Apple hat am Mittwoch die dritte Public Beta von iOS 27 zur Verfügung gestellt und damit den Funktionsumfang seines kommenden Betriebssystems für die breite Öffentlichkeit erweitert. Im Zentrum der Aktualisierung stehen tiefgreifende Upgrades für die Sprachassistenz Siri, die durch die Integration von „Apple Intelligence“ eine fundamentale Neuausrichtung erfährt und künftig als eigenständige Applikation agiert.
Siri transformiert sich zur KI-gestützten Plattform
Mit der neuesten Testversion vollzieht Apple einen deutlichen technologischen Sprung bei Siri. Die Sprachassistenz soll künftig in der Lage sein, natürliche Gespräche zu führen, die in ihrer Komplexität und Flexibilität mit Modellen wie Claude oder ChatGPT vergleichbar seien. Ein wesentliches Merkmal der neuen Architektur ist der Zugriff auf den persönlichen Kontext der Nutzer sowie ein sogenanntes „On-Screen-Bewusstsein“, wodurch die KI Informationen direkt vom aktuellen Bildschirminhalt verarbeiten kann.
Neu eingeführt wird zudem eine dedizierte Siri-App. Diese verfügt über ein Dashboard für den Gesprächsverlauf, bietet die Möglichkeit, Prompts anzuheften, und integriert spezifische Apple-Intelligence-Workflows. Visuell wird dies durch ein neu gestaltetes App-Icon im „Liquid-Glass-Design“ unterstrichen. Antworten der Assistenz werden zudem verstärkt über die Dynamic Island ausgespielt. Ergänzt wird das Funktionsspektrum durch „Visual Intelligence“ innerhalb der Kamera-App sowie das Werkzeug „Write with Siri“. Für die Sprachausgabe stehen neue Steuerungsoptionen für das Tempo und die Ausdruckskraft zur Verfügung, zudem wurde das Portfolio um vier britische Stimmen erweitert.
Hardwareanforderungen und regionale Verfügbarkeit
Die Nutzung der neuen KI-Funktionen ist an spezifische Hardwarevoraussetzungen gebunden. Während iOS 27 grundsätzlich auf Geräten ab dem iPhone 11 installiert werden kann, erfordert die Nutzung von Apple Intelligence mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein neueres Modell. Für bestimmte Funktionen im Zusammenhang mit der erweiterten Sprachsteuerung sei zudem ein Arbeitsspeicher von 12 GB RAM notwendig, was laut Berichten auf kommende Modelle wie das iPhone 17 Pro, das iPhone 17 Pro Max oder das iPhone Air zutreffe.
Hinsichtlich der regionalen Verfügbarkeit gibt es Einschränkungen: Zum geplanten Start der Software wird Siri AI vorerst nicht in der Europäischen Union zur Verfügung stehen.
Wer sich mit den neuesten Entwicklungen rund um das iPhone befasst, verliert bei Fachbegriffen wie Apple Intelligence oder iOS-Workflows leicht den Überblick. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe in einfachen Worten und hilft Ihnen, die Apple-Sprache sicher zu verstehen. Die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe jetzt gratis als PDF sichern
Systemweite Performance-Gewinne und Design-Anpassungen
Neben den KI-Features enthält die dritte Public Beta signifikante Leistungsoptimierungen. Interne Messungen deuten darauf hin, dass App-Starts um bis zu 30 % schneller erfolgen können. Die Übertragungsgeschwindigkeit via AirDrop steigt um bis zu 80 %, während die Verarbeitungsgeschwindigkeit bei Fotoaufnahmen um bis zu 70 % zunimmt. Das gesamte System profitiert von Verbesserungen bei der Batterieeffizienz sowie flüssigeren Animationen beim Entsperren und Scrollen.
Das visuelle Erscheinungsbild des Betriebssystems wurde durch das „Liquid-Glass-Design“ modernisiert, das nun über einen Transparenzregler individualisiert werden kann. Weitere Aktualisierungen betreffen unter anderem die Safari-Browser-Funktionen, die Spotlight-Vorschläge, schnellere AirPlay-Verbindungen sowie erweiterte Einstellungsmöglichkeiten für die Kindersicherung und die Home-App, die nun 4K-Videokameras unterstützt.
Regelmäßige System-Aktualisierungen sind entscheidend für die Leistung, doch nach jedem Update sollten bestimmte Sicherheitseinstellungen überprüft werden. Ein Apple-Experte zeigt Ihnen in diesem kostenlosen Ratgeber die einfache Schritt-für-Schritt-Methode für sichere Updates ohne Datenverlust. Kostenlosen Ratgeber für sichere iOS-Updates herunterladen
Aktualisierungen im gesamten Apple-Ökosystem
Parallel zu iOS 27 hat Apple auch die dritte Public Beta für iPadOS 27, macOS Golden Gate, tvOS 27 und watchOS 27 ausgerollt. Bei macOS Golden Gate markiert das Update einen Wendepunkt, da der Support für Intel-basierte Rechner eingestellt wurde und das System ausschließlich auf Apple-Silicon-Chips läuft. Auch bei watchOS 27 kommt es zu einer Konsolidierung der unterstützten Hardware: Die Apple Watch Series 6, 7 und 8 sowie die SE 2 und das ursprüngliche Ultra-Modell werden von der neuen Version nicht mehr unterstützt.
Interessierte Nutzer können die Public Beta über die Systemeinstellungen unter dem Punkt Softwareupdate installieren. Die finale Veröffentlichung der Betriebssystem-Versionen wird für den Herbst 2026 erwartet.

