iOS 27: Apple Intelligence macht Siri zum E-Mail-Assistenten

Apple integriert Siri-KI in iOS 27, Microsoft rüstet Outlook mit Copilot auf. Neue Funktionen für intelligente E-Mail-Verwaltung.

Mit neuen Beta-Versionen von iOS 27 und iPadOS 27 sowie einem großen Update für Outlook treiben Apple und Microsoft die Automatisierung der E-Mail-Kommunikation voran. Künstliche Intelligenz soll künftig das Schreiben, Sortieren und Verwalten von Nachrichten übernehmen.

Siri wird zum persönlichen Schreibassistenten

Apple hat am 13. Juli die ersten öffentlichen Betas von iOS 27 und iPadOS 27 veröffentlicht. Im Zentrum steht die sogenannte „Apple Intelligence“ – eine Suite KI-gestützter Funktionen. Die neue Siri basiert auf einem großen Sprachmodell und versteht deutlich mehr Kontext als bisher.

In der nativen Mail-App kann der Sprachassistent jetzt nicht nur Nachrichten verfassen, sondern auch Spam löschen und komplexe Suchanfragen durch den Nachrichtenverlauf ausführen. Besonders praktisch: Die Funktion „Schreiben mit Siri“ erscheint als eigener Button in der Tastatur. Ein Fingertipp genügt, und der Nutzer kann Text generieren oder den Tonfall seiner Korrespondenz anpassen – von formell bis locker.

Auch „Smart Replies“ hält Einzug in Mail und Messages. Die Vorschläge für schnelle Antworten sind kontextbezogen und wirken deutlich treffsicherer als bisherige Automatismen. In Messages gibt es zudem die Genmoji-Anpassung: Nutzer können personalisierte Emojis im Skizzen- oder Illustrationsstil erstellen.

Deutliche Leistungssprünge bei Apple

Die neuen Betriebssysteme bringen nicht nur KI-Features. Erste Entwicklertests und Rückmeldungen aus der Beta-Community zeigen beachtliche Leistungssteigerungen. App-Startzeiten sollen um rund 30 Prozent gesunken sein. Besonders beeindruckend: AirDrop-Übertragungen sind im Vergleich zu Vorgängerversionen bis zu 80 Prozent schneller.

Doch die neuen KI-Funktionen haben ihren Preis. Während iOS 27 grundsätzlich bis zum iPhone 11 abwärtskompatibel ist, bleiben die „Apple Intelligence“-Features den Top-Modellen vorbehalten. Benötigt wird mindestens ein iPhone 15 Pro oder Pro Max. Insiderberichten zufolge setzen einige erweiterte Funktionen sogar 12 Gigabyte Arbeitsspeicher voraus – das dürfte erst das iPhone 17 Pro und Pro Max bieten.

Für iPad-Nutzer gilt: iPadOS 27 verlangt einen M1-Chip oder einen A17-Pro-Prozessor, um die volle Siri-KI-Power zu entfalten. Die stabile Finalversion wird für Herbst 2026 erwartet.

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Microsoft zieht mit Outlook-Update nach

Nur einen Tag später, am 14. Juli, legte Microsoft nach. Version 5.2627.0 der Outlook-App für iOS ist erschienen und setzt mindestens iOS 18.0 voraus. Die wichtigste Neuerung: die tiefere Integration von Microsoft Copilot Pro. Der KI-Assistent kostet 18 Euro im Monat und hilft beim Verfassen, Zusammenfassen und Priorisieren von E-Mails.

Parallel dazu veröffentlichte Microsoft am 13. Juli eine Anleitung zur Erstellung von Microsoft-365-Gruppen und Kontaktlisten in der App – ein Schritt, der vor allem Unternehmen die organisierte Kommunikation erleichtern soll.

Doch Microsoft zieht auch eine harte Grenze: Seit dem 13. Juli 2026 befinden sich Microsoft 365 sowie die Legacy-Versionen von Office 2019 und 2021 auf Apple-Geräten mit iOS 16 oder älter im „Modus reduzierter Funktionalität“. Betroffene Nutzer können Dokumente nur noch öffnen und drucken. Wer weiterhin bearbeiten will, muss das Betriebssystem aktualisieren oder auf die Web-Versionen ausweichen.

Der Markt der Alternativen: Datenschutz als Trumpf

Neben den beiden Tech-Giganten rücken auch alternative Anbieter in den Fokus. Branchenanalysten haben am 13. Juli mehrere E-Mail-Dienste verglichen und dabei einen wachsenden Trend zur Datensouveränität festgestellt.

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Proton Mail und Tuta führen weiterhin das Feld der verschlüsselten Anbieter an. Proton bietet Einstiegstarife ab etwa 3,70 Euro monatlich. Für kleine Unternehmen positionieren sich Dienste wie Wix Business Email, das auf der Google-Workspace-Infrastruktur basiert und ab 30 Gigabyte Speicherplatz integrierte Website- und Kommunikationsverwaltung bietet.

Fastmail, Yahoo Mail und Zoho Mail bleiben ebenfalls relevante Optionen für alle, die sich nicht in die Apple- oder Google-Ökosysteme begeben wollen. Der Trend ist klar: Die Nutzer wollen Wahlfreiheit – und zunehmend auch Kontrolle über ihre Daten.