Der britische Competition Appeal Tribunal hat Ende Juni eine Sammelklage gegen Apple zugelassen. Die Verbraucherorganisation Which? wirft dem Konzern vor, Nutzer durch die magere 5-GB-Gratisgrenze systematisch in teure iCloud-Abos zu treiben – ein Vorwurf, der bis ins Jahr 2015 zurückreicht. Ein Urteil wird allerdings frühestens 2028 erwartet.
iOS 27: Geteilte Alben kosten künftig Speicherplatz
Parallel dazu zeichnet sich in der Beta von iOS 27 eine weitere Verschärfung ab. Bislang waren permanente Shared Albums von der Speicherbegrenzung ausgenommen. Das ändert sich nun: Nur noch temporäre Alben mit 30 Tagen Laufzeit bleiben kostenfrei. Wer dauerhaft Fotos in voller Auflösung teilt, muss künftig sein iCloud-Kontingent belasten.
Die Reaktion der Nutzer ist klar: Immer mehr iPhone-Besitzer suchen nach Auswegen aus dem Apple-Ökosystem. Branchenbeobachter raten zu einer Strategie der Cloud-Diversifizierung – mit durchaus attraktiven Alternativen.
Über 40 GB Gratisspeicher durch clevere Kombination
Allein die Basisangebote der Konkurrenz übertreffen Apples 5 GB um ein Vielfaches:
- Google Drive stellt 15 GB zur Verfügung – und könnte mit iOS 27 noch enger verzahnt werden, da Gerüchte auf eine Integration von Siri mit Google Gemini hindeuten.
- Box und IDrive bieten jeweils 10 GB.
- Microsoft OneDrive bleibt bei 5 GB.
- Dropbox fällt mit 2 GB eher bescheiden aus.
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Wer Wert auf Datenschutz legt, greift zu MEGA: Der Dienst liefert 20 GB Ende-zu-Ende-verschlüsselten Speicher für iOS 16.0 und neuer. Die sogenannte Zero-Knowledge-Verschlüsselung stellt sicher, dass nur der Nutzer selbst auf seine Daten zugreifen kann – inklusive verschlüsseltem Chat und automatischen Kamera-Backups.
Neue Tools für das Multi-Cloud-Management
Die Verwaltung mehrerer Konten wird zunehmend einfacher. Erst am 26. Juni 2026 brachte der Dienst MultCloud ein verbessertes Migrationstool auf den Markt. Es ermöglicht Server-zu-Server-Transfers zwischen über 40 Cloud-Diensten – offline, terminiert und ohne das lokale Netzwerk zu belasten. Die 256-Bit-AES-Verschlüsselung sorgt für die nötige Sicherheit.
DRAM-Preise explodieren – Apple gibt Kosten weiter
Doch nicht nur die Software-Seite bereitet Sorgen. Die Speicherchip-Preise sind drastisch gestiegen: Im ersten Quartal 2026 legten DRAM-Bausteine um 98 Prozent zu, im zweiten Quartal folgten weitere bis zu 63 Prozent. Die Folgen sind bereits spürbar: MacBook Air und iPad Air wurden Ende Juni teurer. Branchenkenner rechnen mit ähnlichen Anpassungen bei künftigen iPhone-Generationen.
Jedes Software-Update bringt nicht nur neue Kostenstrukturen, sondern oft auch versteckte Risiken für Ihre Privatsphäre mit sich. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät in diesem kostenlosen Ratgeber, welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten. Kostenlosen Ratgeber für sichere iOS-Updates herunterladen
Sicherheitstipps für die vernetzte Datenwelt
Angesichts der zunehmenden Verteilung persönlicher Daten auf verschiedene Dienste warnen Sicherheitsexperten vor neuen Angriffsvektoren. Apples aktuelle Sicherheitsrichtlinien raten dringend davon ab, Kontaktdaten auf dem Sperrbildschirm anzuzeigen – ein einfaches Mittel gegen Social Engineering bei Diebstahl. Der Diebstahlschutz (Stolen Device Protection) sollte aktiv bleiben, und Geräte sollten keinesfalls aus dem „Wo ist?“-Netzwerk entfernt werden.
Der radikale Ausweg: Lokale Backups
Für alle, die Cloud-Gebühren komplett umgehen wollen, zeichnet sich ein trend ab: Lokale Speicherlösungen. Immer mehr Nutzer setzen auf JBOD-Konfigurationen (Just a Bunch of Disks) oder NAS-Systeme (Network Attached Storage). Diese privaten Cloud-Alternativen bieten Mehrbenutzerzugriff und Echtzeit-Synchronisation – ohne monatliche Abogebühren.

