anpassen.
Siri bekommt Google-Gemini-Power
Die neue Intelligenz beschränkt sich nicht auf die Kurzbefehle-App. Auch Siri wurde grundlegend überarbeitet. Apples Sprachassistent nutzt nun hauseigene Foundation-Modelle in Kombination mit einer Partnerschaft zu Google Gemini. Das Ergebnis: Siri versteht den Kontext auf dem Bildschirm und kann über App-Grenzen hinweg agieren. Findet der Assistent etwa ein Rezept in einer Nachricht, erstellt er automatisch einen Kalendereintrag oder eine Einkaufsliste.
Die überarbeitete Siri-Oberfläche bekommt eine eigene App und neue Animationen im Dynamic Island. Branchenbeobachter rechnen jedoch damit, dass die fortsrittlichsten KI-Funktionen – darunter mehrstufige Aktionen und tiefgehende Bildschirmanalyse – nur auf leistungsstärkeren Geräten laufen werden. Konkret dürften das iPhone 15 Pro und neuere Modelle mit mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher benötigt werden.
Liquid Glass: Neues Design und satte Performance-Sprünge
Neben der KI-Offensive bringt iOS 27 eine optische Auffrischung namens Liquid Glass. Dazu gehören ein Transparenz-Regler für UI-Elemente und schärfere Icon-Ästhetik. Die Leistungswerte können sich sehen lassen: App-Starts sollen bis zu 30 Prozent schneller sein als in Vorgängerversionen. AirDrop-Übertragungen legen um 80 Prozent zu, und die Fotomediathek lädt bis zu 70 Prozent schneller.
Weitere Neuerungen im Überblick:
- Nachrichten und Notizen: Ein neues Zeichen- und Markierungswerkzeug hält Einzug in die Nachrichten-App. Ähnliche Funktionen kommen mit macOS 27 (Codename Golden Gate) auch in Notizen und Freeform.
- Fotobearbeitung: KI-gestützte Werkzeuge ermöglichen das Entfernen von Objekten (Clean Up), das Anpassen der Bildkomposition (Spatial Reframe) und das Erweitern des Hintergrunds um bis zu 25 Prozent.
- Plattformübergreifend: iCloud-geteilte Alben werden künftig auch für Nutzer auf Android und Windows geöffnet.
- Audio-Steuerung: Alarm, Klingelton und Medienwiedergabe lassen sich jetzt mit separaten Lautstärkereglern versehen.
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Wann kommt iOS 27?
Die Entwickler-Beta von iOS 27 ist seit dem 8. Juni verfügbar. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der finale stabile Release ist für September geplant. Kompatibel ist das System mit dem iPhone 11, dem iPhone SE der zweiten Generation und allen neueren Modellen.
Einen Haken gibt es jedoch: Die volle Apple-Intelligence-Palette bleibt dem iPhone 15 Pro und neueren Geräten vorbehalten – Grund sind die Anforderungen des A17-Pro-Chips und der höhere Arbeitsspeicher. Zudem könnten einige Siri-KI-Funktionen in der Europäischen Union zum Start nicht verfügbar sein. Grund dafür sind regulatorische Erwägungen.

