iOS 27: Apple macht Apps bis zu 80% schneller

Apple präsentiert auf der WWDC 2026 iOS 27 und macOS 27 mit starker KI-Integration. Siri wird zur App, Intel-Unterstützung endet.

Apple hat auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 seine neue Software-Generation vorgestellt – und damit einen Schlussstrich unter eine Ära gezogen. Die Keynote am 12. Juni war die letzte unter der Führung von Tim Cook, der den Konzern 15 Jahre lang geleitet hat. Im Zentrum der Ankündigungen: eine tiefgreifende Integration künstlicher Intelligenz und ein massives Performance-Update für iPhones und Macs.

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iOS 27: Tempo-Offensive und Design-Korrektur

Das neue iOS 27 setzt vor allem auf Geschwindigkeit. Apps starten laut Apple bis zu 30 Prozent schneller, die Fotobibliothek lädt 70 Prozent flotter, und AirDrop-Übertragungen sollen sogar 80 Prozent schneller sein als zuvor. Das dürfte vor allem Nutzer älterer Geräte freuen – denn iOS 27 unterstützt weiterhin Modelle ab dem iPhone 11 und dem iPhone SE der zweiten Generation.

Ein klares Eingeständnis früherer Kritik: Apple führt einen Transparenz-Regler ein. Nutzer können damit die Durchsichtigkeit der „Liquid Glass“-Oberfläche manuell anpassen – eine direkte Reaktion auf Beschwerden über schlechte Lesbarkeit.

macOS 27 Golden Gate: Abschied von Intel

Mit macOS 27 Golden Gate verabschiedet sich Apple endgültig von Intel-Prozessoren. Die Kompatibilitätsschicht Rosetta 2 wird während der Installation entfernt – wer ältere Anwendungen braucht, kann sie nachträglich manuell einspielen. Sicherheitsupdates für Intel-Macs mit dem Vorgänger macOS 26 Tahoe will Apple noch bis September 2029 liefern.

Design-Seitig räumt Apple mit den Inkonsistenzen des Vorgängers auf: Runde Fensterecken werden vereinheitlicht, versenkte Seitenleisten verschwinden. Auch der Safari-Browser bekommt ein Update: KI-gestützte Tab-Organisation und eine „Notify Me“-Funktion, die Preisänderungen oder Verfügbarkeiten auf Webseiten überwacht.

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Siri AI: Der Assistent wird zur App

Der größte Sprung betrifft den Sprachassistenten. Siri AI ist kein unsichtbarer Helfer mehr, sondern eine eigenständige App. Sie verfügt über „Bildschirmbewusstsein“ und „persönlichen Kontext“ – das bedeutet: Sie durchsucht E-Mails, Kalender und Dateien, um Aufgaben geräteübergreifend zu erledigen.

Hinter der Technologie steckt Apples eigenes KI-Ökosystem Apple Intelligence, das auf fūnf hauseigenen Foundation-Modellen basiert: AFM Core, AFM Core Advanced, AFM Cloud, AFM Cloud Image und AFM Cloud Pro. Das leistungsstärkste Modell läuft auf Nvidia-GPUs in der Google-Cloud – aber Apple betont, dass es weder Googles Gemini-Modelle noch dessen Suchmaschine nutzt. Stattdessen habe man lediglich externe Modell-Outputs zur Verfeinerung der eigenen Systeme verwendet.

Die volle KI-Power bleibt allerdings den Top-Modellen vorbehalten: iPhone 15 Pro, iPhone 17 Pro und iPhone Air sowie iPads und Macs mit mindestens M1-Chip. Einige Funktionen benötigen sogar 12 Gigabyte RAM.

KI-Fotobearbeitung: Zwischen Genie und Realität

Die Fotos-App in iOS 27 bekommt generative KI-Werkzeuge, die das Bild bearbeiten, ohne die ursprüngliche Aufnahme zu verfälschen. Spatial Reframe verschiebt den Bildausschnitt nachträglich – neue Inhalte werden nur an den Rändern generiert. Extend erweitert ein Foto einmalig um bis zu 25 Prozent pro Seite. Und Clean Up entfernt komplexe Objekte aus dem Hintergrund.

Weitere Neuerungen: Ein Zeichenwerkzeug in der Nachrichten-App und die Möglichkeit, komplexe Kurzbefehle per natürlicher Sprache zu erstellen.

EU vorerst außen vor

Ein Wermutstropfen für europäische Nutzer: Aufgrund des Digital Markets Act (DMA) werden die KI-Funktionen in der Europäischen Union zum Start nicht verfügbar sein. Siri AI startet im Herbst zunächst als englischsprachige Beta. Die finale Veröffentlichung von iOS 27 und macOS 27 Golden Gate ist für September geplant.