Die AirPods entwickeln sich vom simplen Audiogerät zum aktiven Bestandteil des Apple-Intelligence-Ökosystems. Neue Software-Features und Hardware-Pläne mit integrierten Kameras zeichnen das Bild einer grundlegenden strategischen Neuausrichtung.
iOS 27 bringt umfangreiche neue Funktionen
Mit dem zweiten Entwickler-Beta von iOS 27, das Ende Juni 2026 erschienen ist, bestätigt Apple eine Reihe neuer Funktionen für die aktuellen AirPods-Modelle. Der öffentliche Release ist für September 2026 geplant.
Das Herzstück der Neuerungen: ein frei konfigurierbarer Equalizer für alle Modelle mit H2-Chip. Dazu zählen die AirPods Pro 2, AirPods Pro 3, AirPods 4 und die AirPods Max 2. Nutzer können künftig Höhen, Mitten und Tiefen über ein neu gestaltetes Menü manuell anpassen.
Die Integration von Apple Intelligence wird deutlich vertieft. Die auf der WWDC26 vorgestellte Siri-KI nutzt das verbundene iPhone für kontextbewusstere und fundiertere Antworten. Exklusive Funktionen erhalten die AirPods Pro 3: Sie unterstützen künftig die Herzfrequenz-Synchronisation via GymKit. Das ermöglicht Echtzeit-Fitness-Tracking auf kompatiblen Trainingsgeräten. Zudem verfügt die Ladehülle der Pro 3 über Ultra-Wideband-Technologie (UWB) für die präzise Ortung per iPhone und Apple Watch.
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Kamerasensor in den Stielen geplant
Branchenberichte deuten auf eine grundlegende Hardware-Evolution für Ende 2027 hin. Apple arbeitet demnach an AirPods Pro-Modellen – möglicherweise als „Ultra“-Variante – die winzige Kamerasensoren in den Stielen integrieren.
Diese Sensoren sind nicht für Fotos gedacht. Sie dienen der passiven visuellen Verarbeitung. Die Technologie soll eine kontextbewusstere Siri ermöglichen – mit Objekterkennung, Navigationshilfe und Hinderniswarnung. Datenschutzbedenken begegnet Apple mit einem physischen Lichtindikator, der bei aktiver Kamera leuchtet. Die Datenverarbeitung soll ausschließlich auf dem Gerät selbst stattfinden.
Ursprünglich für 2026 erwartet, verschiebt sich der Launch der kamerabestückten AirPods nun auf Ende 2027. Damit könnte der Release mit anderen Meilensteinen zusammenfallen – etwa dem 20. Jubiläum des iPhones oder dem möglichen Debüt von Apples Smart Glasses.
Apple Watch wird zum KI-Begleiter
Die Siri-KI-Integration erstreckt sich über das gesamte Apple-Ökosystem. watchOS 27 positioniert die Apple Watch als zentralen KI-Assistenten, der mit den AirPods für freihändige Interaktionen zusammenarbeitet. In der Kamera-App von iOS 27 soll ein neuer Siri-Modus visuelle Intelligenz bieten – etwa zur Identifikation von Pflanzen, zum Einscannen von Veranstaltungsflyern direkt in den Kalender oder zur Überprüfung von Nährwertinformationen.
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Auch die Barrierefreiheit steht im Fokus. Apple führt eine Namen-Erkennung in über 50 Sprachen ein. Das Tool identifiziert Personen in der Umgebung und gibt deren Namen über die AirPods bekannt – ein weiterer Schritt, um die H2-Chip-Modelle über die reine Musikwiedergabe hinaus nutzbar zu machen.
Beta-Phase und Ausblick
Nach der aktuellen Entwickler-Beta plant Apple für Juli 2026 eine öffentliche Beta von iOS 27. Nutzer mit kompatibler Hardware können bereits die Beta-Firmware (Build 9A5304b) testen und etwa den Custom-EQ oder die GymKit-Integration ausprobieren. Es ist der erste Beta-Zyklus für die AirPods Max 2 und eine Fortsetzung der Tests für die AirPods Pro 2 und AirPods 4.
Die vollständige Nutzung aller Funktionen erfordert sowohl das iOS-27-Update als auch ein entsprechendes Firmware-Update für die Ohrhörer. Entwickler berichten, dass der neue Equalizer zwar umfangreiche Kontrollmöglichkeiten biete, das Speichern mehrerer individueller Klangprofile in der aktuellen Beta-Version aber noch nicht unterstützt werde.

