iOS 27: Apple lässt Shortcuts-Automationen per Sprache erstellen

Apple erweitert Shortcuts um mehr als 35 Aktionen und ermöglicht sprachgesteuerte Automatisierungen auf Apple-Intelligence-Geräten.

•

Mit iOS 27 hat Apple die Automatisierungs-App Shortcuts grundlegend überarbeitet und tief mit Apple Intelligence verzahnt. Nutzer können Automatisierungsskripte künftig per natürlicher Sprache oder per Diktat erzeugen lassen, statt sie wie bisher Schritt für Schritt manuell zusammenzustellen. Damit reagiert Apple auf einen zentralen Kritikpunkt an der App: Für viele Nutzer blieb die Erstellung komplexer Automatisierungen bislang zu technisch.

Voraussetzungen für die Nutzung

Damit die neue Shortcuts-Integration funktioniert, müssen Nutzer Apple Intelligence zunächst unter Einstellungen > Apple Intelligence & Siri aktivieren.

Verfügbar ist die Funktion ausschließlich auf Geräten, die Apple Intelligence unterstützen – dazu zählen das iPhone 15 Pro und Pro Max sowie die iPhone-16-, 17- und 18-Serien. Ältere oder leistungsschwächere Modelle bleiben außen vor, da die zugrunde liegenden Sprachmodelle entsprechende Rechenkapazitäten voraussetzen.

Mehr als 35 neue Aktionen und Auslöser

Apple hat die Funktionspalette von Shortcuts um über 35 neue beziehungsweise erweiterte Aktionen und Trigger ergänzt. Besonders umfangreich fällt die Erweiterung im Bereich Messages aus: Sechs neue Aktionen erlauben es etwa, Tapbacks zu senden, Nachrichten als gelesen zu markieren, einzelne Nachrichten oder ganze Konversationen zu löschen, den Posteingang zu öffnen, innerhalb von Messages zu suchen, Nachrichten an Gruppenchats zu versenden und nach Absendern zu filtern.

Anzeige

Die neuen Automatisierungen machen das Smartphone leistungsfähiger, setzen aber auch ein Grundverständnis der Apple-Terminologie voraus. Dieses kostenlose Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe rund um das iPhone verständlich und kompakt. 53 iPhone-Begriffe jetzt kostenlos sichern

Auch die Erinnerungen-App profitiert mit fünf neuen Aktionen, darunter das Bearbeiten von Listen sowie das Erstellen und Löschen von Gruppen und Sektionen. In der Fotos-App kommen Funktionen wie Favorisieren, Ausblenden, automatisches Verbessern, das Finden, Löschen und Öffnen von Alben sowie die Textextraktion aus Tabellen und Listen und das Scannen von QR- und Barcodes aus Dateien hinzu.

Im VPN-Bereich lassen sich künftig der aktuelle VPN-Status abrufen und VPN-Verbindungen auffinden. Für den Shortcut-Speicher gibt es neue Aktionen zum Speichern, Abrufen und Löschen von Inhalten sowie zum Hinzufügen von Elementen zu Listen.

Anzeige

Wer das volle Potenzial seines Geräts und der neuen Systemfunktionen ausschöpfen möchte, sollte auch die versteckten Einstellungen kennen. Ein kostenloser Ratgeber zeigt, wie das iPhone zum persönlichen Assistenten wird und welche Funktionen oft ungenutzt bleiben. Kostenlosen iPhone-Intensivkurs herunterladen

Auch die Logik-Funktionen wurden ausgebaut: Ein neuer „Sonst wenn“-Zweig ermöglicht komplexere Verzweigungen, hinzu kommen Markdown-Unterstützung in Notizen, strukturierter Bildschirminhalt sowie die Steuerung der Lautstärke für Alarme, Timer und Systemtöne.

Neue Trigger reagieren auf News-Benachrichtigungen, das Verbinden einer externen Tastatur unter iOS und iPadOS sowie auf gespeicherte Screenshots unter iOS, iPadOS und macOS.

Einbettung in das größere Apple-Intelligence-System

Die Shortcuts-Integration ist Teil einer breiteren Anstrengung Apples, Apple Intelligence über das gesamte Betriebssystem hinweg zu verankern. In iOS 27 ist die KI-Funktion neben Shortcuts auch in Fotos, Safari, Wallet und Passwords eingebunden.

Berichten zufolge basiert das zugrunde liegende System auf einer zentralen Architektur, bei der Modelle teils direkt auf dem Gerät arbeiten, während rechenintensivere Aufgaben über Private Cloud Compute ausgelagert werden.

Laut diesen Berichten werden dabei keine Daten an Google weitergegeben, obwohl das leistungsfähigere Apple Foundation Model der Siri-AI-Generation mit Unterstützung von Google Gemini trainiert worden sein soll. Die Cloud-Infrastruktur soll zudem unabhängig von Experten überprüfbar sein.

Einordnung für Nutzer

Für Anwender bedeutet die Neuerung vor allem einen niedrigeren Einstieg in die Automatisierung des eigenen Geräts: Wer bislang vor der Komplexität von Shortcuts zurückschreckte, kann nun versuchen, gewünschte Abläufe schlicht zu beschreiben oder einzusprechen. Gleichzeitig bleibt die Funktion an aktuelle Hardware gebunden, was ältere iPhone-Modelle von der Neuerung ausschließt.

Die parallel erweiterten Aktionen in Messages, Erinnerungen, Fotos und dem Shortcut-Speicher erweitern zudem den praktischen Nutzen der App unabhängig von der neuen Sprachsteuerung und dürften die Verbreitung von Automatisierungen im Alltag weiter vorantreiben.